Bist du mit deinem Alltag mit Kind - so wie er jetzt läuft - nicht zufrieden?

Dann klicke auf den Button und finde heraus, wie du deinen Alltag mit Kind Monat für Monat verbessern kannst:

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Ja, ich will meinen Alltag verbessern

March 25, 2020

Kennst du das auch, dass du jeden Tag immer wieder das Gleiche zu deinen Kindern sagst? Zumindest in den sich täglich wiederholenden Situationen wie Morgen- und Abendroutine und all die anderen sich wiederholenden Abläufe an einem Tag? Wünscht du dir dann auch, dass es schön wäre, den Alltag strukturieren zu könnnen, dass deine Kinder Routinen einfach machen - ohne dass du sie endlos darin erinnern musst?

In diesem Artikel erfährst du, wie du Routinen mit deinen Kindern einführst und sie dann weiterführst, sodass du nicht mehr wie ein Papagei die gleichen Sätze wiederholen musst. (Das ist auf Dauer nämlich ganz schön anstrengend und raubt dir Kraft.)

Um dem entgegenzuwirken, kannst du deine Kinder an immer gleich bleibende Routinen heranführen, sodass sich dein Kind daran gewöhnt und es nach einer (manchmal auch längeren) Zeit selbstständig durchführt - ohne ermahnt zu werden oder nur mit einem Hinweis auf seine Routineabläufe.

Warum Struktur im Alltag mit Kindern wichtig ist


Beobachte einmal deinen Alltag mit Kindern. In welchen Situationen kommt es regelmäßig zu Wutanfällen? Oder ist es eine bestimmte Tageszeit? Wann bist du genervt?

Wenn du feststellst, dass du und dein Kind immer zu den gleichen Situationen aneinander geratet, weil z.B. dein Kind immer nach dem nach Hause kommen, seine Schuhe und Jacke im Flur liegen lässt, dann ist das ein Fall für das Einführen einer Routine.

Routinen geben deinem Kind Struktur im Alltag. Struktur gibt deinem Kind Sicherheit, weil Situationen jeden Tag gleich ablaufen. Dein Kind kann sich gut orientieren und sich darauf einstellen.

Struktur im Alltag mit Kindern hilft auch dir, da diese festgelegten Routinen nach der Einführung nicht mehr zur Diskussion stehen - sie sind dann einfach fester Bestandteil dieser Routine.

Dies macht euren Alltag ruhiger, weil regelmäßige Wutanfälle zu bestimmten Situationen oder Tageszeiten durch die eingeführten Routinen reduziert werden. Und deine Nerven werden auch geschont, weil du dein Kind nicht ständig erinnern und mit ihm Kämpfen musst, bis es endlich umgesetzt ist.

Fange am Besten mit der Situation / Tageszeit an, die zwischen dir und deinem Kind am meisten Unfrieden stiftet und entwerfe dafür eine Routine.

Zusammenfassend kann man sagen:

  • Struktur im Alltag mit Kindern ist wichtig, dass bestimme Abläufe während des Tages einfach routinemäßig gemacht werden, ohne sich lange dagegen zu sträuben oder in Konflikt zu gehen.
  • Dein Kind weiß nun, was auf es zukommt und was du von ihm erwartest - und wenn das einfach jeden Tag so ist, dann wird es irgendwann merken, dass es sich nicht mehr lohnt, sich gegen diese Sache zu sträuben, weil es einfach zu viel Kraft erfordert, sich jeden Tag erneut zu widersetzen.

Alltag mit Kindern organisieren

Den Alltag mit Kindern organisieren geht mit Routinen sehr gut. Vor allem dann, wenn die Routine eingeführt wurde und der Ablauf dadurch zur Gewohnheit wurde.

Wie du eine neue Routine einführst, damit sie zur Gewohnheit wird:


Bitte Beachte:

Bei Kindern, die unter 2,5 Jahre alt sind, reicht es, die Einführung zu machen und bei Phase eins zu bleiben.

Erst wenn dein Kind alt genug ist, die Routine mit seinen Fertigkeiten und Fähigkeiten selbstständig machen zu können, dann kannst du versuchen, dich ein wenig zurückzuziehen (Phase Zwei). Das Verinnerlichen der Routine schafft das eine Kind früher und das andere später. Meiner Erfahrung nach meistert es erst ein 3-4jähriges Kind, die neue Gewohnheit selbstständig durchzuführen (Phase Drei) - wenn es gute Laune hat.

Einführung, um den Alltag strukturieren zu können:

Werde dir klar darüber, was du verändern willst und mach dir bewusst, dass du dafür erst einmal Zeit investieren musst, bevor die Routine gut läuft. Nimm dir eine Veränderung vor bzw. verändere einen Ablauf (z.B. Bettgehroutine).

Sprich mit deinem Kind über die Situation, die du verändern möchtest. Erkläre deine Gründe, warum du es anders machen magst. Das kannst du schon mit kleinen Kindern in kurzer einfacher Sprache tun.

Darüber hinaus überlegst du dir ein Hilfsmittel, das als Erinnerungsstütze für dein Kind dienen soll. Das kann ein Gegenstand, ein Glöckchen, ein Lied oder das Zeichnen eines Plans sein, das die neue Gewohnheit repräsentieren soll bzw. den Ablauf der Gewohnheit bildhaft darstellt.

Dieses Hilfsmittel hilft deinem Kind, den Übergang von einer (Spiel-)Situation in die nächste (Routinesituation) zu schaffen. Der Vorteil daran ist, dass nicht du immer die Person bist, die sagt: „Mache dies und mache das“, sondern der Plan, das Glöckchen oder ein anderes Hilfsmittel „sagen“ es.

Erste Phase:

Dein Kind, du und das Hilfsmittel führen die veränderte Situation gemeinsam durch.

