26. Oktober 2018

Willst du besser mit Wut umgehen können?

Im ​Oktober ​haben wir (einige Leser/innen und ich) uns darauf konzentriert, achtsamer mit uns selbst und unserer Familie umzughen​, um unseren Alltag zu verbessern.

Nun ist es Zeit für ein neues Fokus-Thema für den Monat ​November.

Achtung: Das ist der letzte Monatsfokus. Nach 15 Fokus-Themen in 1,5 Jahren geht dieses Format nun zu Ende!

In allen Monatsfokus-Themen geht es darum, dass jeder, der mitmachen möchte, sich einfach einen Monat lang darauf konzentriert, dieses Thema so gut wie möglich in seinem Familienalltag umzusetzen.

Meine Beobachtungen im vergangenen Monat:

Im ​Oktober habe ich ​unter anderem auch geschaut, mit welchen Methoden oder Strategien mir ein achtsamer Umgang mit mir selbst und meiner Familie gelingt.

Dafür habe ich an einem Meditation-Besinnungs-Wochenende und an einem Gewaltfreie-Kommunikation-Workshop-Tag teilgenommen. Ich nahm an ​zwei Workshops ​teil.

1. Wie ich wertschätzender mit mir selbst sprechen kann ​

2. Wie der Umgang mit meiner Wut oder der meiner Kinder achtsamer und wertschätzender gestaltet werden kann.

Ich konnte live beobachten und selbst erleben, welchen Unterschied diese Art der Kommunikation UND inneren Haltung im Leben von Menschen macht.

Meine Erkenntnisse:

​Ich habe für mich erkannt, dass ich gerade für den Umgang mit Wut bei meinen Kindern oder wenn ich selbst wütend bin, noch ​Übungsbedarf habe.

Ich will nicht weiter in die Wut einsteigen, sondern wichtige Erkenntnisse daraus zu ziehen. Und dann danach ​handeln.

Neuer Monatsfokus:

​Deshalb werde ich im letzten Monatsfokus (November) meine Aufmerksamkeit auf den Umgang mit meiner Wut und der meiner Kinder richten.

Um konstruktiv mit Wut umzugehen, müssen erst ​die Urteile bzw. Verurteilungen verschwinden, die mich daran hindern, hinter die Wut zu blicken.

​Unter konstruktiv mit Wut umgehen, verstehe ich, dass es mir möglich ist hinter ​das Gefühl der Wut zu blicken und unerfüllte Bedürfnisse bei mir und/oder meinem Kind zu ​entdecken. ​Mit diesem Wissen können meine Kinder und ich einen gemeinsamen Weg ​finden, der für beide Parteien passt.

Somit ist es unumgänglich, dass ich zuerst einmal meine Urteile über eine Situation oder meine Verurteilungen eines Verhaltens loslasse, damit ich in der Lage bin, besser mit Wut umzugehen.

Im November will ich zuerst einmal mein Denken in Alltagssituationen beobachten und mir meiner Urteile bewusst ​werden. Diese will ich dann von Urteilen in Beobachtung verändern (=sichtbares Verhalten - keine Interpretation des Verhaltens). Dieser Prozess nimmt der Wut den Wind aus den Segeln

Danach will ich mich darauf konzentrieren, wie ich es gerne haben will.

Zuletzt kann ich dann aus diese Erkenntnis einen Handlungsschritt ableiten.

Beispiel:

Urteil: Warum muss sie jetzt schon wieder so trödeln.

Beobachtung: Heute braucht sie 10 Minuten länger, um ihre Kleidung anzuziehen.

Wie ich es haben möchte: Ich will, dass wir am Morgen in guter Stimmung das Haus verlassen - auch wenn sie an manchen Tagen 10 Minuten länger zum Anziehen braucht.

Handlungsschritt: Ich wecke mein Kind ab jetzt 10 Minuten früher.

(Den gleichen Prozess kannst du auch im Umgang mit der Wut deines Kindes durchlaufen.)

​Ich denke, dass ich diesen Prozess zu Beginn öfter im Nachhinein machen werden muss, weil ich mich von ​ärgerlichen Gedanken habe wegreißen lassen. Ich bin mir jedoch sicher, dass ich es irgendwann schaffe, dies auch bei aufsteigender Wut zu machen und somit meine Wut loszulassen.


Bist du (wieder) mit dabei?

​Willst du auch deinen Umgang mit deiner Wut ​und der deiner Kinder verbessern und dadurch euren Alltag ungemein ​entspannen?

Dann mache doch mit! Nutze den ​November, um ​deine Urteile ​in Beobachtungen umzuwandeln und dich dann auf deine Wunschsituation mit Handlungsschritten zu konzentrieren.

