Kleinkind will im Haushalt mithelfen

Ich fange gerade an zu putzen, als plötzlich die 2jährige Sarah mit einem Waschlappen vor mir steht und verkündet: „ Ich will auch putzen“ . Mein erster Gedanke: Oh nein, das wird eine Sauerei geben und viel länger dauern als wenn ich es alleine mache! Soll ich das zulassen oder sie lieber mit einem Spiel ablenken? Ich habe mich für das Mithelfen entschieden!

Dieser Artikel soll auf die Gründe eingehen, die für die Mithilfe eines 2jährigen Kindes sprechen und auch auf die Gründe die dagegen sprechen ( hier auf das Putzen bezogen; kann aber genauso auf andere Tätigkeiten umgewandelt werden). Ich persönlich bin für die Mithilfe von Kindern bei allen Tätigkeiten im Haushalt an dem das Kind Interesse zeigt und mithelfen möchte (außer es ist zu gefährlich für das jeweilige Alter). Natürlich gibt es Tage, da geht es einfach nicht, entweder weil ich zu wenig Zeit habe (da alles länger dauert, wenn ein kleines Kind mithelfen will) oder weil ich etwas alleine konzentriert machen möchte. Dann sage ich dem Kind, dass es heute nicht helfen kann und gebe ihm evtl. eine andere „Aufgabe“, wie z.B. mir etwas bringen oder etwas aufräumen oder abstauben mit einem trockenem Tuch (irgendetwas, das nicht mehr Arbeit im Nachhinein macht)

Gründe, die dafür sprechen, ein Kleinkind im Haushalt mithelfen zu lassen:

  • Das Kind fühlt sich nützlich und wertvoll
  • Das Kind trägt zum Familienleben bei
  • Es will mir helfen
  • Es übt das Putzen
  • Es lernt durch Nachahmung
  • Es macht neue Erfahrungen, lernt dabei viel
  • Abläufe werden eingeübt (Lappen eintauchen, auswringen, putzen)
  • Das Kind hat Spaß an der Arbeit
  • Es will in meiner Nähe sein und das tun, was ich tue
  • Es fühlt sich ernst genommen und „groß“

Gründe, die gegen die Mithilfe des Kleinkindes im Haushalt sprechen

  • Das Putzen dauert länger
  • Der Boden wird stellenweise sehr nass werden
  • Ich muss das Kind nachher komplett umziehen, weil es nass ist

Fazit aus Kleinkind will im Haushalt mithelfen:

Da so viel mehr Gründe dafür sprechen, nehme ich die „Mehrarbeit“ im Normalfall und je nach Tagesverfassung in Kauf. Und ich motiviere mich mit folgenden Gedanken:

  • Wenn ich Sarah jetzt helfen lasse, dann übt sie für später und kann mir in ein paar Jahren schon wirklich kleine Arbeiten abnehmen.
  • Wenn Sarah älter ist, möchte ich auch, dass sie Arbeiten im Haushalt übernimmt. Wenn ich sie jetzt nicht daran teilhaben lasse, wenn es ihr noch Spaß macht und sie üben kann, brauche ich mich nicht wundern, wenn sie später gar keine Lust mehr hat zu  helfen.
Teile den Artikel

Hinterlasse einen Kommentar

Kommentiere:

Diese Website benutzt Cookies. Wenn Sie die Website weiter nutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu Weitere Informationen

Cookies sind kleine Dateien, die es ermöglichen, auf dem Zugriffsgerät der Nutzer (PC, Smartphone o.ä.) spezifische, auf das Gerät bezogene Informationen zu speichern. Sie dienen zum einem der Benutzerfreundlichkeit von Webseiten und damit den Nutzern (z.B. Speicherung von Logindaten). Zum anderen dienen sie, um die statistische Daten der Webseitennutzung zu erfassen und sie zwecks Verbesserung des Angebotes analysieren zu können. Die Nutzer können auf den Einsatz der Cookies Einfluss nehmen. Die meisten Browser verfügen eine Option mit der das Speichern von Cookies eingeschränkt oder komplett verhindert wird. Allerdings wird darauf hingewiesen, dass die Nutzung und insbesondere der Nutzungskomfort ohne Cookies eingeschränkt werden.

Schließen