17. April 2018

Wie du mehr Vertrauen in dich als Mutter oder Vater bekommst

Mir hat eine Mutter die Frage geschrieben, wie sie es lernt, mehr Zutrauen in ihre Fähigkeiten als Mutter zu haben. Dieses Thema finde ich so wichtig, dass ich daraus einen ganzen Blogartikel mache. Auch wenn ich hier von Müttern spreche, dürfen sich alle Väter mit angesprochen fühlen!

Kennst du das auch?

  • Dein Kind durchläuft gerade eine schwierige oder anstrengende Phase und plötzlich hinterfragst du dich: "Was nur habe ich falsch gemacht, dass mein Kind sich nun so verhält?"

  • Du sprichst zu deinem Kind und es ignoriert dich und du denkst dir "Habe ich in der Erziehung versagt?"

  • Dein Alltag mit Kind ist chaotisch und du hast das Gefühl, dass du eine schlechte Mutter bist, weil du es nicht schaffst mehr Struktur und Ordnung zu schaffen.

Die Zweifel in deine Fähigkeiten als Mutter können schleichend kommen oder plötzlich da sein. Aber so gut wie jede Mutter kennt die Zweifel nur zu gut.

Was kannst du tun, um wieder mehr Vertrauen in dich als Mutter zu bekommen?

  1. Aufschreiben: Setzt dich 2-3 Wochen lang jeden Abend für 5 Minuten hin und notiere dir in Stichpunkten, was du heute geschafft hast, was dir gelungen ist, wo du dich selbst übertroffen hast, wie du dein Kind unterstützt hast, wie du trotz Streitigkeiten ruhig geblieben bist... - immer im Hinblick auf deine Fähigkeiten als Mutter.

  2. Frage deine engen Freundinnen, was sie an dir als Mutter bewundern oder schätzen. Du wirst erstaunt sein, was sie alles an Positivem finden werden. Das gibt dir einen Vertrauensboost in dich selbst.

  3. Baue "vom schönen Tag erzählen" in deine Abendroutine mit Kind ein. Jeden Abend erzählst du und deine Kinder euch gegenseitig, was euch den Tag über gefallen hat. Du wirst merken, wie viele kleinen Dinge deine Kinder schätzen, die du im Verlauf des Tages für sie getan hast.

  4. Du kannst an dir als Mutter "arbeiten" und dir immer wieder kleine Dinge vornehmen, die du an dir bzw. im Alltag mit Kindern anders machen möchtest. Aber nimm dir nicht zu viel vor, sonst erreichst du das Gegenteil und zweifelst wieder an dir, weil die Umsetzung nicht geklappt hat. Nimm dir wirklich nur ganz kleine Mini-Verbesserungen vor, die du dann auch erfolgreich umsetzen kannst. Oder du machst mit bei unserem Monatsfokus.

  5. Du kannst dir einen Leitfaden für die Erziehung erarbeiten und ihn langsam in deinen Alltag integrieren, sodass du weißt, dass du dein Bestes gibst und nicht mehr an dir zweifeln musst. 

  6. Wenn du dich dabei ertappst, einen kritischen Gedanken bzgl. deiner Fähigkeit als Mutter zu denken, dann halte inne und finde sofort 3-5 Dinge an dir, die du großartig als Mutter machst (das können auch ganz kleine Dinge sein!) Dadurch überwiegt dein Glaube an dich und du steigst nicht in eine negative Gedankenspirale ein.

  7. Beobachte andere Eltern mit ihren Kindern und schaue, welche Fähigkeiten du an ihnen schätzt. Dann reflektiere, ob du das im Alltag mit deinem Kind schon lebst (dann klopfe dir stolz auf die Schulter!) oder wie du diese Fähigkeit auch in deinen Alltag integrieren könntest.

  8. Lies nicht zu viele unterschiedliche Ratgeber zum Thema Erziehung, weil dich zu viele Meinungen eher verunsichern, sondern finde ein paar wenige Ratgeber, die deinem Erziehungsbild entsprechen und integriere die Anregungen, die du dort findest, ganz langsam in deinen Alltag. Das gibt dir die Möglichkeit, Verbesserungen in deinem Alltag mit Kind festzustellen und dadurch auch wieder Vertrauen in dich zu haben.

