Gelassenheit lernen: 10 Mütter verraten Dir ihre Tricks, wie sie im Alltag mit Kind entspannter sein können

Geht es dir manchmal auch so?:

Es ist noch nicht einmal Mittag und du bist schon erschöpft, fühlst dich gestresst und ausgelaugt.

Morgens - noch vor dem ersten Kaffee - hast du einen Wutanfall deines Kindes beistehen müssen. Nach dem Frühstück hatte es ewig gedauert, deine zwei Kinder anzuziehen, weil sie erstens lieber spielen wollten und zweitens deine Aufforderung zum Anziehen ignorierten.

Bis ihr endlich aus dem Haus gekommen seid, war es kurz vor knapp, um noch rechtzeitig in den Kindergarten zu kommen. Völlig erledigt kommst du mit deinem Kleinkind wieder zu Hause an.

In der Küche steht noch das Geschirr vom Frühstück - und die Spülmaschine ist noch nicht einmal ausgeräumt. Du machst dich an die Arbeit, dein Kleinkind hilft dir dabei: Du räumst ein paar saubere Teller aus und dein Kind räumt geschäftig schmutzige Teller ein. Du sagst ihm, dass es mit den Tellern noch warten muss. Weil ihm nun langweilig ist,  macht dein Kind jetzt jedes Mal, wenn du etwas verräumst, die Spülmaschine zu.

Kommen dir diese Szenarien bekannt vor? Dann lies unbedingt weiter, welche Tipps und Tricks 10 andere Mütter auf Lager haben, wenn es darum geht:

  • sich weniger gestresst zu fühlen, wenn alles immer länger dauert
  • wie man seine Kinder motiviert, schneller zu sein
  • den Haushalt mit Kind zu erledigen
  • ruhiger und gelassener im Alltag mit Kind zu sein
  • wenn die Kinder nicht hören

Ich habe den Müttern folgende Fragen gestellt:

  • Stelle dich bitte kurz vor und verrate uns, wie viele Kinder du hast.
  • Mit Kindern dauert alles etwas länger (ob Anziehen bevor man aus der Türe kommt, Einkaufen gehen oder Haushalt machen…). Wie schaffst du es – zumindest manchmal – dich dabei nicht gestresst oder genervt zu fühlen?
  • Hast Du einen Trick, mit dem du deine Kinder motivierst, einmal schneller zu sein (z.B. weil ihr einen dringenden Termin habt und pünktlich sein müsst)?
  • Wie bringst du Haushalt machen und Kinder unter einen Hut? Wie wirst du beiden gerecht? Welche Einstellung hast du zum Haushalt machen? Hast du einen Tipp, wie z.B. Putzen (oder andere Tätigkeiten im Haushalt) mit Kleinkind gut geht und nicht ewig dauert?
  • Welche Strategien hast du, ruhiger und gelassener im Alltag mit Kind zu bleiben? Wenn alles nicht so läuft, wie du es dir wünscht – was machst du, um nicht „aus der Haut“ zu fahren?
  • Wenn deine Kinder einmal (wieder) nicht hören wollen bzw. deiner Aufforderung/Bitte nicht nachkommen, wie reagierst du? Oder wie würdest du gerne reagieren?
  • Wenn du Eltern nur einen Rat für ihren Alltag mit Kind auf den Weg geben könntest, welcher wäre das?

Gelassenheit lernen - die nun folgenden Mütter geben dir dafür ihre besten Tipps:

Mein Name ist Nicole Bailer, ich bin 31 Jahre jung und habe 1 Tochter (5Jahre alt). Ich arbeite als Mentorin und Coach für Mütter. Ich helfe ihnen dabei aus dem Hamsterrad von Erwartungen und Verpflichtungen auszusteigen – rein in ein selbstbestimmtes und glückliches Leben.

www.nicole-bailer.de

Nicole
Mutter von 1 Tochter (5)

Mutti, 2 Jungs (10 und 7 Jahre), verheiratet, grauhaarig, berufstätig, Bloggerin, kontinuierlich an der eigenen Gelassenheit arbeitend ...

www.muttis-blog.net

Mutti
Mutter von 2 Jungs (7 und 10)

Ich bin Danielle, Mitautorin bei "Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten". Ich lebe mit meinen zwei Kindern (6,5 und fast 4 Jahre alt), meinem Mann und einer Katze am Rande Berlins.

www.gewuenschtestes-wunschkind.de

Danielle
Mutter von 2 Kindern (6,5 und fast 4)

Hallo, mein Name ist Eva Wenger. Ich bin 37 Jahre alt, verheiratet, habe zwei Töchter im Alter von 5 und 3 Jahren und arbeite selbstständig als Coach und Beraterin.

www.evawenger.de

Eva
Mutter von 2 Töchtern (5 und 3)

Ich bin Vera Rosenauer, meine Töchter sind 10 und 12 Jahre alt. Seit sechs Jahren bin ich selbstständig und begleite Eltern von Babys und Kleinkindern in allen Fragen zur Erziehung und Ernährung.

www.abenteuer-erziehung.at

Vera
Mutter von 2 Töchtern (10 und 12)

Ich bin Ura, 35 Jahre alt und habe drei Kinder im Alter von 9 und 6 Jahren und 3 Monate. Nebenberuflich bin ich Schwangerschafts- und Geburtsbegleiterin, Still- und Trageberaterin und Entspannungspädagogin

www.kraftvoll-gebären.de

Ura
Mutter von 3 Kindern (9,6 und 3 Monate)

Ich bin Mirjam aus der Schweiz, arbeite als Familiencoach und blogge. Meine Tochter ist acht, mein Sohn sechs Jahre alt.

www.perfektwir-wordpress.com

Mirjam
Mutter von 2 Kindern (8 und 6)

