Hast du nicht erst gestern das Kinderzimmer aufgeräumt, die Spielsachen schön in Boxen sortiert und dich über die Ordnung im Kinderzimmer gefreut?

Nur um einen Tag später Angst davor zu haben, einen Blick ins Kinderzimmer zu werfen?

Kleidung, die aus dem Schrank gezogen wurde auf der Suche nach dem Lieblingspulli, liegt verstreut auf dem Teppich.

Dazwischen liegen gefühlte 1000 kleine Edelsteine und andere Schätze deines Kindes, von denen es sich nicht trennen kann und NORMALERWEISE in einer Schatzkiste aufbewahrt werden sollten.

Um das Chaos perfekt zu machen, liegen auch ganz viele einzelne Dinge im ganzen Kinderzimmer verstreut. Ein Ball hier, eine Barbiepuppe dort, einzelne Utensilien zum Verkleiden und gesammelte Werke deines Kindes.

Wenn du dich traust in Gegenwart deines Kindes das Wort "Aufräumen" zu nennen, könntest du es bereuen:

  • "Mama, das ist so viel, das schaffe ich nie im Leben!" (in weinerlicher Stimme, gefolgt von bitterem Schluchzen)
  • "Neeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeein, ich räume nicht auuuuuuuuuuuuuuuuuuuuf"
  • ----------- (soll heißen: du wirst ignoriert)
  • "Ich habe gesagt, ich will NICHT AUFRÄUMEN!"

Tja, Kinderzimmer aufräumen - wie schaffst du diese Herausforderung?

Noch wichtiger die Frage: Wie schaffst du es, ohne völlig entnervt alles selbst aufzuräumen oder das Chaos so zu lassen wie es ist?

Kinderzimmer aufräumen leicht gemacht - Kinder lieben es und Eltern schonen ihre Nerven!

Meine allerbeste Investition für die Ordnung im Kinderzimmer war eine große flache Box, die man unter die Kinderbetten schieben konnte.

In diese Kiste dürfen die Kinder alle ihre Schätze und Einzelspielsachen hineingeben. Meine Kinder lieben es, weil sie einfach nur die Box aufmachen und alles dort hineintun können - ohne aufstehen zu müssen, um das Spielzeug in Regalen, unterschiedlichen Behältern oder anderweitigen Systemen unterzubringen.

Ich höre dich schon aufschreien: "Das wird ja ein heilloses Durcheinander!"

Ich habe zuvor ganz bewusst "Schätze und Einzelspielsachen" geschrieben, denn das ist es, wozu die Box bei uns benutzt wird. Nicht als Aufbewahrung für alle herumliegenden Spielsachen, sondern für Dinge und Spielsachen die in zu kleinen zusammenpassenden Mengen sind, um dafür eine ganze Box zu haben.

Was in die flache Box hineingehört:

  • einzelne Verkleidungsutensilien - wenn man nicht so viele hat, dass man eine richtige Verkleidungskiste macht
  • gesammelte unterschiedliche Schätze (Steine, Kastanienmännchen, Glitzerband, farbige Knöpfe...)
  • Spielsachen, von denen es nur eines oder wenige gibt (ein Bagger, ein Ball, zwei Kugeln, eine Rassel, zwei Autos...)
  • einzelne Rollenspieluntensilien, wenn man nicht so viele hat, dass man eine Rollenspielkiste macht (Geldbeutel, Tasche, Tuch)

Was NICHT in die Box gehört

  • die Holzeisenbahn
  • die Kochutensilien der Kinderküche
  • jede Menge Bausteine
  • viele Legos
  • Bücher
  • Puzzleteile
  • Tischspiele
  • Bastelmaterialien

Und was machst du mit den Dingen, die nicht in die Box gehören?

Wenn dein Kind von einer Sache viele Teile hat, dann kommen diese in eine eigens dafür vorgesehene Box. Eine Box für alle Schienen und Züge. Eine Box für alle Bausteine. Eine Box für alle Tiere usw.

Dafür empfehle ich dir, einzelne Behälter zu besorgen (entweder durchsichtig, dass dein Kind den Inhalt sofort erkennen kann oder du machst Aufkleber oder Ähnliches drauf, damit dein Kind weiß, was in jede Box hinein gehört).

Wie diese Box deine Nerven schont

Kinder räumen lieber auf, wenn sie wissen, dass es schnell gehen wird. Beim ersten Chaos helfe ich mit - vor allem wenn es darum geht, Dinge an ihren Platz zu räumen, die NICHT in die Box unterm Bett gehört. Das kannst du auch spielerisch machen.

Wenn danach "nur" noch das Einzelstücke Chaos vorherrscht, dann kannst du deinem Kind sagen: "So, jetzt geht es gleich ruckzuck und du bist fertig mit Aufräumen. All die Dinge darfst du nun in deine Box geben, Deckel drauf, unters Bett und fertig" (das mit freudiger Stimme verkündet, motiviert nochmal extra)

Dein Kind wird also lieber Kinderzimmer aufräumen helfen und du ersparst dir Nacht-und-Nebel-Sortier-und-Aufräumaktionen und hast so vielleicht Zeit, dir einmal eine Tasse Tee zu gönnen - anstatt für deine Kinder aufzuräumen. Das heißt jetzt aber nicht, dass dein Kind das Aufräumen so lieben wird, dass alles von selbst und ohne Protest vonstatten geht :-)!

Den Protest wird es immer wieder mal geben. Aber der Widerstand meiner Kinder ist geringer, wenn ich sage, dass wir gemeinsam Ordnung ins Kinderzimmer bringen.

Und wenn die Box unterm Bett überquillt?

Dann wird es leider Zeit für ein Aussortieren... Vielleicht lässt du dein Kind entscheiden, was es aus dieser Box noch braucht. Oder du räumst die Sachen weg, mit dem dein Kind schon Ewigkeiten nicht mehr gespielt hat. Oder ihr einigt euch darauf, dass die Hälfte der Sachen in eine Kiste kommt, die im Keller aufbewahrt wird. Dann können die Sachen auch ausgetauscht werden, falls sie überhaupt vermisst werden.

Fazit

Auch mit der Ordnungsbox wird es nicht dauerhaft ordentlich im Kinderzimmer sein ;-). Nur das Aufräumen geht an vielen Tagen etwas einfacher bzw. mit weniger Widerstand.

Bei mir müssen die Kinder ihr Kinderzimmer auch nicht jeden Abend aufräumen. Nur die restliche Wohnung wird aufgeräumt.

Wie handhabst du das Aufräumen der Kinderzimmer?

Hat dir dieser Artikel gefallen, dann schaue dir meine Aufräumspiele an!

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