4. Dezember 2016

Wie ich Familie und Beruf(ung) unter einen Hut bekommen habe

Heute teile ich mit dir meinen ganz persönlichen Werdegang, der hinter KLEIN WIRD GROSS steckt. Ich erzähle dir von meinem Weg von einer Vollzeit-Nanny zur selbständigen Unternehmerin, die nur halbtags arbeitet, damit sie nachmittags für ihre Kinder da sein kann:

Mir war immer klar, dass ich nicht mehr Vollzeit als Nanny/Erzieherin arbeiten werde, sobald ich selbst Kinder habe.

Als Nanny liegen die Arbeitszeiten meist Nachmittags und Abends, was sehr schlecht vereinbar ist mit einer eigenen Familie.

Als Erzieherin halbtags im Kindergarten zu arbeiten, war jedoch auch keine Option für mich. Ich hatte einfach Angst, dass ich meine ganze Energie, Gelassenheit und Geduld in andere Kinder stecke und nachmittags keine Kraft mehr übrig habe für meine eigenen Kinder.

Keine beruflichen Zukunftsaussichten

Somit stand ich ab Herbst 2010 - als meine Tochter geboren wurde - ohne berufliche Zukunftspläne da - dafür mit einem wundervollen Baby für das ich gerne und aus voller Überzeugung die nächsten 3 Jahre zu Hause blieb.

Nach zweieinhalb Jahren zu Hause mit Kind - schwanger mit Kind 2 - regten sich die ersten beruflichen Zukunftsgedanken.

Mein Wunsch, Eltern in ihrem Alltag mit Kind zu unterstützen, wurde immer stärker.

Der Gedanke daran war mir nicht neu - schon mit Mitte 20 habe ich mich gefragt: "Warum muss man einen Führerschein machen, um Auto fahren zu dürfen - aber bekommt keine Unterstützung, wenn es darum geht, Kinder auf ihrem Weg zu begleiten?"

Diese Frage tauchte im Laufe der Jahre immer wieder in meinen Gedanken auf und ich wusste schon vor meinen Schwangerschaften und danach verstärkt als Mutter, dass ich eines fernen Tages Eltern in irgendeiner Form unterstützen möchte.

Ich wusste nicht wie oder wo oder wann - nur dass ich es machen werde.

Schwanger mit Kind 2, mit dem klaren Wunsch, andere Eltern auf dem Weg mit ihrem Kind zu unterstützen, kam der Stein ins Rollen...

Der Stein kam ins Rollen

Ich nahm mich der mir zugefallenen Möglichkeiten an, auch wenn mir bei manchen davon Angst und Bange wurde:

Der erste Zufall - die erste Möglichkeit im Frühjahr 2013:

  • Eine Freundin kam auf die Idee, dass wir uns zusammentun könnten, und eine Webseite mit Blog ins Leben rufen sollten.
  • Gesagt und getan. Zur Hälfte zumindest. Die berufliche Situation meiner Freundin hatte sich verändert und sie musste aus unserem Projekt frühzeitig wieder aussteigen. Sie half mir jedoch, meinen ersten Blog (auf einer WordPress-Domain) aufzusetzen.
  • Kurz vor der Geburt meines zweiten Kindes - im Sommer 2013 ging der erste Artikel auf KLEIN WIRD GROSS online. Seitdem blogge ich regelmäßig über Alltagsthemen mit Kind.

Der nächste Zufall - die nächste Möglichkeit kam im Herbst 2014:

  • Eine andere Freundin informierte mich, dass ein Familienzentrum eine ehrenamtliche Mitarbeiterin für Elternkurse sucht. Ich stellte mich dort vor, wurde ausgewählt und stürzte mich in die Vorbereitungen, den Kurs inhaltlich zu füllen.
  • Ich merkte, dass es für junge Eltern sehr schwierig ist, zu den Elternkursen zu kommen - auch wenn sie liebend gerne daran teilgenommen hätten. Krankheit des Kindes, Kinderbetreuungsschwierigkeiten oder andere Verpflichtungen hielten sie fern.
  • Das bestärkte mich darin, KLEIN WIRD GROSS weiter auszubauen - da meine Webseite für alle Eltern und zu jeder Zeit zu Hause verfügbar ist und ich stellte mich mutig der Herausforderung, meinen Blog auf eine eigene Domain umzuziehen: kleinwirdgross.de

Der dritte Zufall - die dritte Möglichkeit kam im Frühling 2015 in meine Email-Inbox geflattert:

  • Ein anderer Blogger veranstaltete eine Kindle-Challenge: Ein E-Buch für Amazon in einem Monat schreiben.
  • Ich wusste nicht, ob ich das Zeug dazu hatte, ein Buch zu schreiben und auch hatte ich keine Ahnung, worüber genau ich ein Buch verfassen sollte. Das Einzige was ich wusste und mir half meine Zweifel und Angst hinter mir zu lassen: Auf diesem Wege kann ich Eltern zeit- und ortsunabhängig unterstützen und eine noch größere Zahl an Eltern erreichen. Also drückte ich auf den Button "Teilnehmen an der Kindle Challenge"
  • Ich schrieb mein Buch "Die Trotzphase - verstehe dein Kind in dieser Zeit,  begleite es wertschätzend und lass den Sturm an dir vorüberziehen" nicht in einem sondern in drei Monaten und drückte im Juni 2015 auf den Amazon E-Buch Veröffentlichen-Button. Das war ein aufregender Tag. Dank der Unterstützung von Freunden und KLEIN WIRD GROSS Leser/innen war es auch ein erfolgreicher Tag. Mein E-Buch war nach 24 Stunden auf Platz 1 in meiner gewählten Unterkategorie!