Mein Name ist Lena Busch, ich habe drei Kinder (2, 5 und 8 Jahre alt), ich bin u.a. Familienbegleiterin, Journalistin und Steuerfachfrau und organisiere gerade einen Online-Kongress.

www.freilern-blog.de
www.familienleicht.de

Lena
Mutter von 3 Kindern (2, 5 und 8)

Mein Name ist Ursula Markgraf, ich bin mixed-media Künstlerin und gestalte Bilder und Produkte, um andere Frauen an ihre Träume zu erinnern und sie zu inspirieren, ihr Leben nach ihren Vorstellungen zu leben. Dieses Jahr habe ich unter anderem ein kleines Büchlein [http://ursulamarkgraf.com/de/selbstachtsamkeit] veröffentlich, das Frauen helfen soll, besser auf sich selbst zu achten. Ich habe zwei Kinder, die 6 und 10 Jahre alt sind.

www.UrsulaMarkgraf.com/de

Ursula
Mutter von 2 Kindern (6 und 10)

Ich heiße Sara Fiechtner und habe einen fast 2 jährigen Sohn namens Max. Ich bin selbstständige Frischepartnerin von Naturkosmetik, die ganz ohne Chemie, ohne Mineralöle, ohne Konservierungs-und Farbstoffe sowie ohneTierversuchen ist. Nebenbei arbeite ich als Tanzlehrerin für Kreativen Kindertanz. Nach meiner Weiterbildung als Entspannungstherapeutin für Kinder möchte ich auch Kurse für Autogenes Training und Progressive Muskelentspannung anbieten.

www.wohltuendfrisch.de

Sara
Mutter von 1 Kind (fast 2)

Nachdem du jetzt weißt, wer auf meine Fragen antwortet, starten wir mit der ersten Frage:

Mit Kindern dauert alles etwas länger (ob Anziehen bevor man aus der Türe kommt, Einkaufen gehen oder Haushalt machen…). Wie schaffst du es – zumindest manchmal – dich dabei nicht gestresst oder genervt zu fühlen?

Das klingt vielleicht seltsam aber indem ich mich entscheide nicht genervt zu sein. Das klappte nicht über Nacht, es ist ein Prozess aber einmal begonnen geht es Schritt für Schritt..... Die Kleinen brauchen ihre Zeit – so wie ich meine Zeit z.B. im Bad brauche. Ich kann es nicht leiden wenn ich dann gestresst werde 😉 also stresse ich meine süße auch nicht. Wenn wir zu einer bestimmten Zeit einen Termin haben, plane ich extra genug Zeit ein 😉

Nicole
Mutter von 1 Tochter (5)

Perfektion ist ein Mythos - mein Mantra, das mich am Leben und am Boden erhält

Mutti
Mutter von 2 Jungs (7 und 10)

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Kinder umso unkooperativer werden, je mehr man sie drängelt. Kinder leben im Hier und Jetzt und haben lange kein Zeitgefühl. Und auch das Verständnis, dass es manchmal eben doch schnell gehen muss, fehlt ihnen. Sie wissen nicht, was es heißt, einen Zug zu verpassen, wenn man zu spät am Bahnhof ist oder dass die Stunde, die dann auf Arbeit fehlt, nachgearbeitet werden muss. Stress wird meist durch Zeitmangel verursacht, daher versuche ich, möglichst immer einen Puffer einzubauen. Vor allem morgens versuche ich durch eine recht klar definierte Struktur und feste Abläufe eine gewisse Routine zu schaffen. Was ich immer wieder merke: Wenn man Kinder so oft wie möglich Zeit lässt, dann honorieren sie das, indem sie dann in den Situationen, wo ich es wirklich eilig habe, viel Mühe geben, nicht zu trödeln.

Danielle
Mutter von 2 Kindern (6,5 und fast 4)

Ich versuche, mich auf zwei Dinge zu besinnen: 1. Es sind noch kleine Kinder. Sie denken nicht wie Erwachsene, sie kennen keinen Zeitdruck oder Termine – sie können ja noch nicht einmal die Uhr lesen. Ich sollte also nicht sauer auf die Kinder sein, wenn sie trödeln. 2. Ich überlege mir, ob es jetzt gerade wirklich so entscheidend wichtig ist, dass es schnell geht. Oft sind doch noch ein paar Minuten Zeit für eine Runde Kuscheln, beim Anziehen helfen oder etwas Spaß machen. Danach klappt es meist alles wieder besser.

Eva
Mutter von 2 Töchtern (5 und 3)

Meine Mädels sind mittlerweile ja keine Kleinkinder mehr, also das Trödeln, Spielen wollen oder Anziehprobleme ist jetzt nicht mehr so aktuell (aber ich kann mich GUUUUT daran erinnern!). Es dauert trotzdem noch länger in der Früh los zu starten, weil es sehr chaotisch sein kann mit „Hast Du alles mit?“ „Ja“ „Aber deine Jause steht noch in der Küche!“ „Wo ist mein Handy?“ „Ich brauch noch eine Unterschrift!!!!“ (Der Zettel ist drei Wochen alt) „Ach ja, Nachmittagsunterricht fällt heute aus, ich komm schon drei Stunden früher heim“ usw. Aus vielen Gesprächen weiß ich, dass ich mit diesem Problem nicht allein bin und das beruhigt mich. Es hilft mir zu akzeptieren, dass das einfach die Rushhour des Tages ist und habe nicht den Anspruch an mich selbst, das ändern zu können. Nicht mal Ghandi könnte gelassen sein, wenn er mit zwei Kindern bei Minusgraden irgendwohin aufbrechen müsste ;-))

Vera
Mutter von 2 Töchtern (10 und 12)

Ich meditiere regelmäßig und gönne mir viele Ruhezeiten. Muttersein bedeutet in die Hingabe gehen. Die Kinder zeigen mir den Weg und durch sie habe ich gelernt, weniger Erwartungen zu haben.

