Bist du mit deinem Alltag mit Kind - so wie er jetzt läuft - nicht zufrieden?

Dann klicke auf den Button und finde heraus, wie du deinen Alltag mit Kind Monat für Monat verbessern kannst:

__CONFIG_colors_palette__{"active_palette":0,"config":{"colors":{"ca7d5":{"name":"Main Accent","parent":-1}},"gradients":[]},"palettes":[{"name":"Default Palette","value":{"colors":{"ca7d5":{"val":"var(--tcb-color-2)","hsl":{"h":34,"s":0.99,"l":0.01}}},"gradients":[]},"original":{"colors":{"ca7d5":{"val":"rgb(19, 114, 211)","hsl":{"h":210,"s":0.83,"l":0.45}}},"gradients":[]}}]}__CONFIG_colors_palette__
Ja, ich will meinen Alltag verbessern

August 29, 2020

Unlängst habe ich mich mit der Mama eines Kindes mit Refluxerkrankung ausgetauscht. Dabei habe ich gelernt, dass es junge Eltern oftmals nicht immer gleich merken, wenn das Baby unter einer Refluxerkrankung leidet. „Speihkind, Gedeihkind“, weiß der Volksmund zu sagen, doch manchmal steckt eine ernstzunehmende Krankheit dahinter, wenn dein Baby nach dem Trinken ständig etwas Nahrung erbricht.

Du kannst am besten herausfinden, ob es sich bei deinem Kind um einen stillen Reflux handelt, indem du deinen Kinderarzt informierst. Schildere ihm möglichst detailliert, warum du glaubst, dass dein Kind krank sein könnte. Dein Kinderarzt kennt sich sehr gut aus und kann harmloses, häufiges Aufstoßen ganz leicht von einem Reflux unterscheiden.

Stillen Reflux kann man bei Babys aber nicht so gut diagnostizieren, dies ist dem Kinderarzt erst dann möglich, wenn sich dein Kind differenziert äußern kann und die Beschwerden der oberen Atemwege selbst benennen kann. Beim Verdacht auf einen Reflux, welcher sich maßgeblich aus deinen Erzählungen der häuslichen Umstände ergibt, wird dein Kinderarzt eine Überweisung in ein Kinderkrankenhaus ausschreiben, wo dein Kind mindestens eine Nacht lang zur Beobachtung bleibt. Erbricht es dann auch auf Station ständig etwas Nahrung nach dem Essen, erhältst du von den Kinderärzten eine entsprechende Diagnose.

Typische Symptome sind ständiges Erbrechen im Schwall nach dem Trinken. Diese Babys müssen dann mehrmals am Tag umgezogen werden, weil ein nicht unerheblicher Teil der letzten Mahlzeit wieder erbrochen wird. Du erkennst die Eltern dieser Kinder daran, dass sie ihr Baby nie ohne Tuch über der Schulter zum „Bäuerchen machen“ auf den Arm nehmen. Kommt beim Aufstoßen nach dem Trinken lediglich eine kleine Menge Milch wieder nach oben in den Mund, ist dies nicht weiter schlimm und tut deinem Baby auch nicht weh! Die Magensäure des Säuglings ist noch nicht so hoch konzentriert wie bei einem Erwachsenen, auch wenn dein Baby jetzt schon Brei schlucken könnte, könnte es diesen als Säugling noch nicht verdauen und Bauchschmerzen bekommen.

Dein Kind ist Reflux-krank: Was nun?

