26. Juli 2016

Diese 5 Time-Tools machen dich zu einer glücklicheren Spagat-Mutter! Und was dies mit deinen Räumen zu tun hat.

Die Artikelserie "Beruf und Familie" neigt sich dem Ende zu. Heute kommt Joana zu Wort und sie hat 5 Tipps für dich, wie du deine Räumlichkeiten für dich nutzen kannst, um die Herausforderungen, die Job und Kinder mit sich bringen, besser zu meistern:

Du trägst verantwortungsbewusst zum Lebensunterhalt deiner Familie bei. Gleichzeitig sorgst du dich um die Zuwendung deiner Kinder. Nicht selten fühlst du dich dabei grossem zeitlichen Druck und Stress ausgesetzt. Das schlechte Gewissen plagt dich wie ein lästiger Begleiter, deine Nerven liegen oft blank.

Als sogenannte Spagat-Mutter grätscht du zwischen Family-Life und Job-Mandat hin und her, reisst dir fast ein Bein aus. Ein Spagat ist eine sportliche Höchstleistung!

Ich praktiziere diese doppelte Herausforderung seit 5 Jahren als Teilzeit-Innenarchitektin. Ich weiss, nicht nur Übung macht die Meisterin, sondern vor allem Einfachheit:

Entdecke die ungeahnten Kraftquellen deiner Räume, indem Du sie auf grösstmögliche Unterstützung für deinen Spagat-Alltag trimmst.

5 Tipps für die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Struktur ist die halbe Miete

Wenn du mehr Zeit mit aufräumen, putzen und „Dinge suchen“ verbringst, als wertvolle Minuten mit deinen Liebsten auszukosten, widme dich der Ordnung.

„ Alles hat einen Platz, alles hat seinen Platz!“

Im Kinderzimmer ist es ratsam, grosse Boxen mit Spielzeug einzuführen. Kinderkram verschwindet darin in Sekundenschnelle und bändigt das Sammelsurium. Ich empfehle Petras Aufräumspiele.

So verbringst du mit deinen Kindern unbezahlbare Zeit und ihr habt sogar noch Spass dabei.

Alle Familienmitglieder sollten in den Haushalt einbezogen werden, z.B. mit Hilfe eines Ämter-Wochenplans. Je älter und selbständiger deine Kinder sind, desto weniger bleibt an dir hängen. Lege bereits im Kleinkindalter den Grundstein für gewissenhaftes Mitdenken und Helfen. Kleine Kinder helfen gerne mit, für sie ist es wie spielen. Teile dir ebenso mit deinem Partner auf, wer welche Tätigkeiten übernimmt.

Du sehnst dich nach Ruhe – dein Auge auch! Achte im Schlafzimmer, deiner Oase für Entspannung, auf geschlossene Schränke. Lass' keine Kleider, Medikamente oder Krimskrams herumliegen. Ein integrierter Büroplatz lenkt hier ebenso ab. Wie willst du zu deinem wohl verdienten Schlaf kommen, wenn Unerledigtes herumliegt?

Reduziere im Wohnzimmer Spielzeuge und sehr persönliche Sachen von allen Familienmitgliedern. Jeder hat sein Zimmer, um Habseligkeiten aufzubewahren. Wenn spontan Besuch kommt, müssen nicht erst Socken aufgesammelt und Bauklötze aus dem Weg befördert werden. Dinge, die auf dem Boden liegen, signalisieren unserem Unterbewusstsein Chaos. Das Wohnzimmer als Gemeinschaftsraum bringt die Familie zusammen. Aufbewahrt werden hier Gegenstände, die jeder gerne nutzt, wie Gesellschaftsspiele und Bücher.

Grenzen setzen und Energielöcher stopfen

Dein Job-Projekt muss fertig gestellt werden, aber die eingeplante Zeit reicht nicht? Also muss das Wochenende oder dein wohlverdienter Feierabend dafür herhalten? Genau dann möchtest du doch mit deiner Familie schöne Stunden verbringen. Lass dich nicht aus deiner Bahn bringen. Sei ehrlich mit dir, setze Prioritäten.

Familie und Job zur gleichen Zeit am gleichen Ort – das funktioniert nicht ohne inneren Stress. Für qualitativ hochwertigen Output im Job, braucht es deinen vollsten Fokus.

Ebenso haben deine Kinder es verdient, dich 100% für sich zu haben, wenn Familienzeit angesagt ist. Ziehe bewusst die Grenze, damit keine deiner beiden Spagat-Inseln zu kurz kommt mit den jeweiligen Bedürfnissen. Sage klar „Nein“, sobald du spürst, dass es dir zu viel wird. Wenn du deinem Umfeld deutlich deine Grenzen aufzeigst, signalisierst du Selbstbewusstsein und Kompetenz. Du strahlst diese aus, wirst ruhiger und gelassener.

Schau dir hierzu deine Räume an. Idealerweise praktizierst du dein Home-Office in einem separaten Raum. Dort kannst du deine Projekte auf dem Tisch liegen lassen kannst. Deine Kinder sollten sich keinesfalls an deinem Pult bedienen oder darauf entfalten dürfen, denn dein Home-Office ist DEIN Ding.

