Perspektivenwechsel bei Ärger: Kinder sind wunderbar

Im Alltag mit Kindern ertappe ich mich des öfteren, dass ich genervt oder verärgert bin. Klar, ist ja ganz normal. Aber irgendwie habe ich keine Lust mehr darauf, dass ich meine Stimmung abhängig davon mache, wie sich meine Kinder verhalten. Ich habe mal gelesen, dass man langsam auf 10 zählen soll, wenn man sich im Alltag mit Kind ärgert und sich dann erst dem Kind zuwenden soll. Hilft mir aber überhaupt nicht. In den 10 Sekunden geht mein Gedankenzug nur weiter mit „das ist jetzt aber echt nervig, muss das schon wieder sein, usw“ und danach bin ich noch ärgerlicher bzw. aufgebrachter.

Deshalb schreibe ich mir jetzt mal auf, warum meine Kinder wunderbar sind, damit ich dann etwas habe, woran ich mich erinnern kann, wenn ich mich mal wieder voll ärgern muss. Dadurch habe ich vielleicht die Chance, mich nicht so abhängig zu machen und Verantwortung für meine eigene Gefühle zu übernehmen :-)

Meine Kinder sind wunderbar, weil:

  • wenn es mir schlecht geht, bringt mir S. ihr Kuscheltuch oder Decke
  • S. erzählt ganze Geschichten mit irgendwelchen Sätzen, die sie aufgeschnappt hat, klingt so wunderbar witzig
  • S sagte: „Mein armer Schatz“ zu mir, als ich krank war
  • S will kuscheln nach dem Schlafen
  • wenn ich mir weh tue, bringt S mir einen Kühlakku
  • Puppe wird alles gezeigt, so wie ich das immer bei ihr mache
  • S lacht ganz schnell ganz herzlich
  • S spielt Spielgruppe nach mit imaginären Freunden – sehr süß
  • S telefoniert mit „ihrem“ Handy und mimt uns nach
  • Wenn ich mich stoße, sagt S: „Hast du dir weh getan?“
  • L hat so strahlende, vertrauende Augen
  • L jauchzt und lacht und aller Ärger bzw. Erschöpfung verfliegt
  • L schaut mich aufmerksam an und verfolgt alles was ich mache
  • L´s erstes Greifen zu beobachten ist so faszinierend
  • L´s „reden“ ist so witzig
  • L zeigt mit seinem ganzen Körper, wie er sich darüber freut, wenn ich mir Zeit für ihn nehme (er strampelt, jauchzt, lächelt…)
  • L kuschelt sich vertrauensvoll an mich und beruhigt sich ganz schnell bei mir
  • beide leben so im Moment

Wenn ich das jetzt so lese, fühle ich mich doch gleich glücklicher und das will was heißen nach einem anstrengenden Abend mit übermüdetem Kind.

Vielleicht hilft es Euch ja auch: Warum sind Eure Kind(er) wunderbar?

 

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NathalieK - 27. Januar 2014 Kommentiere

Wunderbar ausgedrückt… Ich mache mir auf meinem Blog auch mal Gedanken dazu. Spontan fällt mir ein: Durch Kinder lernt man entschleunigen! Wenn man sich auf sie einlässt, auf ihr Tempo, dann sieht man den Tag ganz anders. Und vergisst die Zeit, so wie Kinder das machen. Davon kann man echt lernen!

    kleinwirdgross - 28. Januar 2014 Kommentiere

    Da hast du recht! Geht mir genauso, die Minuten werden wertvoller, wenn man sich auf ihr Tempo einlässt.

Liebevolle bzw. logische Konsequenz – muss das sein? | klein wird GROSS - 17. Januar 2014 Kommentiere

[…] Hilfe, um sich an seine “normalerweise” wunderbaren Kinder zu erinnern. […]

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