  • Zunächst einmal ist es wichtig, dass du alle Angehörigen und Bezugspersonen deines Kindes informierst. Gerade ältere Geschwister werden oft eifersüchtig, wenn das Nesthäkchen plötzlich noch mehr Aufmerksamkeit bekommt, als bisher.
  • Schimpfe auf keinen Fall mit deinem Kleinkind, wenn es eine halbe Stunde nach dem Essen auf einmal Erbrochenes im Mund hat. Ermutige auch dein Schulkind dazu, jetzt das Badezimmer aufzusuchen und sich den Mund auszuspülen.
  • In Kindertageseinrichtungen oder in der Schule kann es deinem Kind sehr peinlich sein, wenn es immer wieder einmal nach Erbrochenem aus dem Mund riecht. Du kannst deinem Kind ein paar zuckerfreie Bonbons ohne Fruchtsäure mit in den Rucksack oder den Schulranzen geben. Besprich mit den Lehrkräften oder den Erziehern die Refluxerkrankung deines Kindes und bitte darum, dass es im Ernstfall einfach schnell ein duftendes Bonbon lutschen darf. Den anderen Kindern solltet ihr dann erklären, dass da Medizin drin ist, die dein Kind immer einmal benötigt. Ansonsten entsteht schnell Neid unter den Kindern, wenn nicht alle zwischendurch naschen dürfen.

Für dein Baby selbst ändert sich nach der Diagnose Reflux natürlich nicht viel, nur du als Elternteil weißt jetzt besser Bescheid und kannst den Krankheitsverlauf überwachen. Stellst du dabei fest, dass dein Kind mehr als drei Tage lang an starken Schmerzen in der Nähe des Brustbeins zu leiden scheint, solltest du deinen Kinderarzt aufsuchen und das abklären lassen.

Hüte dich aber davor, den gesamten Alltag deines Kinder nur noch um die Krankheit herum aufzubauen, bleibe gelassen und schimpfe vor allem nicht, wenn dein Kind einfach so nach Erbrochenem riecht oder ab und zu einmal wieder ohne erkennbaren Grund quengelig ist. Es ist ja schließlich krank und kann nichts dafür!

Schlägt dein Arzt dir eine schonende Ernährung ohne zu viel Fett, Zucker oder Fruchtsäuren vor, halte dich daran. Verwende lieber Vollkornprodukte als weißes Mehl und gib deinem Kind gut durchgekochte Kartoffeln mit nicht zu scharfem Gemüse als Beilage zu essen.

Wie sich die Refluxerkrankung bei deinem Kind entwickelt

Beim Reflux ist die obere Muskulatur des Magens geschwächt oder nicht ordentlich ausgeprägt. Der Magenverschluss hin zur Speiseröhre funktioniert also nicht richtig. Dies kann sich im Laufe der Jahre einfach verwachsen. In einigen Fällen bleibt die Refluxerkrankung aber bis ins Erwachsenenalter bestehen. Nur in schweren Fällen wird der Kinderarzt eine Operation anordnen, bei der der Magenpförtner angepasst wird, damit er den Mageneingang zuverlässig verschließt und keine Speisereste mehr in die falsche Richtung durchlässt.

Bei Kindern, die schon Brei oder feste Nahrung zu sich nehmen können, kommt es nach dem Essen regelmäßig zu saurem Aufstoßen. Dabei gelangt Speisebrei, der mit Magensäure vermengt ist, in die Speiseröhre. Besonders gefährlich ist eine Refluxerkrankung dann, wenn sie nicht erkannt und behandelt wird und die Speiseröhrenwand deines Kindes dann immer wieder durch die eintretende Magensäure so sehr gereizt wird, dass sich Entzündungsherde bilden. Diese sind sehr schmerzhaft, dein Kind wird dann auch Fieber haben.

Was du gegen Refluxbeschwerden bei deinem Kind tun kannst

Es gibt diverse Lebensmittel, welche die Produktion von Magensäure anregen. Hier findest du einen leckeren Ernährungsplan für dein Kind. Bei einer Refluxerkrankung arbeitet der Schließmuskel des Magens nicht ordentlich, dieser wird umgangssprachlich auch als Magenpförtner bezeichnet. Wird die obere Pforte, also der Mageneingang von der Speiseröhre aus, nicht ordentlich verschlossen, kann die aufgenommene Nahrung immer wieder nach oben hin abfließen. Hat der Magen nun aufgrund einer fehlerhaften Ernährung mit zu viel Fett und Zucker mehr Magensäure produziert, ist das Sodbrennen schlimmer, dein Kind einen stark riechenden Mundgeruch, es fühlt sich schlecht und wird von Gleichaltrigen ausgegrenzt.

