5. Dezember 2017

Lebe deinem Kind wertschätzendes Sprechen vor

Im November gab es wieder einen Monatsfokus, den viele Klein wird GROSS Leserinnen übernommen haben.

In allen Monatsfokus-Themen geht es darum, dass jeder, der mitmacht, sich einen Monat lang darauf konzentriert, dieses Thema so gut wie möglich in seinem Familienalltag umzusetzen.

Im letzten Monatsfokus ging es darum, die Kinder ganz bewusst (also verstärkt) zu sehen, zu hören und zu versuchen, sie wirklich zu verstehen. Genaueres kannst du hier nachlesen

Beim genauen Zuhören und Zusehen ist mir eine Sache aufgefallen, an der ich diesen Monat weiterarbeiten möchte. Du fragst dich, was diese Sache ist? Darauf komme ich bald zurück.

Zuerst möchte ich dir meine Beobachtung mitteilen und vielleicht erkennst du dich in dieser Beschreibung wider:

Ich sehe, wie mein ältestes Kind auf sein Geschwisterkind einredet und dabei immer energischer wird, aber nicht zuhört, was ihr Bruder will.

Sie hält auch nicht inne, um in seinem Gesicht oder seiner Körpersprache zu lesen, dass er sich gerade eingeschüchtert fühlt und gar nicht weiß, wie und ob er seine Meinung kund tun darf.

Während ich diese Situation beobachte, wird es mir ganz heiß und mir fällt es wie Schuppen von den Augen:

Meine Große gibt das an ihren Bruder weiter, was sie zuvor auch schon erlebt hat. Nämlich, dass der Größere das Sagen hat und der Kleinere zu gehorchen hat.

Diese Situation wird sie in ihrem Umfeld schon öfter erlebt haben, aber auch ich lebe ihr das  leider hin und wieder vor, wenn ich nach einem anstrengenden Tag mit streitenden Kindern nicht mehr weiter auf die Wünsche meiner Kinder achte, sondern sie zügig ins Bett bringe und dabei auch „energischer“ vorgehe als sonst.

Als Beobachter – also von außen betrachtet – ist das keine nette Umgangsweise, das habe ich während meiner Beobachtung, der zuvor beschriebenen Situation, feststellen können.

Deshalb will ich an meiner kommunikativen Vorbildfunktion arbeiten.

Der Monatsfokus für Dezember (und auch Januar – da ich Weihnachtsferien mache):

Ich will meinen Kindern vorleben, wie sich wertschätzendes Sprechen anhört. 

Und das möchte ich ihnen anhand MEINER Kommunikation zeigen – anstatt mein Kind darauf hinzuweisen, dass das nicht schön war, was es soeben zu seinem Geschwisterkind gesagt hatte.

Kurz gesagt: Ich will mein Kind nicht dazu erziehen, freundlich mit anderen umzugehen, sondern ich möchte, dass es sich dies ganz einfach von mir abschauen kann und es weiter gibt.

Deshalb werde ich mich diesen Monat selbst an die Nase fassen und auf meine Kommunikationsweise besonders achten – gerade auch in stressigen Situationen oder am Abend.

Anstatt„harte“ Forderungen zu stellen, will ich meinen Kindern vermehrt mitteilen, was ich sehe, wie es mir damit geht, was ich brauche und was ich mir wünsche. 

Ich will meinen Kindern damit die Möglichkeite geben, aus freiem Willen zu kooperieren, weil sie zuvor erfahren haben, dass mir z.B. etwas nicht gefällt.

Kurzum:Ich möchte mich diesen Monat auf die 4 Schritte der gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg konzentrieren und beobachten, ob das unser Miteinander noch wertschätzender werden lässt.

Ich habe mit den 4 Schritten der gewaltfreien Kommunikation in Alltagssituationen schon sehr gute Erfahrungen gemacht – jetzt möchte ich eine weitere Lernstufe erklimmen: Diese 4 Schritte auch in stressigen Situationen oder nach einem anstrengenden Tag anzuwenden, um meinen Kindern vorzuleben, wie wertschätzendes Sprechen auch in schwierigen Situationen möglich ist.

Bist du auch (wieder) mit dabei?

Willst du deinen Kindern auch vorleben, wie sich wertschätzendes Sprechen anhört? Willst du ihnen anhand deiner Sprechweise zeigen, wie man für sich und seine Bedürfnisse einstehen kann, ohne dabei seinen Gegenüber einzuschüchtern oder ihn emotional zu verletzen?

Dann mache doch mit! Achte im Dezember und Januar darauf, dass du wertschätzend mit deinen Kindern sprichst und sie vor allem in stressigen Situationen oder am Abend noch freundlich ansprichst. Vielleicht magst du dich dafür auch mit der gewaltfreien Kommunikation beschäftigen?