Ura
Mutter von 3 Kindern (9,6 und 3 Monate)

Wenn ich diese Frage lese, merke ich, welche Schritte meine Kinder gemacht haben! Dass ich fürs Anziehen und Bereitmachen (je ;-)) eine halbe Stunde Zeit einrechnen muss, ist definitiv vorbei, und Einkaufen mit ihnen dauert auch nicht mehr länger als allein. Was mir in der Kleinkindzeit geholfen hat, um mich nicht gestresst zu fühlen, war eine realistische, oder eher grosszügige, Planung. Frühes Ankündigen des nächsten Schrittes und genügend Zeit für Träumereien und Unvorhergesehenes.

Mirjam
Mutter von 2 Kindern (8 und 6)

Wir nutzen weitestgehend keine Betreuungseinrichtungen wie KiGa oder KiTa, daher findet das alltägliche Leben mit Kindern statt. Wichtig für mich ist, immer einen ausreichenden Zeitpuffer einzuplanen und nicht davon auszugehen, wie lange ich allein brauchen würde, wenn ich nunmal nicht alleine bin. Auch ist es für mich sinnvoll, z.B. Sachen, die mitgenommen werden müssen, schon vorbereitet und bereit gelegt zu haben, um nicht dann hektisch herumzuräumen und zu sammeln. Mich dann auf denjenigen konzentrieren, der am meisten meine Hilfe braucht beim Fertigmachen (meist ja der Kleinste) und dann erst z.B. die Große rufen – die ist nämlich dann ratzfatz fertig, freut sich auch, wenn ich ihr dann einfach noch die Jacke reiche, sie aber nicht eine Viertelstunde im Flur stehen muss und auf alle anderen warten. Sprich Abläufe anschauen und versuchen zu timen und zu entzerren, wie sie sinnvoll sind.

Lena
Mutter von 3 Kindern (2, 5 und 8)

Es kommt sehr auf die Situation drauf. Dass ich es immer schaffen würde, mich nicht genervt zu fühlen, wäre gelogen. J Ich versuche das genervt fühlen aber zumindest einzudämmen. Zum Beispiel versuche ich alles in Ruhe vorzubereiten, bevor wir das Haus verlassen müssen, damit ich mich dann beim „fertig machen“ auch wirklich um die Kinder kümmern kann statt nebenbei auch noch das Handy, die Wasserflasche, das Bilderbuch etc. zu suchen. Da ich sehr wenig kinderfreie Zeit habe und die zum Arbeiten oder für mich nutzen möchte, mache ich den Haushalt in der Regel mit Kindern. Ja, das geht natürlich viel langsamer als wenn ich es allein machen würde. Aber den Anspruch, dass es schnell gehen muss, habe ich da abgelegt. Da geht es mir dann einfach darum, dass es gemacht wird und jeder eine Aufgabe hat oder die Kinder auch mal was Neues lernen. So schält mein „Kleiner“ begeistert Kartoffeln und meine „Große“ putzt mit Begeisterung das Bad.

Ursula
Mutter von 2 Kindern (6 und 10)

Ich versuche mich in meinen Sohn Max hineinzuversetzen, dadurch fällt es mir leichter, Sachen lockerer zu sehen und selbst wieder mehr Achtsamkeit auf für uns völlig verständliche Dinge zu haben. Mit seinen fast 2 Jahren hat er noch kein Zeitgefühl oder noch kein so ausgeprägtes wie wir Erwachsenen es haben. Für Max ist ständig etwas neu und spannend. Erst letztens war er total fasziniert von einem Regenbogen. Für uns etwas ganz normales und wir nehmen ihn meinst nicht so richtig war. Max zeigt mir dadurch, dass es immer wieder Dinge gibt, die im Alltag an uns vorüberziehen und durch ihn lerne ich nicht mehr so Blind durch die Welt zu laufen

Sara
Mutter von 1 Kind (fast 2)

Kommen wir zur 2. Frage:

Hast Du einen Trick, mit dem du deine Kinder motivierst, einmal schneller zu sein (z.B. weil ihr einen dringenden Termin habt und pünktlich sein müsst)?

Ich sage meiner Tochter das wir einen wichtigen Termin haben und plane dafür einfach schon genug Zeit ein. Bisher klappte das immer reibungslos – wenn wir zu spät kamen dann wegen fehlendem Parkplatz oder Stau !

Nicole
Mutter von 1 Tochter (5)

Wenn alle Stricke reißen, hilft nur eines tatsächlich: 1-2-3 siehe u.a.: http://muttis-blog.net/2014/03/02/14-geheimrezepte-in-sachen-erziehung-die-jede-mutter-kennen-sollte/

Mutti
Mutter von 2 Jungs (7 und 10)

Wichtig ist es bei uns immer, den Kindern das voranzukündigen, damit sie sich mental darauf einstellen können. Sie mögen es überhaupt nicht, plötzlich aus ihrem Tun heraus gerissen zu werden. Wenn wir unbedingt pünktlich sein müssen, plane ich besonders viel Zeit ein. Wird es knapp, dann spielen wir auch gerne mal: "Was meint ihr, schaffen wir es?" Dabei kommentiere ich auf dem Weg, ob wir knapp sind, wie viel Zeit wir noch brauchen, usw. Das motiviert die Kinder immer recht gut, weil sie das Bestreben entwickeln, es unbedingt schaffen zu wollen. Ein kleiner Wettkampf gegen die Zeit reizt sie dabei.

