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Ja, ich will meinen Alltag verbessern

September 20, 2013

Welche Eltern kennen das Horror-Szenario nicht. Man steht im Supermarkt in der Schlange vor der Kasse und sein Kind wird auf die Süßigkeiten, die dort aufgestapelt sind, aufmerksam. Was tun? Etwas kaufen oder einen peinlichen Trotzanfall im Supermarkt riskieren?

In meiner 7jährigen Tätigkeit als Nanny war ich unzählige Male mit bis zu 3 Kindern gleichzeitig beim Einkaufen und mit dieser Frage des öfteren konfrontiert.

Da war mein Einfallsreichtum gefragt: Wie kann ich diese Süßigkeiten-Diskussionen und evtl. Trotzanfälle im Supermarkt erst gar nicht entstehen lassen?

So war meine Einkaufszettel-Methode geboren worden.

Wie diese funktioniert und ein paar weitere Einkaufstricks von mir sind in diesem Artikel beschrieben

Die Einkaufszettel-Methode, um Trotzanfälle im Supermarkt zu vermeiden:

Zu Hause schreibe ich den Einkaufszettel und erzähle den Kindern, dass wir all die Dinge, die auf dieser Liste stehen, benötigen.

Variation: Kinder malen bzw. schreiben auf eine eigene Liste, was sie (von meiner Liste) in den Einkaufswagen legen dürfen. Da dauert das Einkaufszettel-Schreiben natürlich länger, ist aber eine nette Beschäftigung für Kinder.

Schritt 1: Wiederholung dessen, was eingekauft wird

Wenn wir den Einkaufswagen holen, wiederhole ich, dass wir nur die Dinge auf meiner/unserer Liste im Geschäft suchen und kaufen werden.

Schritt 2: Binde deine Kinder ins Einkaufen mit ein, um keinen Trotzanfall im Supermarkt entstehen zu lassen

Ich lese die Dinge vor, die am Anfang des Geschäfts zu finden sind und schon geht die Suche nach den Produkten los. Bist du mit mehreren Kindern beim Einkaufen, gibst du jedem Kind einen eigenen Auftrag, um Streit unter Geschwistern zu vermeiden. Wenn du eine bestimmte Milch, Butter…haben möchtest, sagst du: „Findest du die Milch, die Butter, die wir immer im Kühlschrank haben?“

Schritt 3: Erfolgreich am Süßigkeitenregal vorbeikommen

Um erfolgreich an den Süßigkeitenregalen vorbei zu kommen und einen Trotzanfall im Supermarkt zu vermeiden, habe ich den Kindern zuvor schon immer eine Auswahlmöglichkeit gegeben z.B. „Welches Obst möchtest du mitnehmen“ oder „du darfst dir einen Joghurt aussuchen für deinen Nachtisch heute Abend.“

Bei den Süßigkeitenregalen kann ich dann sagen: „Das steht leider nicht auf unserer Liste und du hast dir doch vorher schon einen leckeren Nachtisch ausgesucht." Oder wenn ich nur eine Sache mitnehmen möchte: „Auf meiner Liste steht ein Päckchen Gummibären, wer findet sie zuerst?“ Oder: „Heute nehmen wir nur ein Vanilleeis mit, das ist auch was Süßes, ist aber bei den Tiefkühlprodukten.“

Schritt 3: Trotzanfall an Supermarktkasse vermeiden

Bevor wir an die Kasse gehen, sage ich: „Jetzt sind wir fertig mit dem Einkaufen, nun kommt nichts mehr in unseren Einkaufswagen. Wir legen jetzt alles auf dieses Band und bezahlen es.“ Dies mache ich kurz vor der Kasse, damit es keinen Trotzanfall an der Supermarktkasse gibt, wenn die Kinder an den Süßigkeiten im Kassenbereich vorbeikommen.

An der Kasse fordere ich die Kinder auf, die Produkte auf das Band zu legen, um sie zu beschäftigen, sodass ihr Blick nicht ständig auf die Süßigkeiten auf Augenhöhe fallen kann und den Wunsch nach dieser oder jener Süßigkeit bis ins Unermessliche steigert. Und wenn der Satz aufkommt: „ich mag dies oder das“, kann ich ganz gelassen reagieren und sagen: „das steht nicht mehr auf der Liste, vielleicht nächstes Mal. Jetzt müssen wir bezahlen, kannst Du noch die Butter (oder ein anderes Produkt im Einkaufswagen) auf das Band legen, bitte“

(Weitere Tipps, wie du die Anzahl von Trotzanfällen generell verringerst, findest du hier.)

