kindliche Eifersucht: Wenn Kinder zu großen Geschwistern werden

Unsere Tochter hat vor 7 Wochen einen Bruder bekommen. Ich habe sie ganz viel mit Büchern vorbereitet, wie es werden wird, wenn das Baby kommt. (Mama muss in die Klinik, dann das Baby ganz oft stillen, Babys Windeln wechseln, Baby schläft sehr viel, liegt da oder schreit auch, spielen kann man erst mit ihm, wenn er größer wird…..)

Ich habe sie mit einbezogen als er da war (Windeln auffalten, Spucktuch bringen…), ihr während dem Stillen Bücher vorgelesen, versucht Zeit für sie alleine abzuzwacken (was wirklich schwierig ist mit der Pflege des Neugeborenen, Schlafmangel bei mir…) und trotzdem kam die Eifersucht.

Ich denke man kann Kinder vorbereiten auf die Situation an sich, nicht aber auf die enormen Gefühle die das Erstgeborene entwickeln kann: wie Wut, weil Mama keine Zeit mehr hat
oder Angst, dass Mama sie nicht mehr lieb hat
oder Eifersucht, wenn Mama das Geschwisterchen stillt und somit mit ihm kuschelt

Wie soll man also am besten mit der kindliche Eifersucht umgehen?

Ich habe meine Tochter viel in den Arm genommen oder darüber geredet, dass es nicht immer einfach ist, einen Bruder zu haben. Irgendwie aber nach meinem Gefühl immer noch viel zu wenig. So viel Zeit geht weg mit Stillen und dem Alltag wie Essen zubereiten, Essen und aufräumen. Ganz zu schweigen vom Haushalt, der mitgezogen wird – nur das Allernötigste versteht sich.

Wenn meine Tochter mir mit dem Baby hilft oder sich ganz lieb um ihn kümmert, dann erzähle ich ihr wie hilfreich sie ist und wie der Bruder sich über die große Schwester freut. Ich mache sie darauf aufmerksam, wenn er zum Weinen aufhört, weil sie mit ihm spricht und jetzt auch wie er sie schon anlächelt.  Das machte sie ganz stolz.

Ich habe das Gefühl, dass sie ihren Bruder lieb hat. Sie kuschelt sehr gerne mit ihm und wird auch immer vorsichtiger, je mehr ich ihr zeige, worauf man bei Babys achten muss. Trotzdem kann sie von einer Sekunde auf die andere umschwenken und eifersüchtig auf mich oder ihren Bruder schlagen – das passiert nur noch beim Stillen oder wenn es ihre Bettzeit ist.

Wie würdet Ihr damit umgehen?

Ich weiß, dass es „normal“ ist, dass diese „Phase“ vorbei geht. Trotzdem möchte ich in dieser „schweren“ Zeit meiner Tochter beistehen. Alleine nur die Grenze aufzeigen, dass Schlagen nicht o.k. ist, bringt nur viele Tränen oder einen Trotzanfall (sie ist 3 Jahre alt geworden). Jedoch keine ersichtliche Besserung. Wie oben schon beschrieben, beziehe ich sie mit ein, versuche Zeit mir ihr alleine zu haben, lese Bücher beim Stillen vor.

Vielleicht hat jemand von Euch weitere Tipps für die Eifersucht einer großen Schwester?

Teile den Artikel

Hinterlasse einen Kommentar

Kommentiere:

Diese Website verwendet Cookies für eine optimale Funktionalität. Außerdem gibt es die Option Inhalte zu teilen. Dabei werden ggf. Daten an die jeweiligen Netzwerke (Facebook, Twitter, Google, Pinterest) übertragen. Mit der Nutzung dieser Website (scrollen, navigieren) bzw. der Share-Buttons erklärt sich der Benutzer damit einverstanden. Weitere Informationen

Cookies sind kleine Dateien, die es ermöglichen, auf dem Zugriffsgerät der Nutzer (PC, Smartphone o.ä.) spezifische, auf das Gerät bezogene Informationen zu speichern. Sie dienen zum einem der Benutzerfreundlichkeit von Webseiten und damit den Nutzern (z.B. Speicherung von Logindaten). Zum anderen dienen sie, um die statistische Daten der Webseitennutzung zu erfassen und sie zwecks Verbesserung des Angebotes analysieren zu können. Die Nutzer können auf den Einsatz der Cookies Einfluss nehmen. Die meisten Browser verfügen eine Option mit der das Speichern von Cookies eingeschränkt oder komplett verhindert wird. Allerdings wird darauf hingewiesen, dass die Nutzung und insbesondere der Nutzungskomfort ohne Cookies eingeschränkt werden.

Schließen