Danielle
Mutter von 2 Kindern (6,5 und fast 4)

Ich gebe zu, dass ich dann manchmal etwas zur Belohnung verspreche. Obwohl ich „wenn – dann“ Sätze eigentlich doof finde, weil es unlogisch ist, mit etwas belohnt zu werden was gar nichts mit der ursprünglichen Sache zu tun hat. Ich habe da einfach noch keine bessere Idee gehabt. Wenn noch irgendwie ein bisschen Zeit zum erklären ist, verdeutliche ich, dass ich jetzt mal Hilfe oder einen Gefallen von den Kindern will.

Eva
Mutter von 2 Töchtern (5 und 3)

Am wirksamsten ist es das Kind miteinzubeziehen – im Kleinkindalter habe ich sie mit der Frage „Wir gehen jetzt los, was müssen wir da alles noch tun?“ ins Boot geholt. Oder auch indem ich mein Bedürfnis klar formuliert habe „Mir ist es wichtig, dass wir zu diesem Arzttermin pünktlich kommen und da bin ich auf eure Mithilfe angewiesen!“

Vera
Mutter von 2 Töchtern (10 und 12)

Ich stelle den Kindern eine Eieruhr so ca. 10-15 Min. vorher und gebe ihnen Bescheid was wann ansteht.. Dann „stört“ nicht die Mama im Spiel, sondern der Wecker motiviert die Kinder voll! Die Kinder springen auf und los geht’s… 🙂

Ura
Mutter von 3 Kindern (9,6 und 3 Monate)

Mein „Trick“ war und ist Ehrlichkeit den Kindern gegenüber. „Der Termin beim Arzt ist abgemacht. Wenn wir zu spät kommen, nimmt er jemand anderen zuerst und wir müssen lange warten. Deshalb müssen wir uns beeilen.“ Während meine Tochter schon als Kleinkind empfänglich war für solche Argumente, konnte (und kann) ich meinen Sohn nicht immer beeindrucken damit. Da half manchmal Bestechung. „Komm jetzt, im Auto gibt es einen Traubenzucker!“

Mirjam
Mutter von 2 Kindern (8 und 6)

Grundsätzlich ist es aus meinem Verständnis und Erfahrung so, dass Kinder ja mit uns „kooperieren“ wollen. Ich versuche auch mit kleinen Kindern schon viel zu kommunizieren, sie mit einzubeziehen in das, was ich tue und wie es in meinem/unseren Tagesplan weiter geht. Denn oft weiß ich, dass ich jetzt noch dies fertig machen und das holen will, wir dann ein einer Viertelstunde das Haus verlassen, um pünktlich da und dort zu sein. Häufig bekommen Kinder nur den Teil mit „schnell schnell, wir müssen jetzt los“. Wenn sie mit einbezogen werden, können sie sich darauf einstellen, das klappt besser.

Lena
Mutter von 3 Kindern (2, 5 und 8)

Hört sich jetzt vielleicht doof an, aber mein Tipp ist SINGEN. Bei meinen Kindern ist das größte Problem, dass sie lieber erzählen und dann einfach das Anziehen vergessen. Wenn wir singen geht das viel besser. Mit dem Kleinen aber ich an den Tagen, an denen wir verschlafen haben, auch schon Feuerwehr gespielt. 😉 Klappt prima, würd ich aber nur für wirkliche Notfälle empfehlen, denn sonst verliert es einfach den Reiz. Außerdem ist es ja auch doof, die Kinder ständig zu „stressen“. Eigentlich ist es ja sehr schön, dass sie diesen Zeitdruck den wir ständig spüren, noch nicht haben.

Ursula
Mutter von 2 Kindern (6 und 10)

Erklären. Kinder wollen nur verstehen, warum etwas so ist wie es ist. Wenn das nichts hilft, dann probiere ich es auf spielerische Weise.

Sara
Mutter von 1 Kind (fast 2)

Die 3. Frage lautete:

Wie bringst du Haushalt machen und Kinder unter einen Hut? Wie wirst du beiden gerecht? Welche Einstellung hast du zum Haushalt machen? Hast du einen Tipp, wie z.B. Putzen (oder andere Tätigkeiten im Haushalt) mit Kleinkind gut geht und nicht ewig dauert?

Auch das ist etwas in das ich hinein gewachsen bin. Von maßloser Überforderung – bis totaler Erschöpfung habe ich glaube ich alles durch. So lange wir versuchen vermeintliche Erwartungen zu erfüllen, wird das eine Abwärtsspirale die immer schneller wird. Wir sind genervt von den Kindern, der Haushalt steht uns bis zum Hals und das Leben ist nur noch eine to-Do-Liste die nicht kürzer zu werden scheint. Ich bin selbständig und meine Tochter ist die wenigste Zeit davon in Betreuung – sprich sie ist die meiste Zeit zuhause. Ich orientiere mich nicht mehr an anderen Frauen und gängigen Modellen sondern habe mein eigenes Work-Life-Modell entwickelt. Seit ich dies verfolge schaffe ich den Haushalt, verbringe Zeit mit meiner Tochter und habe noch Kraft und Freude an meiner Selbständigkeit zu arbeiten.

Nicole
Mutter von 1 Tochter (5)

Siehe oben: "Perfektion ist ein Mythos!". Außerdem hilft: eine Putzfrau engagieren - eine der besten Investitionen der letzten Jahre! Außerdem darf ich aufgrund des Alters meiner Kinder aus dem Nähkästchen plaudern: Es wird besser, wenn die Kids älter werden. Lange nicht perfekt, aber besser.