Natürlich werden uns immer wieder „Ausrutscher“ passieren. Das ist nicht schlimm! Den Alltag mit Kind zu verbessern ist immer ein Prozess –und Prozesse brauchen Zeit. Außerdem gehören Fehler zum Lernprozess dazu!

Spring an Bord unserer Monatsfokusse und sei (wieder) zum letzten Mal mit dabei! Hinterlasse mir bitte einen Kommentar, dass du mitmachst. Ich freue mich riesig, wenn es ganz viele sind! 

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Petra - 10. November 2018 Kommentiere

Liebe Namensvetter :-)
ich finde dieses Thema ungemein spannend. Nicht nur für mich, sondern vor allem für meinen Mann bin ich neugierig auf die Impulse. Ich hoffe, ich kann auch meinen Mann dazu bewegen, sich darauf einzulassen.
Liebe Grüße Petra

    Petra - 13. November 2018 Kommentiere

    Hallo Petra :-)
    dieses Thema ist im Moment noch zum Selbstversuch. Aber es kamen im Verlauf der Monatsfokusse soviele Kommentare, dass mehr Impulse gewünscht sind, dass ich da an etwas Neuem arbeite…das ist aber ein größeres Projekt und braucht noch etwas Zeit. LG Petra

Maria - 30. Oktober 2018 Kommentiere

Ich bin dabei, erst durch meine Wut und dem Wunsch, anders damit umzugehen(und Vorbild sein zu können), bin ich auf deine website gestoßen. Danke für die wertvollen Tipps

    Petra - 30. Oktober 2018 Kommentiere

    Ich freue mich, dass du mitmachst und dass du den Weg zu meiner Webseite gefunden hast. Danke für deine Worte. LG Petra

Mone - 28. Oktober 2018 Kommentiere

Hallo, das Thema kommt wie gerufen. Ich möchte gerne meine Wut und meinen Ärger abbauen, bevor mein Kind es spürt. – und die Wut meines Kindes besser verstehen, liegt mir besondes am Herzen. LG mone

    Petra - 30. Oktober 2018 Kommentiere

    Hallo Mone, ich freue mich, dass du mitmachst. LG Petra

Gabriele - 27. Oktober 2018 Kommentiere

Hallo Petra,

das ist ein sehr wichtiges Thema. Dazu würde ich gern mehr erfahren!

Viele Grüße
Gabriele

    Petra - 30. Oktober 2018 Kommentiere

    Hallo Gabriele,
    ja, das Thema finde ich auch ungemein wichtig. Nachdem ich im Laufe der Monatsfokusse immer wieder diesen Satz nach Impulsen, weiteren Tipps und Unterstützung von meinen Leserinnen bekommen habe, wächst gerade die Idee, diese Monatsfokusse noch weiter auszubauen – jedoch nicht im Blogartikel-Format. Die Idee muss aber noch wachsen ;-) LG Petra

Melanie Warth - 26. Oktober 2018 Kommentiere

Hallo Petra

Das ist ein tolles Thema. Bin gerne dabei.

Liebe Grüsse,
Melanie

    Petra - 30. Oktober 2018 Kommentiere

    Hallo Melanie,
    das freut mich, dass du mit dabei bist! LG Petra

Nicole - 26. Oktober 2018 Kommentiere

Guten Abend! Das kommt wie gerufen… Ich bin seit knapp einem Jahr wieder im Berufsleben und stoße regelmäßig an meine Grenzen, den hektischen Job zu stämmen und eine liebevolle Mami zu sein… Ich habe die Vermutung, dass ich mich auf Arbeit zu sehr auspowere.. Ich werde tatsächlich oft wütend, sage mir in (eher seltenen) Situationen dann, „Es ist ein Kind kein Erwachsener.“ oder *Ich will diese Situation so nicht mehr.“ Meist frage ich mich verzweifelt aber, warum das ausgerechnet jetzt alles nicht klappt oder mein Nachwuchs einfach nicht hört? Vermutlich die kleinen negativen Schwingungen, die mein kleines noch vor mir spürt, dass irgendetwas nicht stimmt… Über Impulse, die mir dabei helfen, wäre ich also seeeeehr dankbar. Ganz liebe Grüße, Nicole

    Petra - 30. Oktober 2018 Kommentiere

    Hallo Nicole,
    ich kann so gut mitfühlen mit dir und es wächst gerade eine Idee in mir, weil ich im Laufe der Monatsfokusse immer wieder diesen Satz nach Impulsen, weiteren Tipps und Unterstützung von meinen Leserinnen bekommen habe, dass ich diese Monatsfokusse noch ausbauen werde – jedoch nicht im Blogartikel-Format. Die Idee muss aber noch wachsen ;-) LG Petra

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