Wenn ein Wutanfall im Supermarkt kurz davor ist, sich zu entfalten

Wenn ich merke, dass das Kind frustriert bzw. wütend wird, weil es irgendetwas nicht haben kann, dann lenke ich im Supermarkt manchmal urplötzlich total vom Thema ab :-). Das überrascht das Kind oft so sehr und erweckt seine Neugierde, sodass es schon das ein oder andere Mal ganz vergessen hatte, das es eigentlich gerade sehr wütend werden wollte.

Ablenkung kann einen Wutanfall im Supermarkt vermeiden, wenn man schnell genug reagiert, bevor die Wut zu groß wird.

Die Ablenkung kann wirklich alles mögliche sein:

Wenn dein Kind mehr Süßigkeiten haben will als ausgemacht war und gerade anfängt zu jammern, damit es mehr bekommt, sagst du etwas total Unterwartetes.

Beispiel: „Meine Zehe ist gerade eingeschlafen, uiiii, das kitzelt vielleicht, kannst du helfen sie wieder aufzuwecken? Zwick mich doch einmal in die große Zehe, damit sie wieder aufwacht“

Oder du tust etwas total Unerwartetes:

Beispiel: Du nimmst dein Kind hoch und drehst es im Kreise und sagst: „Ui, schau, die Wut fliegt weg."

Solange die Ablenkung überrascht, ist schon viel gewonnen und wenn sie auch noch die Aufmerksamkeit woanders hinlenkt, hast du es geschafft, einen Wutanfall weniger im Supermarkt zu haben

Trotzanfälle bzw. Wutanfälle sind anstrengend für Eltern und Kind - besonders in der Öffentlichkeit eines Supermarktes sehr stressig für dich. Deshalb bin ich der Meinung, dass man auch ein paar Trotzanfälle im Supermarkt umschiffen darf, indem man das Kind ablenkt – es gibt noch genügend Möglichkeiten für das Kind, seine Frustrationstoleranz in anderen Situationen zu üben.

Noch ein kleiner Trick:

Um einen Teil des Großeinkaufs schneller über die Bühne zu bekommen, kannst du dein Kind in den Einkaufswagen setzen und es von dort Sachen in den Wagen legen lassen, bis der Wagen zu voll für es wird.

Ein weiterer Trick bei älteren Kindern, die schon Taschengeld bekommen

Ältere Kinder diskutierten gerne mit mir, warum sie etwas haben sollten. Da dachte ich mir, das sei doch eine gute Gelegenheit für sie zu lernen, mit ihrem Taschengeld umzugehen. Anstatt dagegen zu reden, meinte ich, dass sie sich das gerne von ihrem Taschengeld kaufen können. Ich kann das Geld auslegen, mag es aber wieder zurück haben.

Entweder war damit der Wunsch nach dem Produkt weg oder sie wollten es wirklich haben. Dann habe ich ihnen bewusst gemacht, wieviel von ihrem Taschengeld sie davon hergeben müssten und habe sie dann gefragt, ob sie es immer noch möchten.

Wenn ja, habe ich es gekauft (wenn keine wirklichen bzw. pädagogische Gründe dagegen sprachen - aber dann bin ich gar nicht in die Taschengeld-Diskussion gegangen). Ich denke, die älteren Kinder haben ein Recht darauf zu lernen, wie sie mit Geld gut umgehen – so können sie die Beziehung zwischen Geld und Produkten viel besser verstehen lernen.

Fazit:

Trotzanfälle im Supermarkt haben sich bei mir durch diese Methode drastisch reduziert. Wenn, dann war es nur ein kurzes Trotzen. Denn im Grunde wussten die Kinder, dass die Chance, Süßigkeiten zu bekommen, gering war. Zustätzlich gab mir die Methode innere Ruhe und Gelassenheit, was mich „unbestechlicher“ machte und Trotzanfällen entgegenwirken konnte.

Weitere 6 Dinge können dir generell bei der Trotzphase weiterhelfen.

Viele alltagserprobte Tipps für die Trotzphase findest du hier:


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  1. Pingback: “Klein wird Groß” ist ein Jahr alt geworden! | klein wird GROSS
  2. Danke für diese genialen Einkaufstricks! Einiges habe ich auch schon intuitiv gemacht: Vor dem Geschäft drücke ich meiner zwei Jahre alten Tochter meist einen Einkaufswagen in die Hand. Dann ist sie erstmal mit dem Herumfahren beschäftigt. Danach gebe ich ihr dann nach und nach die Lebensmittel, die ich einkaufen will und sie legt sie in den Wagen. An den Regalen an der Kasse gab sich meine Tochter bisher damit zufrieden, die dort liegenden Süßigkeiten aus- und wieder einzusortieren. Aber die Zeit kommt bestimmt, wenn sie begreift, was es da Leckeres zu holen gibt. Dann werde ich deine Vorschläge anwenden!

    P.s.: Dazu passt auch mein Artikel “Innere Größe in der Praxis – Teil I” ;)

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