In Ruhe kochen – mit der richtigen Kinderbeschäftigung funktioniert es

Es war einmal ein ganz normaler Tag. Ich wollte meine Kinder baden und dann ins Bett bringen. Während das Badewasser einläuft (was bei uns lange dauert), räume ich die Küche auf.

Mein Kleiner werkelt währenddessen am Vorratsschrank herum. Das macht er regelmäßig und gerne. Er holt Packungen raus, stellt sie in ein anderes Regal und ist schwer am Arbeiten :-)

Soweit so gut! Ich räume die Spülmaschine ein, als meine Tochter angerannt kommt und ruft: „Mama, L. wirft Sachen in die Badewanne!“

Ich sause mit meiner Tochter ins Badezimmer und was schwimmt im Wasser? Ja, du kannst es dir wahrscheinlich schon denken. Im Wasser schwimmen einige Packungen aus dem Vorratsschrank.

Ich fische die Verpackungen heraus und halte auch eine Tüte Maisgrieß in meinen Händen. Diese war zwar mit einer Klammer verschlossen, aber trotzdem ist Wasser reingesickert.

Ich schütte den Maisgrieß in eine große Schüssel zum Trocknen. Erst am nächsten Tag kam mir eine Idee:

Anstatt den Maisgrieß wegzuschütten, warf ich nur die zusammengeklebten Teile weg und gab den Rest in kleine Schüsseln. Die Schüsseln stellte ich auf ein Tablett (eine größere Box mit etwas höherem Rand wäre noch besser!)
Dann legte ich Löffel, Trichter, kleine Becher und ein Sieb dazu.

Als es Zeit zum Kochen war und meine Kinder mir mal wieder keine Ruhe ließen, nahm ich das Tablett, stellte es auf den Boden

UND

es war Ruhe!

Ja wirklich. Beide Kinder saßen am Boden, schnappten sich je einen Löffel und los gings.
Es wurde

  • gelöffelt,
  • geschüttet (vom Becher in die Schüssel, oder von Schüssel zu Schüssel),
  • Grieß durch den Trichter geschüttet und beobachtet, wie er unten wieder raus kam
  • Experimente gemacht
  • und mit den Händen angefasst.

Ich kochte währenddessen in Ruhe. Herrlich!

Als ich fertig war und auch die Kinder anfingen, etwas anderes zu machen, schnappte ich mir einen Besen.
Ja, der Grieß war nicht nur auf dem Tablett geblieben (habe ich auch wirklich nicht so erwartet :-) ), aber die Küche ist ein begrenzter und gefliester Bereich. Alles kein Problem. Ein paar Besenschwünge später war die „Sauerei“ schon wieder beseitigt!

Dieses Spiel ist schnell gemacht und ein Erfolg bei Klein und Groß. Evtl. gibt es weniger Sauerei, wenn du die Schüsseln in eine Box stellst. Je älter deine Kinder sind, desto mehr Zubehör kannst du dazu legen bzw. dein Kind entscheiden lassen, was es noch braucht.

Anstatt dem Grieß kannst du natürlich auch andere Dinge wie Reis verwenden.

Jetzt würde es mich doch brennend interessieren, was Du machst bzw. wie du deine Kinder beschäftigst, damit du ab und zu in Ruhe kochen (oder auch etwas Anderes machen) kannst! Teilst du deine Tricks mit mir?

 

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Don Fraggle - 27. Januar 2015 Kommentiere

Mit einem Kind hat man hier erfahrungsgemäß schlechtere Karten, als wenn sie sich zu zweit beschäftigen können. Sie möchte immer in meiner Nähe sein und natürlich oben in den Topf gucken oder beim Schälen oder Schneiden zuschauen. Mit einer Schüssel lässt sie sich nicht abspeisen :-) Gibt es da nicht solche Jacken, wo man die Ärmel zusammenbinden kann? Deren Name will mir gerade nicht einfallen… ;-)

    kleinwirdgross - 27. Januar 2015 Kommentiere

    :-). Drum habe ich in der Überschrift auch Kinder geschrieben :-). Spaß beiseite: Meine Tochter war da auch immer voll mit dabei. Reinschauen, beobachten, mit stumpfen Messer mitschneiden…ABER bei ihr konnte ich trotzdem relativ entspannt kochen. Dann kam Nummer 2: wollte ständig hochgehoben werden oder hing mir am Bein (sehr unpraktisch, wenn man hier und dorthin muss, um die Sachen fürs Kochen zusammenzubekommen)

    Entweder es gab superspätes Mittagessen (was die Sachlage auch nicht entspannte, weil alle hungrig waren) oder aber ich hatte ein quengelndes bzw. trauriges Kind, weil ich in der Küche keine Zeit für ihn hatte.

    Da kam mir der Maisgrieß-Vorfall gerade recht. Er war superzufrieden – mit Schwester bei diesem Mal – aber wir haben das ganze auch schon wiederholt als die Schwester im Kindergarten war. Genauso ein Erfolg – nicht ganz so lange -aber immerhin 15 Min. was für 17 Monate schon gut ist :-)

    Aber solange sich deine Tochter beim Kochen beschäftigt (und du noch irgendwie denken und handeln dabei kannst) ist noch alles in Ordnung, oder?

    Falls du dir noch weitere Tricks einfallen lässt – außer dieser Jacke :-) – dann immer her damit (im Kommentar).

    LG
    Petra

    P.S. Nur aus Neugierde: Hast du ihr so Schüsseln mit Zubehör und Gries, Reis oder co. schon hingestellt oder vermutest du es, dass sie sich damit nicht abspeisen lassen kann? Vielleicht liebt sie es ja :-) – oder es kann natürlich auch sein, dass sie es nur gerne tut, wenn Du nicht gerade hochinteressante Sachen in der Küche machst.

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