Das Sodbrennen tut deinem Kind nicht nur weh, riecht unangenehm und kann unbehandelt zu schwerwiegenden Folgen wie Speiseröhrenkrebs oder Verätzungen der Schleimhäute an der Speiseröhrenwand führen. Personen mit Erfahrung zum Thema haben im Internet viele Tipps für Kinder und Erwachsene publiziert, die du dort kostenlos nachlesen kannst. Nicht jede Empfehlung wird auf eure spezielle Situation zutreffen, wenn du dich intensiv mit dem Thema auseinandersetzt, findest du aber schnell praktische Lösungen, die dir und vor allem deinem Kind im Alltag weiterhelfen können.

Wird mein Kind nie mehr gesund werden?

Eine Refluxerkrankung kann das ganze Leben über bestehen. In einigen Fällen verwächst sich die Krankheit jedoch bis zum Eintritt ins Jugendalter. Du kannst mit deinem Kinderarzt besprechen, ob die Symptome in eurem Fall so stark ausgeprägt sind, dass dein Kind operiert werden muss. In den meisten Fällen raten Kinderärzte davon jedoch ab und empfehlen stattdessen eine diätische Ernährung.

Dadurch soll verhindert werden, dass im Magen zu viel Magensäure produziert wird. Saure Obstsorten, aber auch Kaffee und Alkohol, tragen im Wesentlichen dazu bei, dass es zu einer stärkeren Symptomatik bei Reflux kommt. Dein Kind kann also sein Leben lang gezwungen sein, sich anders zu ernähren, und bestimmte Genussmittel am besten komplett zu meiden.

Als Eltern bedeutet das, dass ihr euren Nachwuchs sanft an eine reflux-geeignete Ernährung heranführt und auch in der Pubertät vermehrt darauf achtet, was euer Kind zu sich nimmt. Cola und andere säurehaltige Getränke können den Magen ebenso belasten wie eine zu fettige Ernährung. Du musst aber nicht alles, was lecker schmeckt, komplett vom Speiseplan deines Kindes streichen!

Einmal in der Woche, oder auch alle zwei Wochen einmal, kannst du deinem Kind erlauben, Chips zu essen, gesüßte Fruchtsäfte zu trinken oder sich ausnahmsweise einmal uneingeschränkt an Süßigkeiten zu bedienen. An diesen Tagen stellst du stilles Mineralwasser mit Kaiser Natron bereit. Kaiser Natron wird auch von Kindern gut vertragen und gilt als bewährtes Hausmittel gegen Sodbrennen. Du darfst die Magensäure aber nicht dauerhaft neutralisieren, da dies zu Verdauungsbeschwerden führt und für den Stoffwechsel deines Kindes nicht gesund ist.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine Emailadresse wird nicht veröffentlicht!

{"email":"Email address invalid","url":"Website address invalid","required":"Required field missing"}

Weitere Blogartikel für dich:

​Erhalte diese Emailserie ​mit dem Newsletter

​wertvolle Tipps, wie du deinen Alltag mit Kind entspannst

__CONFIG_colors_palette__{"active_palette":0,"config":{"colors":{"ca7d5":{"name":"Main Accent","parent":-1}},"gradients":[]},"palettes":[{"name":"Default Palette","value":{"colors":{"ca7d5":{"val":"var(--tcb-color-2)","hsl":{"h":34,"s":0.99,"l":0.01}}},"gradients":[]},"original":{"colors":{"ca7d5":{"val":"rgb(19, 114, 211)","hsl":{"h":210,"s":0.83,"l":0.45}}},"gradients":[]}}]}__CONFIG_colors_palette__
​Ja, die will ich