Mutti
Mutter von 2 Jungs (7 und 10)

Ach das sehe ich ganz pragmatisch. Nach dem zweiten Kind habe ich beschlossen, dass wir uns Unterstützung holen. Für drei Stunden in der Woche kommt unsere Haushaltshilfe, saugt und wischt gründlich und putzt Bad und Küche. Das Geld gebe ich wirklich gerne aus, weil es die knapp bemessene Freizeit um drei Stunden verlängert (und ich auch nicht so gerne putze). Ansonsten denke ich mir immer: Auf dem Sterbebett werde ich am allerwenigsten bereuen, dass unser Haus nicht klinisch rein war. Es Mindestmaß an Ordnung brauche ich zum Wohlfühlen, aber es macht mir nicht viel aus, wenn mal etwas rum liegt. Was sich bei uns bewährt hat: eine Sammelkiste. Die steht an der Treppe und es kommt alles rein, was die Kinder in der unteren Etage herumliegen lassen. Wenn sie voll ist, bringe ich sie in die Kinderzimmer, wo die Kinder sie dann ausräumen. So laufe ich nur einmal am Tag durch das Haus und das ist zum Feierabend dann in halbwegs ordentlichem Zustand.

Danielle
Mutter von 2 Kindern (6,5 und fast 4)

Ganz ehrlich – der Haushalt liegt ein paar Prioritätsstufen niedriger als die Kinder. Ich habe mein Haus vor einigen Monaten sehr gründlich ausgemistet und alles etwas minimalisiert. Dadurch fällt schon mal wesentlich weniger aufzuräumen an. Die täglich anfallenden Arbeiten teile ich mir mit meinem Mann. Die Kinder fangen auch schon an zu helfen, zum Beispiel Wäsche falten. Meine fünfjährige Tochter hat sogar richtig Spaß daran, das zu lernen. Fürs Putzen gibt es einen goldenen Tipp: eine Putzfrau. Die trägt enorm zur Entspannung bei. Ich mochte Putzen noch nie und kann es auch nicht gut. Lieber arbeite ich in der Zeit und bezahle die Putzfrau.

Eva
Mutter von 2 Töchtern (5 und 3)

Ich habe mir relativ bald Hilfe geholt und zwei Mal im Monat Unterstützung beim Sauber machen. Und diese zwei Mal heimkommen in eine durchgeputzte Wohnung trägt sehr viel zu meiner Gelassenheit bei.

Vera
Mutter von 2 Töchtern (10 und 12)

Ab ins Tragetuch/in die Tragehilfe auf den Rücken. Super!

Ura
Mutter von 3 Kindern (9,6 und 3 Monate)

Ich bin keine perfekte Hausfrau und habe auch nicht den Anspruch, es zu sein. Trotzdem bin ich froh, dass ich Putzen und Aufräumen nun wieder in meinem Rhythmus erledigen kann. Als die Kinder klein waren, hat mir der Tipp einer Freundin geholfen, der ungefähr lautete: „Geh mit dem Fluss des Kindes mit.“ Wenn das Kleinkind am Schubladen ausräumen ist, staube ich sie ab und räume sie schön wieder ein (also erst, wenn es das Interesse verloren hat). Wenn die Kinder sich in ein Spiel vertiefen, beginne ich mit Badezimmer putzen, im Wissen, dass ich vielleicht nicht fertig werde, bis sie mich wieder brauchen.

Mirjam
Mutter von 2 Kindern (8 und 6)

Zeit ist natürlich ein Faktor; auch hier finde ich, da muß ich einfach mit einplanen, dass es halt eben länger dauert. Gerade mit Kleinkind geht Haushalt gut, finde ich, weil die ja so gern mitmachen und mithelfen. Also dem Kinde auch einen Lappen oder Besen in die Hand drücken und los geht es. Schwierig ist es manchmal mit mehreren Kindern, da kommt ich gefühlt teilweise nicht mehr hinterher.

Lena
Mutter von 3 Kindern (2, 5 und 8)

Wie ich beidem gerecht werde? Gar nicht. Zumindest nicht so, wie ich es gern würde. Aber über die Jahre habe ich gelernt, dass meine Ansprüche in dem Fall einfach unrealistisch sind. Also tu ich mein Bestes und versuche damit meinen Frieden zu schließen. Ich suche mir die Bereiche, die für mich Priorität haben. Zum Beispiel werden bei uns nicht jede Woche Fenster geputzt. Auch nicht jeden Monat. Vermutlich würde saisonal es am ehesten treffen. *hust* Das Bad hingegen ist jede Woche freitags dran. (Mit Hilfe der Kinder.) Generell versuche ich bei allem meine Kinder mitmachen zu lassen. Zum einen lernen sie dann, wie das geht. Zum anderen geht es dann so nicht von meiner Arbeitszeit ab. 😉 Und manchmal macht es sogar richtig Spaß! (Ja, auch den Kindern.)

Ursula
Mutter von 2 Kindern (6 und 10)

Ich habe das Glück das Max einen Putzfimmel hat und sehr gerne sauber macht. Er hilft mir beim Staubsaugen, Fegen und Müll weg bringen. Klar, dass dauert dann zwar wesentlich länger, aber es macht ihm solche Freude. Und wenn es wirklich mal schnell gehen muss, dann erkläre ich ihm das und gebe ihm etwas anderes tolles zum sauber machen oder was zum Spielen.

Sara
Mutter von 1 Kind (fast 2)

Folgende Frage kam als nächstes dran:

Welche Strategien hast du, ruhiger und gelassener im Alltag mit Kind zu bleiben? Wenn alles nicht so läuft, wie du es dir wünscht – was machst du, um nicht „aus der Haut“ zu fahren?

Ich fahre manchmal aus der Haut! Ohne geht es bei mir noch nicht und ich rate auch davon ab, dies zu unterdrücken. Wir dürfen, wenn wir an unsere Grenzen stoßen oder auch darüber hinaus gehen dies zeigen. Ich brülle dann im schlimmsten Fall meine Tochter an. Ein paar Minuten später tut es mir leid und ich entschuldige mich ehrlich bei ihr. Wir reden dann darüber und ich reflektiere für mich, warum ich jetzt so reagiert habe. Was war der tatsächliche Grund? Das kann sein, dass ich schon wieder nicht „NEIN“ gesagt habe oder einfach nicht klar genug für mich war. Wenn ich in einer Situation bin, die kompliziert und schwierig erscheint, frage ich mich: „Wie wird es leicht?“ Das wirkt Wunder!