Ist dies platztechnisch nicht möglich, organisiere dir - dem Auge zu Liebe - geschlossene Schränke für dein Material. Räume nach getaner Arbeit alles beiseite, unerreichbar für flinke Kinderhände und für eine ruhigere Atmosphäre.

Ausgleich für dich als Krafquelle

Schenke dir unbedingt einmal pro Woche Zeit nur für dich, ohne Kinder, ohne Partner.

Geh in einen Fitnesskurs, gönn dir eine Massage oder fröne deinem liebsten Hobby – etwas, das dir Energie schenkt und dir im höchsten Masse gut tut.

Dein Zuhause sollte in deiner extra freigeschaufelten Ich-Zeit nicht angefasst werden. Finger weg vom Feudel. Du organisierst dir doch bitteschön keine Hüte-Unterstützung, damit du ungestört putzen kannst. Schäm dich nicht, wenn du die Hausarbeit nicht schaffst.

Du willst allem gerecht werden? Befreie dich aus der Perfektionismus-Falle!

Wenn du unliebsame Tätigkeiten, die gemacht werden müssen, abgibst, hast du mehr Zeit für dich und die Familie. Organisiere dir eine Putzfee, die die Raumkosmetik für Euch regelmässig übernimmt.

Wenn dich Putzen jedoch entspannt und dir hilft runterzukommen, dann zelebriere dies: Dreh deine Power-Musik auf und tanze dabei durch deine vier Wände.

Netzwerk aus Frauen als Power für gegenseitige Wertschätzung

Vielen anderen Frauen geht es wie dir. Suche dir Frauen, die dich verstehen. Tauscht euch aus, hört einander zu und gebt euch Ratschläge. Erzählt euch eure Wünsche und inspiriert euch gegenseitig.

Eigene Freundschaften sind wichtig. Das Pflänzchen der Freundschaft will ebenso gegossen werden wie die Blume der Beziehung zu deinem Partner. Der Partner an deiner Seite hat nicht immer ein offenes Ohr. Dann tut es gut, sich Seelenbalsam bei Frauen zu holen.

Ein weiterer wertvoller Nutzen ist, dass du dich mit anderen Frauen bezüglich Kinderhüten, Mittagstisch oder Ferienaktivitäten organisieren kannst. So baust du eine weitere vertrauensvolle Quelle auf, die dir in Notfällen den Rücken freihält.

Ist Dein Nest offen für Freunde? Lädst du ein und wirst du auch hin und wieder eingeladen, fühlen sich Freunde bei euch wohl?

Schau bewusst den Eingangsbereich an – ist dieser frei und offen empfangend oder wird man begrüsst von einer überfüllten Garderobe, herumliegenden Schuhen, Mützen, Halstüchern? Wenn du selber Freude daran hast dein Zuhause zu betreten, ist das ein gute Voraussetzung, um Offenheit und Gastfreundlichkeit auszustrahlen.

Geheim-Tipp: Erschaffe dir einen Ort der Kraft

Ob daheim oder draussen in der Natur, suche dir einen Ort, wo du DU sein darfst, mit deinen Bedürfnissen, deinen Ängsten, deinen Wünschen. Nimm diesen ein und gestalte ihn.

Vielleicht musst du erst dafür Platz machen in deinem Inneren. Es kann sein, dass du dir bisher nicht eingestanden, dass du auch Raum einnehmen darfst - nicht nur deine Kinder, dein Partner, die Haustiere. Auch du darfst dir daheim dein kleines Reich einrichten.

Dies könnte ein Hobbyraum, ein Gartenbeet oder ein „Mama-Altar“ mit Fotos, einer Kerze, deinem Tagebuch, einem schönen Bild, sein. Eine Relax-Liege im Wohnzimmer lässt dich mit einer Tasse Tee für ein paar Minuten auftanken.

Kraftvolle Naturplätze bewirken ebenso wahre Wunder. Ist das ein bestimmter Baum, ein Wasserfall, eine Bank am See, die dich ansprechen?

Die Natur mit seinen belebenden Geräuschen, den satten Farben, den wohltuenden Düften laden dich ein, deine Batterien aufzufüllen und deine Seele baumeln zu lassen. Berühre einmal einen Baumstamm mit deinen Händen, halte kurz inne. Auf dich wartet das Hier & Jetzt.

Fazit: Zeit für dich – Zeit zum Leben!

Einfachheit ist der Schlüssel für Leichtigkeit.

Je weniger Dinge du besitzt, desto weniger steht herum, muss aufgeräumt, gepflegt, repariert oder gesucht werden. Vereinfache deinen Haushalt, soweit du kannst. Hole dir Hilfe bei unliebsamen Aufgaben, organisiere dich und deine Räume. Vernetze dich mit Frauen, nimm dir Zeit und vor allem Raum nur für dich. Wenn du glücklich bist, ist es deine Familie auch.

Wir sehen uns im Atelier Glüxkind,

Deine Joana

Über die Autorin


Joana ist Mutter von zwei Glüxkindern, Innenarchitektin, Kraftbildkünstlerin und Spagat-Mütter-Coach. Sie unterstützt berufstätige Mütter dabei, ihren Raum innen wie aussen für sich zu finden, diesen einzunehmen und bewusst zu gestalten – für mehr Leichtigkeit und Lebensfreude.

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