25. Januar 2018

Die Sprech-Fastenzeit: Nörgeln und Befehle ade!

Im Dezember gab es einen Monatsfokus, der dieses Mal über zwei Monate ging.

In allen Monatsfokus-Themen geht es darum, dass jeder, der mitmacht, sich einen Monat lang darauf konzentriert, dieses Thema so gut wie möglich in seinem Familienalltag umzusetzen.

Im letzten Monatsfokus ging es darum, ein gutes kommunikatives Vorbild zu sein und deshalb haben wir auf eine wertschätzende Sprache geachtet.

Meine Beobachtungen:

Zu Beginn des Monatsfokusses stellte ich fest, wie schwer es ist, die wertschätzende Sprache beizubehalten, wenn ich mich in einer stressigen Situation befand oder mich richtig ärgerte. Ging es dir auch so?

Ich erkannte ein Muster:

Plötzlich – im Stress oder Ärger – hörte ich mich Verallgemeinerungen aussprechen wie: „Immer muss ich dir … sagen“ oder „Wenn …,dann …“

Oder mein Ärger verleitete mich dazu, in eine gefühlte Endlosschleife aus Reden, Ermahnungen und Anweisungen geben, hineinzugleiten.

Beides mag ich nicht und möchte deshalb im Februar daran arbeiten.

Der neue Monatsfokus:

Ich möchte im Februar eine Sprech-Fastenzeit einlegen. Ich weiß, der Fasching ist noch nicht vorbei - ich lege eine vorzeitige Fastenzeit ein.

Die Sprech-Fastenzeit will ich in allen stressigen und potentiell zu Ärger führenden Situationen anwenden.

Anstatt Ermahnungen, Anschuldigungen, Wenn-dann´s und Anweisungen auszusprechen, will ich lieber schweigen und versuchen, einen alternativen Weg zu finden, um diese herausfordernde Situation zu meistern.

Ich möchte schauen, ob ich es schaffe im Alltag ohne Nörgeln,Tadeln, Vorwürfe oder Kritik auszukommen, weil diese unsere Beziehung zueinander und auch das Selbstwertgefühl meines Kindes schwächen und nur von kurzfristigem Erfolg gekrönt sind (wenn überhaupt).

Außerdem kommen Nörgeln, Tadeln, Vorwürfe und Kritik meistens wie ein Bumerang zurück in Form von schlecht gelaunten Kindern, die nicht mehr kooperieren wollen bzw. können.

Ich will im Februar neue Wege beschreiten:

Wenn ich in einer stressigen Situation bin, möchte ich, anstatt gewohnheitsmäßig gestresste und zunehmend genervte Anweisungen auszusprechen, damit wir z.B. pünktlich außer Haus kommen, kreativ werden und neue Wege suchen.

Wenn ich mich ärgere, will ich zuerst einmal meinen Mund schließen und tief durchatmen, damit ich nicht in meine alte Sprechweise unter Stress und im Ärger zurückfalle.

Dabei kann ich kurz in mich gehen und versuchen, die Situation aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten (als ich in dem Alter war, habe ich doch auch nicht einwandfrei funktioniert) oder das Verhalten meines Kindes zu verstehen (es weiß sich nicht anders Gehör zu verschaffen).

Dann kann ich entweder versuchen, ob ich schon wieder ruhig und wertschätzend sprechen kann oder ich gehe einen non-verbalen Weg wie freundlich an die Hand nehmen oder kuscheln bzw. Körperkontakt herstellen.

Bist du (wieder)mit dabei?

Willst auch du die Beziehung zu deinen Kindern und deren Selbstwertgefühl stärken, indem du eine Fastenzeit von Tadeln, Nörgeln, Anschuldigungen und Befehlen machst?  

Dann mache doch mit! Achte im Februar darauf, dass du neue Wege suchst und findest, um in stressigen oder ärgerlichen Situationen nicht in deine alte Sprechweise zurückzufallen.

Natürlich werden uns immer wieder „Ausrutscher“ passieren. Das ist nicht schlimm! Den Alltag mit Kind zu verbessern ist immer ein Prozess – und Prozesse brauchen Zeit. Außerdem gehören Fehler zum Lernprozess dazu! 

Spring an Bord unserer Monatsfokusse und sei mit dabei! Hinterlasse mir bitte einen Kommentar, dass du mitmachst. Ich freue mich riesig, wenn es wieder ganz viele sind! 

Teile den Artikel

Hinterlasse einen Kommentar

Kommentiere:

Diese Website verwendet Cookies für eine optimale Funktionalität. Außerdem gibt es die Option Inhalte zu teilen. Dabei werden ggf. Daten an die jeweiligen Netzwerke (Facebook, Twitter, Google, Pinterest) übertragen. Mit der Nutzung dieser Website (scrollen, navigieren) bzw. der Share-Buttons erklärt sich der Benutzer damit einverstanden. Weitere Informationen

Cookies sind kleine Dateien, die es ermöglichen, auf dem Zugriffsgerät der Nutzer (PC, Smartphone o.ä.) spezifische, auf das Gerät bezogene Informationen zu speichern. Sie dienen zum einem der Benutzerfreundlichkeit von Webseiten und damit den Nutzern (z.B. Speicherung von Logindaten). Zum anderen dienen sie, um die statistische Daten der Webseitennutzung zu erfassen und sie zwecks Verbesserung des Angebotes analysieren zu können. Die Nutzer können auf den Einsatz der Cookies Einfluss nehmen. Die meisten Browser verfügen eine Option mit der das Speichern von Cookies eingeschränkt oder komplett verhindert wird. Allerdings wird darauf hingewiesen, dass die Nutzung und insbesondere der Nutzungskomfort ohne Cookies eingeschränkt werden.

Schließen