Nicole
Mutter von 1 Tochter (5)

In der Tat eine der schwersten und edelsten Aufgaben im Mutter-Dasein: gelassen bleiben. Ich stelle mir dann einfach vor, dass ich transparent werde und das ganze Chaos, Hickhack, Gschrei, Gemurre und Gezeter einfach durch mich hindurch geht - ohne, dass ich mich da selbst emotional reinziehen lasse. Gelingt immer besser. Ich hab dazu gerade ein wirklich tolles Buch für Eltern rezensiert - siehe: http://muttis-blog.net/2015/10/18/der-beste-elternratgeber-ever-unbedingt-lesen/

Mutti
Mutter von 2 Jungs (7 und 10)

Das ist meines Erachtens mit die größte Kunst beim Kinderhaben. Ich versuche mir immer wieder bewusst zu machen, dass die Zeit, die uns mit unseren Kindern geschenkt wird, im Grunde soooo kurz ist. Ich erinnere mich daran, wie ich mit einem schreienden Säugling auf dem Arm auf dem Pezziball wippte und dachte "Das geht nie vorbei" oder wie ich im ersten Lebensjahr im Halbstundentakt das Baby wieder in den Schlaf kuschelte und dachte "Das geht bestimmt noch Jahre so". Rückblickend waren das alles nur kurze Phasen... Irgendwann werde ich zurück schauen und mich danach zurück sehnen, dass meine Kinder mich so brauchen und fordern. Und das wird vermutlich in gar nicht allzu ferner Zukunft so sein. Daher versuche ich in stressigen Situationen bewusst durchzuatmen und zu sagen: Das kommt nie wieder - genieß es! Und das klappt. Meistens.

Danielle
Mutter von 2 Kindern (6,5 und fast 4)

Manchmal fahre ich aus der Haut! Das ist authentisch und meine Kinder dürfen sehen, dass ich auch negative Gefühle habe. Das ist in Ordnung. Sollte es mir nachher leid tun, dann entschuldige ich mich. In vielen Situationen hilft: in den Bauch einatmen. Einmal, zweimal, dreimal. Und Schweigen. Man beruhigt sich dann erstaunlich schnell wieder.

Eva
Mutter von 2 Töchtern (5 und 3)

Ich schaue darauf, dass es mir körperlich gut geht - also dass ich mich gut ernähre. Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass mir gezielte Nahrungsergänzung sehr gut hilft in meiner Mitte zu bleiben. Und dann so simple schnelle Strategien wie Durchatmen – alt, aber wirksam.

Vera
Mutter von 2 Töchtern (10 und 12)

Zeit für mich! GAAANZ wichtig! Habe ich erst mit dem zweiten Kind gelernt. Und wenn es lediglich 10 Minuten sind, ABER die dann ganz intensiv für sich nutzen – in die Wanne gehen/ Stille genießen, Musik auf Kopfhörer hören, tanzen…schlafen!

Ura
Mutter von 3 Kindern (9,6 und 3 Monate)

Ich blogge! Mir hilft es, Situationen, die nicht so gelaufen sind, wie ich es mir wünschte, aufzuschreiben. Manchmal entdecke ich dann, was schiefgelaufen ist, oder ich merke, dass es eigentlich ganz okay war. Seit ich mich von meinem Perfektionsanspruch verabschiedet habe und akzeptiere, dass das Familienleben manchmal turbulent und unperfekt ist, geht es mir definitiv besser. Und dann habe ich noch akzeptiert, dass auch ein gelegentliches „Aus-der-Haut-fahren“ in Ordnung ist.

Mirjam
Mutter von 2 Kindern (8 und 6)

Am besten eine Mini-Pause einschieben; mich mental ein bißchen rausnehmen, durchatmen; mich möglichst achtsam auf den Moment konzentrieren und nicht schon drei Schritte weiter sein im Kopf. Vielleicht eine Tasse Kaffee oder Tee 😉 Die Situation ein kleines bißchen verändern.

Lena
Mutter von 3 Kindern (2, 5 und 8)

Was mir am besten hilft, ist Vorsorge, d.h. mich um mich selber kümmern! Denn wenn ich mich genügend um mich kümmere, bin ich insgesamt einfach viel entspannter und gelassener und kann auch über den zum dritten Mal verschütteten Saft lachen. Sobald ich mich selber vernachlässige, steigt mein Stresslevel insgesamt an und in akuten Situationen hilft dann nichts mehr so wirklich und ich fühl mich super gefrustet.

Ursula
Mutter von 2 Kindern (6 und 10)

Ich atme tief durch und probiere erneut mich in mein Kind hineinzuversetzen, das hilft mir wirklich sehr. Ich verstehe viele Dinge dadurch besser, warum er das gerade macht oder warum nicht.

Sara
Mutter von 1 Kind (fast 2)

Jetzt kommen wir zur vorletzten Frage:

Wenn deine Kinder einmal (wieder) nicht hören wollen bzw. deiner Aufforderung/Bitte nicht nachkommen, wie reagierst du? Oder wie würdest du gerne reagieren?

