27. Oktober 2017

Wie du dem kindlichen Bedürfnis nach Aufmerksamkeit nachkommst

Im Oktober gab es wieder einen Monatsfokus, den viele Klein wird GROSS Leserinnen übernommen haben. In diesen Monatsfokus-Themen geht es darum, dass jeder der mitmacht, sich einen Monat lang darauf konzentriert, dieses Thema so gut wie möglich in seinem Familienalltag umzusetzen.

Im letzten Monatsfokus  ging es darum, hinter das auffällige Verhalten des Kindes zu blicken und zu schauen, wie ​man selbst die Situation anders gestalten könnte, sodass ​das Kind kein auffälliges Verhalten zeigen muss. Genaueres kannst du hier nachlesen. 

Was hinter dem auffälligen Verhalten steckt

Mir ist aufgefallen, dass meine Kinder meistens „auffälliges Verhalten“ zeigen, wenn sie sich nicht beachtet oder verstanden fühlen.

Kinder haben ein Bedürfnis nach Aufmerksamkeit und wollen gesehen, gehört und verstanden werden. Fühlen sie sich jedoch nicht gesehen, gehört und verstanden von uns als Eltern, entwickeln sie Strategien, um ​doch irgendwie unsere Aufmerksamkeit zu ​bekommen.

​So könnte eine kindliche Strategie​ aussehen:

  • ​​Meine Mama liest meiner Schwester ein Buch vor. Ich fühle mich unbeachtet. Um das zu ändern, schubse ich immer wieder das Buch mit meiner Hand. Dann schauen mich beide an und sie beachten mich wieder.
  • ​Ich habe meine Mama nie für mich alleine – immer ist mein Bruder da. Ich schupfe meinen Bruder weg und brülle ihn an, dass er weggehen soll, sodass  Mama mit mir alleine spielt. Ich will, dass meine Mama merkt, dass ich allein mit ihr sein möchte.

Daraus ergibt sich das neue Monatsfokus-Thema für den November:

​Ich möchte dieses Mal ein Experiment starten:

Was passiert, wenn ich im November meinen Fokus darauf lege, meine Kinder ganz bewusst (also verstärkt) zu sehen, zu hören und zu versuchen, sie wirklich zu verstehen?

Ich möchte das Sehen, Hören und Verstehen zu meiner absoluten Priorität machen – einen Monat lang.

Das könnte sich in folgenden Situationen zeigen:

​Sehen: Wenn ich auf mein Kind blicke, dann möchte ich in meinen Blick die Freude und Liebe über das Zusammensein mit ihm transportieren – anstatt es nur kurz anzublicken und dann wieder das weiterzumachen, was ich gerade getan habe.

Hören: Wenn mein Kind mit mir reden möchte, während ich etwas anderes tue, dann werde ich mich meinem Kind zuwenden, es ansehen und mit beiden Ohren zuhören – anstatt nur mit halbem Ohr und dabei weiter hantieren.

Verstehen: Anstatt zu jammern, nörgeln oder zu schimpfen möchte ich mein Kind verstehen. Ich möchte nachfragen, warum es etwas getan (oder nicht gemacht hat) anstatt zu verurteilen.

Die Veränderung des Blickwinkels:

Ich möchte mit diesem Monatsfokus meinen Blickwinkel von dem Beschäftigt sein, dem Abarbeiten der To-do-Liste hin zum Sehen, Hören und Verstehen meiner Kinder wechseln, um ihnen ​verstärkt das sicher geborgene Gefühl zu vermitteln: Ich bin für ​dich da. Ich sehe, höre und verstehe ​dich. ​Du kannst zu mir kommen und deine Gefühle frei mitteilen.

Ich könnte mir vorstellen, dass dieser Fokus-Monat die „Aufmerksamkeits-Bedürfnis-Batterie“ meiner Kinder wieder vollmacht. Dadurch gibt es ​weniger Kämpfe um meine Aufmerksamkeit. ​

​Bist du (wieder) mit dabei?

Jetzt interessier​en mich zwei Punkte:

​Erstens: Bist du mit dabei, dein Kind verstärkt zu sehen, zu hören und zu verstehen?

Zweitens: ​Falls du ​beim letzten Monatsfokus mitgemacht hast, würde mich interessieren, was du entdeckt hast, was hinter dem „auffälligen Verhalten“ deiner Kinder steckte und wie du die Situation verändert hast.

Hinterlasse mir bitte einen Kommentar, ich freue mich riesig, wenn wieder ganz viele mit dabei sind!

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