Bis zu diesem Tag habe ich für die Unterstützung von Eltern kein Geld erhalten (kostenloser Blog für Eltern, ehrenamtliche Elternkurse). Das war o.k. für mich, weil ich den starken Wunsch hatte, "Mit-Eltern" mit meinem Wissen und meiner Erfahrung als Erzieherin, Nanny und Mutter zu helfen.

Trotzdem war es unglaublich schön, nach 2 Jahren kostenlosen Helfens auch Geld mit dem zu verdienen, was ich der Welt von mir schenken möchte! Zugegeben, es war nur ein Taschengeld - aber immerhin 🙂

Der vierte Zufall - die vierte Möglichkeit kam im Sommer 2015 in meine Email-Inbox geflattert:

  • Ich gewann die Teilnahme in dem Kurs "Dolce-Vita" - wie man Onlinekurse macht.
  • Ich entwickelte einen Kurs für Eltern, mit Hilfe dessen sie ihren eigenen Weg in der Erziehung ihrer Kinder finden und umsetzen können. Daraus enstand später mein E-Arbeitsbuch: "Der ElternKompass"

Der fünfte Zufall - die fünfte Möglichkeit kam im Herbst 2015:

  • Wieder eine andere Freundin, die vollkommen begeistert von meinem Trotzphase E-Buch war, lies nicht locker und erwähnte immer wieder, dass ich dieses E-Buch unbedingt als Taschenbuch verfügbar machen muss.
  • Also entschloss ich mich im Herbst 2015  genau das zu tun.

Diese Entscheidung hob meinen Wunsch, Eltern auf ihrem Weg zu unterstützen auf ein ganz anderes Level! Ich erreichte ungeahnt viele Menschen mit meinem Trotzphase-Taschenbuch und erhielt ganz wundervolles Feedback von fremden Menschen.

Der Weg zur Kleinunternehmerin

Im April 2016 - fünfeinhalb Jahre nachdem ich ohne berufliche Zukunftspläne dastand - füllte ich meine Formulare für die Selbständigkeit aus.

Mein Gedanke, mein Wunsch, Eltern auf ihrem Weg mit Kind zu unterstützen ist nicht nur Wirklichkeit, sondern ist zu meinem(r) Beruf(ung) geworden:

  • Mit einem großen Traum/Vision vor Augen
  • Mit dem festen Glauben daran, dass ich es schaffe werde - auch wenn ich das "wie ich dorthin komme" noch nicht kannte.
  • Mit dem Aufgreifen der mir zugefallenen Möglichkeiten - trotz Unsicherheit, Angst und Zweifel, die sich in meinem Inneren regten.
  • Mit der Planung von Projektzielen (Trotzphase-Buch, ElternKompass)
  • Mit der Planung von Jahreszielen für 2016 und davon abgeleiteten Monats- und Wochenzielen.

Bei der Planung halfen mir die Planungskonzepte anderer Blogger. Heute gibt es sogar ein Arbeitsbuch dafür: "Mein bestes Jahr". Das hilft Menschen, sich über ihre privaten sowie beruflichen Ziele klar zu werden mit den unterschiedlichsten Übungen. Daraus werden dann Jahres-, Monats-, Wochen- und Tagesziele abgeleitet.

Ziele für 2017 finden

Meine Ziele für 2017 durfte ich mithilfe des Buches "Mein bestes Jahr 2017 Business Book für selbständige Frauen" finden und festlegen.

Erst das Aufschreiben und Beantworten der Fragen im Buch haben mir ganz klar gezeigt, welche weiteren Visionen/Ziele in mir schlummern und in welche Richtung ich weitergehen möchte.

Das Buch hat mich inspiriert, weiterhin über mich hinauszuwachsen. Ich bin vorbereitet - 2017 kann kommen 🙂

Welche Wünsche, Träume, Visionen oder Ideen schlummern in dir?

Welche Ziele, Ideen, Träume oder Visionen sind in dir versteckt? Gerade die Zeit vor dem neuen Jahr eignet sich ganz wunderbar dafür, zurückzublicken und nach vorne zu blicken.

Wo siehst du dich am Ende des Jahres 2017 oder in 5 Jahren? Was möchtest du der Welt von dir zeigen oder geben?

Du musst nicht wissen wie es geht oder wie du es anstellst. Der erste Schritt ist immer dein Ziel bzw. deine Vision.

Was ist deine Leidenschaft? Was möchtest du in die Welt hinaustragen. Du kannst es mir gerne in den Kommentaren schreiben!

Brauchst du Hilfe bei deiner Planung, um deine Ziele Wirklichkeit werden zu lassen?

Falls du auch ein Planungstyp bist oder werden willst, kannst du dir hier ein paar Übungen aus dem Buch "Mein bestes Jahr" herunterladen und ausfüllen, um deinen Träumen einen Schritt näher zu kommen.

Übungen aus dem Life-Work-Buch

Übungen aus dem Business Buch für selbständige Frauen

Mit diesem Beitrag nehme ich auch an der Blogparade "Mein bestes Jahr" teil. Und weitere Artikel findest du hier:

Bei Mütterimpulse, bei Ellasibel und bei Gabriele Marcks.


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