Das kommt ganz darauf an worum es geht. Wenn ich meine Tochter darum bitte ihr Zimmer aufzuräumen und sie macht es nicht, dann lasse ich sie. Ich weiß, dass sie es dann von sich aus machen wird – und dann ist die Freude meinerseits umso größer und sie ist unglaublich stolz auf sich. Wenn wir unterwegs sind und sie hört nicht auf das was ich sage, reagiere ich spontan. Ich habe da keinen festen Plan – manchmal laufe ich dann einfach ein paar Schritte weiter, reagiere nicht gleich und wenn es eine gefährliche Situation ist, wie beim Straße überqueren nehme ich ihre Hand ob sie will oder nicht.

Nicole
Mutter von 1 Tochter (5)

Eins - zwei - drei ... siehe oben. Meine Kinder wissen dann ganz genau, dass es mir wirklich ernst ist und welche Konsequenzen ihnen blühen, wenn sie mich weiterhin großzügig ignorieren. Mach ich aber nur, wenn's wirklich pressiert - sonst käm ich ja aus dem Keifen nicht mehr raus.

Mutti
Mutter von 2 Jungs (7 und 10)

Als erstes denke ich darüber nach, wie wichtig es ist, dass meine Aufforderung/Bitte sofort erfüllt wird. Wenn es nicht wichtig ist, dann verschiebe ich das Anliegen und bitte darum, dass es später gemacht wird. Wenn es jedoch unaufschiebbar ist, dann wiederhole ich mein Anliegen noch mal deutlich, stelle sicher, dass Blickkontakt besteht und begründe auch, warum mir das wichtig ist. Das hilft in den meisten Fällen recht gut. Ich habe grundsätzlich den Eindruck, dass der Grad der kindlichen Kooperation stark davon abhängt, wie kompromissbereit ich bin. Aber natürlich gibt es immer mal wieder Situationen, in denen ich auch mal lauter werde und mich darüber ärgere. Dann versuche ich es mit einer Auszeit (für mich), um das Gemüt zu beruhigen. Das kommunizier ich dann auch so: "Wartet kurz - ich bin so ärgerlich, dass ich laut bin oder blöde Sachen sage - ich gehe mich kurz beruhigen".

Danielle
Mutter von 2 Kindern (6,5 und fast 4)

Wenn sie mich nicht hören, liegt es meistens daran, dass sie mich wirklich gar nicht hören. Weil sie sich grad auf was ganz anderes konzentrieren. Oder einfach träumen. Ich spreche sie dann mit Namen an und versuche Augenkontakt herzustellen. Und erst dann spreche ich einen Satz. Natürlich ist das langwierig und dauert wieder einen Moment. Und das nervt mich auch mal. Aber wenn einfach nur rufen nicht funktioniert, dann muss ich eben in einen engeren Kontakt gehen. Das erzeugt bei den Kindern auch Respekt – dadurch dass ich sie respektiere. Meistens verstehen die Kinder dann, was ich will. Aber ob sie es auch machen, oder ob wir erst verhandeln müssen, das steht auf einem anderen Blatt!

Eva
Mutter von 2 Töchtern (5 und 3)

Ich habe mir selbst die Grenze gesetzt, Aufforderungen nicht öfter als drei Mal zu wiederholen. Wenn sie dann noch nicht gehört und/oder befolgt werden, gehe ich „zurück an den Start“ und überlege, was ich anders machen könnte. Hab ich unklar formuliert? Konnte ich überhaupt gehört und verstanden werden? Bin ich mir wirklich sicher, dass ich das jetzt so will? Manchmal wünsche ich mich dann aber auch einfach weit weit weg auf einen einsamen Planeten … Bei immer wiederkehrenden Situationen versuche ich ein Ritual oder ein Spiel draus zu machen oder seit die Mädels älter sind, eine gemeinsame Lösung zu finden.

Vera
Mutter von 2 Töchtern (10 und 12)

Spielerisch Aufgaben verteilen. Kinder mit entscheiden lassen, bloß nicht über sie bestimmen, das fördert Bockigkeit und Trotz! Ich möchte gerne authentisch bleiben. Auch wenn ich wütend oder traurig bin.

Ura
Mutter von 3 Kindern (9,6 und 3 Monate)

Bewährt hat sich, den Kindern Zeit zu lassen, um der Bitte/Aufforderung nachzukommen. Manchmal warte ich einfach, manchmal frage ich direkt „wann machst du es?“. Meistens lohnt es sich auch zu erklären, warum ich etwas von ihnen verlange. Weitere, weniger schöne Strategien von mir sind: Schimpfen, laut werden, drohen.

Mirjam
Mutter von 2 Kindern (8 und 6)

Mich dran erinnern, dass sie eigenständige Menschen sind, die vielleicht gerade etwas anderes wollen als ich. Eine Bitte ist eine Bitte – sie kann auch mit Nein beantwortet werden. Dran denken, wie ich möchte, dass mit mir umgegangen wird und so auch mit meinen Kindern umgehen –möglichst 😉

Lena
Mutter von 3 Kindern (2, 5 und 8)

Die Frage ist für mich total schwer zu beantworten, denn wie ich gern reagieren würde, ist extrem situationsabhängig. Letztendlich handhabe ich sowas wie "nicht hören" im Alltag nach dem englischen Sprichtwort "Choose your battles" - also ich entscheide je nach Situation, ob es etwas ist, wo ich auch mal dem Kind nachgeben kann oder ob ich in dem Fall darauf bestehe. Denn auch ich bin ja nicht perfekt und fordere manchmal Dinge, die vielleicht tatsächlich in dem Moment unnötig sind. Ich hab bei meinen Kindern die Erfahrung gemacht, dass sie im allgemeinen deutlich kooperationsbereiter sind, wenn sie merken, dass ich nicht generell und immer über sie hinwegentscheide, sondern wenn sie in bestimmten Fällen mitbestimmen können.

