2. April 2018

Hast du Stress wegen gegensätzlicher Bedürfnisse in der Familie?

Im vergangenen Monat haben wir (einige Leser/innen und ich) uns darauf konzentriert, hinter unsere Wut, unseren Ärger und Stress zu schauen.

Nun ist es Zeit für ein neues Fokus-Thema für den Monat April.

In allen Monatsfokus-Themen geht es darum, dass jeder, der mitmacht, sich einen Monat lang darauf konzentriert, dieses Thema so gut wie möglich in seinem Familienalltag umzusetzen.

Meine Beobachtungen im vergangenen Monat:

Da ich hinter meine Gefühle geschaut habe und es des Öfteren geschafft habe, meine dahinterliegenden Bedürfnisse zu ​erkennen und mitzuteilen, habe ich viel über mich gelernt.

Aber nicht nur ich habe etwas gelernt. Meine Tochter wohl auch, denn sie hat zum Ende des Monats verstärkt ihre Gefühle und Bedürfnisse ausgedrückt.

Mir sind jedoch auch die Situationen aufgefallen, in denen ich mich vom Stress und dem darauffolgenden Ärger habe davontragen lassen und ich plötzlich zur „Herrscherin“ mutiert bin. Ich sagte, was zu tun ist, wie es zu tun ist und wann – und das nicht gerade freundlich.

Meine Erkenntnis:

Ich wurde dann zur Herrscherin, wenn ich es nicht schaffte, meine Bedürfnisse klar mitzuteilen und meine Kinder diese immer wieder übergingen.

Ich weiß, dass Bestimmen und Drohen mit wenn-dann´s nicht meinem Erziehungsbild entsprechen und trotzdem rutscht mir das immer wieder heraus, wenn meine Bedürfnisse zu oft übergangen werden.

Wenn ich jedoch zur Herrscherin werde, dann übergehe ich die Bedürfnisse meiner Kinder und bestimme, was zu tun ist.

Das möchte ich nicht mehr! Außerdem ergibt es einen Teufelskreis: Jeder übergeht die Bedürfnisse des anderen, um seine Bedürfnisse erfüllt zu bekommen.

Daraus ergibt sich mein neuer Monatsfokus für April.

Der neue Monatsfokus:

Im April will ich mich ganz intensiv mit dem Thema wertschätzende Erziehung bei gegensätzlichen Bedürfnissen auseinandersetzen, sodass ich nicht nur wertschätzend im Alltag erziehe (was ich gut schaffe) sondern auch dann, wenn es stressige oder ärgerliche Momente wegen unterschiedlichen Bedürfnissen gibt.

Stress und Ärger kommen sehr oft dann, wenn zwei gegensätzliche Bedürfnisse aufeinandertreffen und kein gemeinsamer Weg gefunden wird.

Deshalb möchte ich im April ein besonderes Augenmerk darauf haben, wie wir es als Familie schaffen können, gegensätzliche Bedürfnisse wertschätzend zu behandeln.

Ich will im April Wege finden, wie ich zwar meine Bedürfnisse beachten und mitteilen kann, aber dabei nicht über die Bedürfnisse anderer hinweggehe. 

Bist du (wieder) mit dabei?

Willst auch du dich ganz intensiv nach neuen Wegen umschauen, wie du mit gegensätzlichen Bedürfnissen umgehen kannst– besonders unter Stress und im Ärger - ohne die Bedürfnisse anderer Menschen dabei zu übergehen.

Dann mache doch mit! Nutze den April und beschäftige dich damit.

Natürlich werden uns immer wieder „Ausrutscher“ passieren. Das ist nicht schlimm! Den Alltag mit Kind zu verbessern ist immer ein Prozess –und Prozesse brauchen Zeit. Außerdem gehören Fehler zum Lernprozess dazu!

Spring an Bord unserer Monatsfokusse und sei (wieder) mit dabei! Hinterlasse mir bitte einen Kommentar, dass du mitmachst. Ich freue mich riesig, wenn es ganz viele sind! 

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Andrea - 20. April 2018 Kommentiere

Ich mache auch mit! Irgendwie tut es gut zu wissen, dass man mit seinen „Problemchen“ nicht gab alleine da steht :-)

    Petra - 23. April 2018 Kommentiere

    Schön, dass du mitmachst! Nein auf keinen Fall stehst du mit deinen Problemchen allein da :-) LG Petra

Marion - 10. April 2018 Kommentiere

Bin dabei 👍
Es passt gerade sowas von gut 😮

Stephanie - 5. April 2018 Kommentiere

Ich auch… :-)

Doreen - 4. April 2018 Kommentiere

Hallo Petra,
das Thema ist sehr interessant! Ich möchte gerne mitmachen. Was heißt das genau? Wie funktioniert es? Ich bin neu hier…
Liebe Grüße,
Doreen

    Petra - 6. April 2018 Kommentiere

    Hallo Doreen,
    ich war gerade ein paar Tage unterwegs, deshalb meine Antwort erst heute:
    Ich freue mich, dass du auch mitmachen möchtest und es geht darum, dass du in deinem Alltag schaust, wie du gegensätzliche Bedürfnisse in Einklang bringen kannst, ohne einen zu übergehen. Ich für meinen Teil lese mich dann auch in das Thema ein, suche mir entsprechende Literatur in der Bücherei oder im Internet um auf neue Gedanken und Ideen zu kommen. Das ist jedoch auch Typabhängig. Anderen reicht es, wenn sie sich immer wieder selbst die Frage stellen, wie sie die Bedürfnisse unter einen Hut bekommen und kommen so selbst auf die Antwort. Oder aber Versuch und Irrtum. Wie du siehst gibt es hier kein Richtig oder Falsch :-). Einfach loslegen. VG Petra

Regina - 3. April 2018 Kommentiere

Bin wieder dabei.für Vielen Dank für deine Anregungen! Regina

Emma - 3. April 2018 Kommentiere

Spannendes Thema.Ich bin gerne dabei

Silvia - 3. April 2018 Kommentiere

Halllo Petra,

viele verschiedene Bedürfnisse unter einen Hut zu bringen…Das ist eine Herausforderung ;). Bin gerne mit dabei!

LG Silvia

    Petra - 3. April 2018 Kommentiere

    Halla Silvia. Ist für mich auch eine Herausforderung. Schön, dass du mitmachst. LG Petra

Michaela - 3. April 2018 Kommentiere

Ein ganz tolles Thema, bei dem ich gerne mit dabei bin.
Denn genau das ist auch mein Problem. Sobald ich in Stress gerate, ist es ganz schnell vorbei mit Beziehung und die Erziehung setzt ein (in erster Linie die, die ich selbst genossen habe!)

    Petra - 3. April 2018 Kommentiere

    Dann bin ich ja nicht die Einzige, die es so geht :-). Viel Erfolg auf der Suche nach neuen Wegen. LG Petra

Stefanie - 3. April 2018 Kommentiere

Bis jetzt war ich passive Leserin, doch jetzt möchte ich konkreter werden…. ich mache auch mit ;)
LG Steffi (33, Tochter fast 5, Sohn 2,5)

    Petra - 3. April 2018 Kommentiere

    Liebe Steffi, das finde ich klasse, dass du nun aktiv werden möchtest. LG Petra

Steffi - 3. April 2018 Kommentiere

Gutes Thema, ich bin dabei! Liebe Grüße und einen guten Start in die neue woche! Steffi

Sophie - 3. April 2018 Kommentiere

Hallo Petra,
ich würde gerne mitmachen!
Liebe Grüße
Sophie

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