2. Juli 2014

Wenn Kinder schlagen – wie du reagieren kannst

Heute hat mir meine Tochter - als ich ihr etwas sagen wollte (sie hat weitergespielt und nicht zugehört, also bin ich auf Augenhöhe gegangen, habe sie am Oberarm angefasst und wollte es ihr nochmal sagen)- einfach mitten ins Gesicht geschlagen. Klatsch - mit der flachen Hand.


1. Reaktion:


Absolute Überraschung - nagativ überrascht natürlich

​2. Reaktion:

"Schlagen akzeptiere ich nicht, jetzt kannst du dich alleine umziehen"

​3. Reaktion:

Ich erinnere mich, dass das Schlagen mir erstens: etwas sagen will (nämlich: Mama, ich will mehr Aufmerksamkeit) und zweitens: dass das weggehen und alleine lassen von meinem Kind genau das Gegenteil von dem ist, was es wirklich braucht.

​4. Reaktion: (nach einer Abkühlphase)

Ich bin wieder zu ihr hin und habe gesagt: "Ich habe dich sehr lieb, aber Schlagen kann ich nicht akzeptieren"

Die Überschrift dieses Artikels lautet ein wenig anders, weil ich mich erinnerte, dass es noch besser gewesen wäre, anstatt dem ABER ein UND zu verwenden. Denn ein ABER setzt immer das Vorherige herab und das möchte ich in diesem Falle ja überhaupt nicht. Deshalb UND, um beides eigenständig stehen lassen zu können. Das "Ich hab dich lieb" UND "das Schlagen toleriere ich nicht".

(Diesen ABER-UND-Tipp habe ich aus: Sag, was du meinst, und du bekommst, was du willst)

​Später am Abend

Ich habe meine Tochter aus Versehen beim Kuscheln vor dem Schlafen-gehen gekratzt. Die Reaktion meiner Tochter: "Du hast mich gekratzt Mama" (entrüstet) "Aber ich habe dich trotzdem noch lieb"

Ah, wie schön, das ging runter wie Öl 🙂 und es ist wundervoll zu sehen (und daran erinnert zu werden!) dass man selbst immer ein Vorbild für die Kleinen ist.

Fazit

Auf diese Weise hatte ich großen Einfluss auf das ​Selbstwertgefühl meiner Tochter. Ich habe sie als Person wertgeschätzt und ihr Verhalten (spezifisch) getadelt.

Ich habe mir danach selber auf die Schulter geklopft :-), dass mir das trotz meiner ersten recht großen Verärgerung und Verletztheit noch alles eingefallen ist.

Zusätzlich hat meine Tochter auch noch eine wichtige Sache in Sozialkompetenz gelernt: Eine andere Art, Ärger auszudrücken - zumindest für das eine Mal 🙂

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