Ursula
Mutter von 2 Kindern (6 und 10)

Manchmal gelassen, dann erkläre ich ihm, warum er das jetzt tun soll. Das funktioniert bei Max sehr gut, wenn er weiß, warum etwas gemacht werden muss, dann akzeptiert er es auch. Er versteht für sein Alter schon sehr viel und ist sehr wissbegierig. Wenn ich dann manchmal doch nicht so reagiere wie ich gerne reagiert hätte, nämlich gelassen, dann lasse ich die Situation etwas später Revue passieren und überlege mir, wie ich es hätte besser machen können. Dann weiß ich, wenn die Situation nochmals auftritt, wie ich reagieren möchte und meist gelingt das dann auch.

Sara
Mutter von 1 Kind (fast 2)

Jetzt hast du bis zur letzten Frage durchgehalten, die folgendermaßen lautet:

Wenn du Eltern nur einen Rat für ihren Alltag mit Kind auf den Weg geben könntest, welcher wäre das?

Puh das ist eine gute Frage! Ich würde sagen: bestärkt euer Kind in seinen Träumen, ihr müsst es nicht erziehen – ihr dürft es begleiten - und lebt ihm Dankbarkeit und Liebe vor!

Nicole
Mutter von 1 Tochter (5)

Sich selbst nicht so ernst nehmen und sieben auch mal gerade sein lassen. Und natürlich: Perfektion ist ein Mythos!

Mutti
Mutter von 2 Jungs (7 und 10)

Nur einen einzigen? Puh... Mit Kindern funktioniert sowieso nie das, was man sich vornimmt. Deshalb ist es leichter, die Dinge anzunehmen, wie sie kommen und das Beste draus zu machen. Kurz: Go with the flow!

Danielle
Mutter von 2 Kindern (6,5 und fast 4)

Dein Kind liebt dich unendlich und meint nichts böse. Versuch dich in seine Lage zu versetzen, das vermeidet sehr viele Konflikte.

Eva
Mutter von 2 Töchtern (5 und 3)

Kinder haben kein Recht auf perfekte Eltern, sie könnten sonst von niemandem lernen, wie man einen Fehler wieder ausbügelt oder sich entschuldigt!

Vera
Mutter von 2 Töchtern (10 und 12)

Habe ich meist schon oben geschrieben… Grundsätzlich aber: Habe keine Erwartungen UND Nimm nichts persönlich!!! 😀

Ura
Mutter von 3 Kindern (9,6 und 3 Monate)

Stellt nicht den Anspruch, das Familienleben müsse perfekt sein. „Gut genug“ reicht und ist lebensbejahender.

Mirjam
Mutter von 2 Kindern (8 und 6)

Bezieht die Kinder mit ein, kommuniziert mit ihnen; sagt ihnen, was Ihr vorhabt – nur dann können sie auch wirklich kooperieren, und das wollen sie ja eigentlich.

Lena
Mutter von 3 Kindern (2, 5 und 8)

Ohne Chaos geht es nicht! (Das ist übrigens auch der Titel von einem Buch, das mir SEHR geholfen hat, meine Einstellung zu Kindern und Familie zu überdenken.)

Ursula
Mutter von 2 Kindern (6 und 10)

Versetzt euch in euer Kind, dann seht ihr die Welt mit anderen Augen.

Sara
Mutter von 1 Kind (fast 2)

Abschlussgedanken:

Nun hast du eine Fülle an (neuen?) Ideen an deiner Hand. Ich wünsche dir, dass der ein oder andere Trick genau der richtige für dich ist, um Gelassenheit zu lernen und deinen Alltag mit Kind ein wenig enspannter zu machen, sodass dein Vormittag ungefähr so verläuft: (zumindest das ein oder andere Mal...)

Es ist wieder Mittag. Du fühlst dich gut und ruhst in dir.

Am Morgen hattet ihr ein entpanntes Frühstück. Darüber hinaus haben sich deine Kinder selbständig angezogen, so dass du sogar Zeit hattest, die Spülmaschine in der Zeit auszuräumen. Ihr habt es geschafft, ohne Schimpfen UND rechtzeitig aus der Türe hinaus zu kommen.

Glücklich und zufrieden kommst du zu Hause an und denkst an deine wundervollen Kinder und was für ein Glück du hast, sie zu haben.

Ich wünsche Dir viel Energie, Humor, Geduld und Gelassenheit für deinen Alltag mit Kind und dass immer mehr Leichtigkeit in euren Alltag einzieht!​

Brauchst du gerade mehr Gelassenheit in Konfliktsituationen mit deinen Kindern?

Mich haben die Konflikte mit meinen Kindern früher schwer beschäftigt und ich habe mir selbst mein Leben schwerer gemacht, weil ich es einfach nicht schaffte, aus meinem Verhaltensmuster in Konfliktsituationen auszusteigen.

Bis ich auf einen wundervollen Videokurs gestoßen bin:

Ich habe an einem genialen online Video-Kurs zur positiven Konfliktbewältigung mit Kindern teilgenommen. Ich war und bin so begeistert davon, dass ich mir noch ein Jahr später (immer mal wieder) diese Videos anschaue, um das Gelernte noch weiter zu vertiefen und es weiterhin im Alltag umzusetzen.

Ich bin ein begeisterter Fan geworden, weil dieser Kurs meine Einstellung zu Konflikten nachhaltig und positv verändert hat.

Vielleicht willst auch du dir diesen Kurs (Konfliktnavigator) gönnen oder schenken lassen*, um deinen Alltag wieder friedlicher werden zu lassen?

In diesem kostenlosen Einführungswebinar* (=online Seminar) kannst du schauen, ob es etwas für dich ist!​

das ist ein Affiliatelink. Ich habe diesen Kurs gekauft für mich selbst und nur weil er mein Leben so positiv beeinflusst hat, habe ich mit dem Konfliktexperten Kontakt aufgenommen, ob er mich als Affiliate haben möchte!

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