  9. Vergleiche deine Kinder nicht mit den Kindern anderer Eltern, dann hast du einige Gründe weniger, um an dir als Mutter zu zweifeln! Jedes Kind ist einzigartig.

Was andere Mütter tun, um Vertrauen in sich zu haben:

Wiebke Tüting hat sich positive bestärkende Sätze aufgeschrieben, die sie daran erinnern sollen, dass sie eine gute Mutter ist:

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    In jedem Moment mache ich alles so gut, wie es mir möglich ist. Ich darf und werde mich weiterentwickeln, doch perfekt werde ich nie sein und das ist auch nicht erstrebenswert.
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    Seit Jahrtausenden ziehen Mütter Kinder unter den unterschiedlichsten Bedingungen auf. Und auch in mir sind alle Fähigkeiten, die es dazu braucht.
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    Ich spüre und folge meiner Intuition.


Sandra Heim und Alina Todorova gehen beide nach innen und vertrauen auf sich und ihre Intuition:

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    Sandra Heim: Mein Vertrauen in mich als Mutter wurde schon in der Schwangerschaft auf die Probe gestellt. Durch einen drohenden Oberarzt, der mir unbedingt einen Kaiserschnitt verordnen wollte. Ich bin an diesem kritischen Punkt tief in mich gegangen und habe um ein klares Gefühl gebeten. Das hat sich auch eingestellt und ich habe meine gesunde Tochter wie geplant zuhause auf die Welt gebracht. Die eigenen Fähigkeiten als Mutter zu stärken heißt für mich, nach Innen zu gehen und dort nach Antworten zu suchen. Ratschläge und Tipps nehme ich nur von ausgewählten Quellen an, und auch nur, wenn ich weiß, dass diese Person kein Hintergrundmotiv hat, so wie ein pharma gesponsorter Frauenarzt zum Beispiel. 
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    Alina Todorova: Um mehr in meine Fähigkeiten als Mutter zu vertrauen, hilft es mir, wenn ich meiner Intuition folge. Ich glaube, der erste wichtige Schritt auf dem Weg zum Vertrauen in die eigene weibliche Intuition ist eine selbstbestimmte positive Geburt. Zuletzt war es meine interventionsfreie Hausgeburt, die mein Glauben in meine Intuition gestärkt hat. Ich folgte während der Geburt meinem Körper und selbst die Geburtsphase wurde vollkommen ohne Einmischungen von Außen von mir vollbracht. Um diese Erfahrung zu haben, habe ich auf die Begleitung der (angstmachenden) Ärzte in der SS komplett verzichtet und mir Mentaltechniken angeeignet, die mir Sicherheit vor und während der Geburt gaben. Nach dieser Geburt ist ein selbstbewusster Umgang mit meinem Baby so einfach! Auf körperlicher und emotionaler Ebene fühle ich mein Baby und handle dementsprechend. Selbst die Phase als es gelb geworden ist, konnte ich leicht und sorgenfrei überstehen.


Simone Beez hilft folgendes: "Manchmal ist es sehr hilfreich, meine Kinder zu fragen was sie gerade von mir brauchen. Das stärkt mich als Mutter, unsere Beziehung und schärft mein Gespür für meine Kinder."

Was tust du, um dein Vertrauen in dich zu stärken?

Hilftst du mir, die Sammlung der "in sich Vertrauen" Methoden noch zu erweitern?

Dann schreibe mir bitte jetzt einen Kommentar unter diesen Artikel, was du tust, um noch mehr an dich zu glauben. 

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Alina - 17. April 2018 Kommentiere

Danke, liebe Petra, für diese Sammlung der nützlichen Tipps für den Alltag mit Kindern!

    Petra - 17. April 2018 Kommentiere

    Danke, für deine Erfahrung! LG Petra

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