Wenn du die Bettgehroutine mit einem Plan verändern möchtest: Gehe mit deinem Kind zum Plan und zeige auf das erste Bild und frage es: „Weißt du noch, was du als erstes machen sollst?“ Und so immer ein Bild anschauen, die Handlung dazu gemeinsam durchführen, dann das nächste Bild anschauen usw.

Wenn du ein Glöckchen verwendest, dann sieht die erste Phase so aus: Du benutzt das Glöckchen (um z.B. die Mittagsruhe einzuläuten). Gemeinsam mit deinem Kind gehst du in das Zimmer und fragst dein Kind, was es während der Mittagsruhe machen will. Dann richtet ihr alle Sachen her, die es dafür benötigt.

Wenn du ein Lied verwendest, um z.B. die Aufräumzeit anzukündigen, dann singst du das Aufräumlied und fängst dabei das Aufräumen an. Wenn du mit dem Singen fertig bist und dein Kind noch nicht begonnen hat, aufzuräumen, dann sage genau, was es tun soll: „Räume die Autos in die Autokiste.“

Du willst schnell eine Routine-Erinnerungshilfe kreieren und damit deinen Alltag strukturieren helfen?

Diese Karten helfen dir dabei, ein für dein Kind optisch aufbereitetes Hilfsmittel zu machen:


Zweite Phase:

Wenn dein Kind in der ersten Phase gut mitmacht und das Hilfsmittel kennt, ist es an der Zeit, dich immer mehr zurückzuziehen.

Beim Bett-Geh-Plan kannst du dein Kind eine Weile alleine weitermachen lassen und dann wieder dazu kommen, wenn du siehst, dass dein Kind abgelenkt wurde. Dann wieder aktiv mithelfen, bis das Kind wieder bei der „Sache“ ist.

Beim Mittagsruhe-Beispiel lässt du dein Kind schon mal vorgehen und eine Beschäftigung herrichten und dann kommst du dazu und ihr redet darüber und schaut, ob noch etwas fehlt.

Du hilfst z.B. beim anfänglichen Aufräumen und lässt dein Kind eine Sache, wie Bauklötze aufräumen machen und hilfst danach erst wieder mit.


Dritte Phase:

Dein Kind akzeptiert in Phase drei die neue Gewohnheit und setzt diese öfter selbstständig um oder du  musst dein Kind nur noch kurz an seine Routine erinnern.

Es gibt trotzdem Tage, an denen dein Kind schlecht gelaunt ist und keine Lust auf die Routine hat. Dann gehst du zurück zu Phase eins oder zwei. Auch in der dritten Phase sind Rückschläge ganz normal! Weder du noch dein Kind „tragen die Schuld“! Es gehört einfach dazu.

Wenn die Gewohnheit eingeführt ist und dein Kind gut mitmacht, dann schätze es mit einem „Ich freue mich, dass das Aufräumen so gut klappt“ oder „Ich freue mich, dass die Bettgehzeit so gut läuft und wir dadurch mehr Zeit haben, ein Buch zu lesen“.

Wenn es gerade wieder mal nicht so gut läuft, dann bleibe trotzdem dran. Hilf mit und begleite dein Kind wie in Phase eins. Sage dir selbst, dass Rückschläge ganz normal sind und zum Alltag mit Kindern dazugehören.

Alltag mit Kindern besser organisieren

Jetzt hast du gesehen, dass du deinen Alltag mit Kindern besser organisieren kannst, wenn du Routinen einführst und du hast auch gelesen, wie du das am besten machst. 

Damit die Einführung und der Durchlauf der Phasen auch erfolgreich wird, gibt es eine Unterstützung für dich und auch noch eine Sache zu beachten:

Bitte beachte die 21-Tage-Regel, damit Routinen als Mittel zum Alltag strukturieren auch erfolgreich sind:


Diese Regel besagt, dass wenn man 21 Tage hintereinander an einer neuen Gewohnheit dran bleibt, dass es danach leichter ist, diese anzunehmen und durchzuführen. Laut dieser Regel sinkt der Widerstand gegen die neue Gewohnheit nach 21 Tagen.

Gestehe deinem Kind diesen Zeitraum zu, um sich an eine Veränderung zu gewöhnen. (Denke nur an dich selbst, wenn du plötzlich mit etwas Neuem anfangen willst, z.B. jeden Tag zum Joggen zu gehen. Das braucht Durchhaltevermögen bis es zur Gewohnheit geworden ist. Wenn jemand dich in dieser Zeit motiviert bzw. mit dir Joggen gehen würde, ginge es viel einfacher, stimmt´s?)

Achtung

Eine Gewohnheit wird bei Kindern nie ein Selbstläufer werden, denn Kinder sind immer für kleine und große Überraschungen gut. Erst geht es wochenlang super und plötzlich funktioniert es überhaupt nicht mehr – das kann dir mit Kindern sehr schnell passieren. Das Kind macht einen Entwicklungssprung oder tritt in eine neue Phase ein und schon sind die Gewohnheiten, die zuvor funktioniert haben, wieder vergessen oder „abgelegt“ worden. Dann musst du wieder zur ersten Phase zurückgehen bzw. die Routine verändern, wenn dein Kind einen Entwicklungssprung gemacht hat.


Für die Morgen- und Abendroutine habe ich noch weitere Artikel geschrieben, die du hier findest:

Und wenn du generell deinen Alltag mit Kind verbessern möchtest, findest du hier alle meine dazu passenden Blogartikel.


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  1. Hallo, danke für diese tollen Ideen. Ich bin gerade dabei meiner Kleinen eine zu-Bett-geh-Routine zu geben und werde mich an deine Tipps halten.

    Grüße
    Ida

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