27. November 2013

„Bett-Geh-Plan“ unsere Rettung für die Abendroutine

Nach der Geburt unseres zweiten Kindes war die Bett-Geh-Zeit mit unserem ersten Kind sehr angstrengend, zeitintensiv und tränenreich geworden.

Sie hat versucht die Bett-Geh-Zeit bzw. uns zu kontrollieren, wer was, wann und wo zu machen hat. Es war ihre Art und Weise gewesen, wieder für sich Kontrolle in ihr Leben zu bringen – nachdem mit der Ankunft des Bruders alles anders für sie geworden war.

Zurück zur Struktur:

Um ihr wieder Sicherheit und Struktur zu geben, habe ich mit ihr zusammen einen zu-Bett-geh-Plan gemalt. Wir haben überlegt, was wir alles vor dem Bett gehen machen (aufräumen, Zähne putzen, Schlafanzug anziehen und Bett herrichten = Puppe und Kuscheltuch reinlegen, Nachtlicht anmachen).

Dann haben wir überlegt, was ihr bei der (bisherigen) Bett-geh-Routine gefallen hat, was sie am Abend vor dem Einschlafen noch haben möchte (Buch oder Geschichte, vom Tag erzählen – was schön war, Rücken streicheln, Gute-Nacht Lied singen).

Danach haben wir uns daran gemacht, dies zu malen. Meine knapp 3jährige Tochter, weiß genau, was alles bedeutet, auch was sie hingemalt hat!

Die Einführung des Bett-geh-Plans

Ich habe mit ihr besprochen, dass wir zu den schönen vier Sachen hinkommt, wenn sie die ersten vier Sachen geschafft hat. (Beim Erklären habe ich die vier Sachen nochmals benannt – als Wiederholung).

Meine Erfahrungen mit dem Bett-Geh-Plan:

  • sie weiß genau, was sie vor dem Bett gehen noch machen muss
  • sie kann selbständig nachschauen, ich muss nur noch sagen, dass jetzt Bett-Geh-Plan-Zeit ist
  • sie hat selbst mehr Verantwortung für die Bett-Geh-Routine
  • Zähne putzen ist zum ersten Mal kein „Kampf“ mehr
  • sie zieht sich selbständig um – vorher hat sie sich gerne „bedienen“ lassen
  • ich „nörgle“ weniger an ihr herum bis sie endlich im Bett ist
  • ich mache während der Bett-Geh-Zeit auch selbst noch etwas und warte nicht – zusehends ärgerlicher – darauf, dass mein Kind mitmacht.

Fazit:

Für uns beide passt dieser Plan. Es gibt viel seltener Tränen. Meine Tochter hat wieder einen sicheren Rahmen und weiß, was sie zu erwarten hat und kann sich dann selbst entscheiden, was ihr wichtiger ist. Somit hat sie selbst auch eine gewisse Kontrolle über die Bett-Geh-Zeit. Unsere Abendroutine ist sehr viel entspannter geworden, darüber bin ich äußerst glücklich.

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