Natürlich werden uns immer wieder „Ausrutscher“passieren. Das ist nicht schlimm! Die Kommunikation zu verbessern ist immer ein Prozess – und Prozesse brauchen Zeit. Außerdem gehören  Fehler zum Lernprozess dazu!

Spring an Bord unserer Monatsfokusse und sei mit dabei! Hinterlasse mir bitte einen Kommentar, dass du mitmachst. Ich freue mich riesig, wenn es wieder ganz viele sind!

 

sich

Im November gab es wieder einen Monatsfokus, den viele Klein wird GROSS Leserinnen übernommen haben. In allen Monatsfokus-Themen geht es darum, dass jeder der mitmacht, sich einen Monat lang darauf konzentriert, dieses Thema so gut wie möglich in seinem Familienalltag umzusetzen.

Im letzten Monatsfokus ging es darum, meine Kinder ganz bewusst (also verstärkt) zu sehen, zu hören und zu versuchen, sie wirklich zu verstehen. Genaueres kannst du hier nachlesen. 

Beim genauen Zuhören und Zusehen ist mir eine Sache aufgefallen, an der ich diesen Monat weiterarbeiten möchte. Du fragst dich, was diese Sache ist? Darauf komme ich bald zurück.

Zuerst möchte ich dir meine Beobachtung mitteilen und vielleicht erkennst du dich in dieser Beschreibung wider:

Ich sehe, wie mein ältestes Kind auf sein Geschwisterkind einredet und dabei immer energischer wird, aber nicht zuhört, was ihr Bruder will. Sie hält auch nicht inne, um in seinem Gesicht oder seiner Körpersprache zu lesen, dass er sich gerade eingeschüchtert fühlt und gar nicht weiß, wie und ob er seine Meinung kundtun darf.

Während ich diese Situation beobachte wird es mir ganz heiß und mir fällt es wie Schuppen von den Augen:

Meine Große gibt das an ihren Bruder weiter, was sie zuvor auch schon erlebt hat. Nämlich, dass der Größere das Sagen hat und der Kleinere zu gehorchen hat. Diese Situation wird sie in ihrem Umfeld schon öfter erlebt haben, aber auch ich lebe ihr das  leider hin und wieder vor, wenn ich nach einem anstrengenden Tag mit streitenden Kindern nicht mehr weiter auf die Wünsche meiner Kinder achte, sondern sie zügig ins Bett bringe und dabei auch „energischer“ vorgehe als sonst.

Als Beobachter – also von außen betrachtet – ist das überhaupt keine nette Umgangsweise, deshalb will ich an meiner kommunikativen Vorbildfunktion arbeiten.

Der Monatsfokus für Dezember (und auch Januar – da ich Weihnachtsferien mache):

Ich will meinen Kindern vorleben, wie ein wertschätzendes Miteinander aussehen kann. Und das möchte ich ihnen anhand meiner Kommunikation zeigen – anstatt mein Kind darauf hinzuweisen, dass das nicht schön war, was es soeben zu seinem Geschwisterkind gesagt hatte.

Kurz gesagt: Ich will mein Kind nicht dazu erziehen, freundlich mit anderen umzugehen, sondern ich möchte, dass es sich dies ganz einfach von mir abschaut und weiter gibt.

Deshalb werde ich mich diesen Monat selbst an die Nase fassen und auf meine Kommunikationsweise achten – gerade auch in stressigen Situationen oder am Abend nach einem anstrengenden Tag.

Anstatt „harte“ Forderungen zu stellen, will ich ihnen vermehrt mitteilen, was ich sehe, wie es mir damit geht, was ich brauche und was ich mir wünsche.

Kurzum: Ich möchte mich diesen Monat auf die 4 Schritte der gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg konzentrieren.

Ich habe damit in Alltagssituationen schon sehr gute Erfahrungen gemacht – jetzt möchte ich eine weitere Lernstufe schaffen: Diese 4 Schritte auch in stressigen Situationen oder nach einem anstrengenden Tag anzuwenden.

Bist du (wieder) mit dabei?

Willst du deinen Kindern auch vorleben, wie ein wertschätzendes Miteinander aussehen kann? Willst du ihnen anhand deiner Sprechweise zeigen, wie man für sich und seine Bedürfnisse einstehen kann, ohne dabei seinen Gegenüber einzuschüchtern oder ihn emotional zu verletzen?

Dann mache doch mit! Achte im Dezember und Januar darauf, dass du wertschätzend mit deinen Kindern sprichst und sie vor allem in stressigen Situationen oder am Abend noch freundlich ansprichst.

Natürlich werden uns immer wieder „Ausrutscher“ passieren. Das ist nicht schlimm! Die Kommunikation zu verbessern ist immer ein Prozess – und Prozesse brauchen Zeit. Außerdem gehört  Fehler machen zum Lernprozess dazu!

Spring an Bord unserer Monatsfokuse und hinterlasse mir bitte einen Kommentar, dass du mit dabei bist. Ich freue mich riesig, wenn wieder ganz viele mitmachen!

 

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