Bist du mit deinem Alltag mit Kind - so wie er jetzt läuft - nicht zufrieden?

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Ermahnst du deine Kinder auch schneller als dass du sie wertschätzst? Und fragst du dich dann hin und wieder, was das mit ihrem Selbstwertgefühl macht? Vielleicht hast du auch schon einmal "Selbstwertgefühl stärken Kinder" in eine Suchmaschine eingegeben, um herauszufinden, was du tun kannst?

In diesem Artikel geht es genau darum: Was du tun kannst, um das Selbstwertgefühl deiner Kinder zu stärken, bzw. nicht zu untergraben.

Kein Selbstwertgefühl: Was den Selbstwert untergräbt


In einem Gespräch mit meiner Tochter ist mir bewusst geworden, dass ich schneller ermahne als Verhaltensweisen wertzuschätzen.

Vor allem in angespannten Situationen.

In diesen ist es nämlich besonders schwierig, aus dem Stress oder Genervt sein herauszutreten und das zu sehen, was gut läuft, wo das Kind kooperiert oder zuhört.

Eine Aussage meines Kindes hat mich tief berührt.

Sinngemäß sagte sie: "Mama warum siehst du nur das, was ich nicht getan habe. Hast du gar nicht bemerkt, dass ich vorhin beim Essen extra ganz schnell zu Schmatzen aufgehört habe, weil ich weiß, dass dich das nervt?"

Sie hat recht! Ich habe es als selbstverständlich angesehen, dass sie nicht schmatzt und mir keinen Kopf darüber gemacht, dass sie sich extra für mich bemüht hat.

Das ist frustrierend für mein Kind:

Ermahnt zu werden, wenn es einer Bitte nicht nachkommt, aber im Gegenzug wird das, was man für den anderen extra macht nicht geschätzt oder gesehen.

Selbst ich als Erwachsene finde das frustrierend.

Und noch viel schlimmer:

Es rührt an meinen Zweifeln, nicht gut genug zu sein. Diese Zweifel entstanden bestimmt aus solchen gutgemeinten Ermahnungen und dem selbstverständlichem Hinnehmen von gutem Benehmen in meiner Kindheit.

Was also den Selbstwert untegräbt:

Wenn ein Kind nur immer hört, was es nicht gut macht, aber nur selten gesagt bekommt, wenn es sich "gut" verhält.

Selbstwertgefühl bedeutung

Ich möchte nicht, dass ich meinen Kindern das Gefühl gebe, nicht gut genug zu sein und sie daran ihr Leben lang zu knabbern haben.

Ein gesundes Selbstwertgefühl hilft jedem Kind sich gut in sich selbst zu fühlen und auch dabei. ein gutes Selbstbewusstsein zu haben.

Deshalb ist es wichtig, dass ich meinen Kindern vermehrt mitteile, was ich an ihnen, bzw. an ihrem Verhalten schätze - im Alltag immer mal wieder.

Sodass die Ermahnungen nicht überwiegen und dadurch den Selbstwert meiner Kinder untergräbt.

Darüber hinaus ist es wichtig, dass Ermahnungen auf das Verhalten des Kindes beschränkt und nicht auf die ganze Person ausgeweitet werden.  

Selbstwertgefühl stärken Kind

Wie du das Selbstwertgefühl deines Kindes stärkst, erfährst du jetzt. Ich habe den Artikel mit Grundschulkinder-Beispiele geschrieben, diese Tipps kannst du auch auf jüngere Kinder übersetzen.

Zu Beginn haben die meisten Kinder in der Schule noch ein gutes Selbstwertgefühl:


"Endlich bin ich ein Schulkind. Ich bin groß und kann schon so vieles und darf jetzt noch mehr lernen!"

So ähnlich könnte es klingen, wenn man die stolzen Gefühle der Kinder am ersten Schultag in Sätze fasst.

Die Kinder freuen sich jeden Tag auf die Schule und saugen alles Neue mit Begeisterung auf.

Solange bis sich die ersten Zweifel einschleichen:

  • Mama, ich kann das einfach nicht
  • Mama, die Klara ist viel besser im Lesen als ich
  • Mama, die anderen rechnen alle viel schneller als ich
  • Mama, ich bin so langsam im Schreiben, dass ich heute noch mehr Hausaufgabe habe, weil ich das nachschreiben muss
  • Mama, ich habe im Test 5 Fehler gemacht

Plötzlich nimmt die Begeisterung ein wenig ab und die Zweifel, ob man gut genug in der Schule ist, nehmen zu. 

Das ist so schade, weil es das Kind daran hindert, sich freudig und neugierig mit einem Thema zu beschäftigen.

Du kannst als Mutter keinen direkten Einfluss auf den Lernprozess deines Kindes in der Schule nehmen, jedoch kannst du den Nachmittag und insbesondere die Hausaufgabenzeit dafür nutzen, den Selbstwert deines Kindes zu stärken.

Um dein Kind nach der Schule - bei den Hausaufgaben zu unterstützen - helfen dir diese Tipps weiter.

Selbstwertgefühl stärken bei Kindern Übungen

1

Kinder Selbstwertgefühl stärken: Nicht ungefragt helfen

"Mache es doch lieber so, das geht viel einfacher!"
"Schau mal her, du musst das so machen, sonst kommst du nicht auf die Lösung."

Schnell kann es dir passieren, dass dir so ein ähnlicher Satz herausrutscht, wenn du siehst, wie sich dein Kind abmüht - ohne Aussicht auf Erfolg.

Aber auch dabei lernt dein Kind etwas: Es lernt einen Weg kennen, wie es nicht funktioniert - dann kann es einen neuen Weg wählen, der evtl. zum Erfolg führt.

Das ist wichtig für das Selbstwertgefühl deines Kindes, weil es:

  • selbst auf die Suche nach Lösungen gehen darf und dabei erlebt, dass es etwas alleine schaffen kann
  • sich nicht unwissend fühlen muss, wenn es von dir keine fertige Lösung vorgeschlagen bekommt

Es kommt natürlich vor, dass die Suche nach der Lösung die Frustrationstoleranz deines Kindes überstrapaziert und es sich ärgert.

Dann ist es wichtig, für dein Kind da zu sein. Den Ärger wahrzunehmen und den Frust, den es spürt, zu benennen.

Hat dein Kind sich wieder beruhigt, kannst du ihm versichern: "Ich bin da für dich, wenn du beim Hausaufgaben machen Hilfe benötigst. Wenn es nicht klappt und du Ärger spürst, dann komm das nächste Mal zu mir und bitte mich um Hilfe. Ich helfe dir sehr gerne, wenn du nicht weiterkommst. Brauchst du jetzt etwas von mir, damit du weiter an deinen Hausaufgaben arbeiten kannst?"

Du stärkst also das Selbstwertgefühl deines Kindes immer dann, wenn du ihm zutraust, eine Lösung zu finden oder nach Hilfe zu fragen, wenn es nicht weiterkommt.

2

Kinder Selbstwertgefühl stärken: Erwartungshaltung über Leistungen loslassen

Das ist etwas, an dem du selbst arbeiten kannst.

Deine Erwartungen an die Leistungen deines Kindes übertragen sich auf dein Kind - dabei müssen die Erwartungen nicht einmal laut ausgesprochen werden. 

Wenn dein Kind es dann nicht schafft, deinen Erwartungen gerecht zu werden, fühlt es sich schlecht und nicht gut genug für dich.

Das wurde mir erst vor Kurzem schmerzlich von meinem Kind gespiegelt und dabei wurde mir bewusst, dass ich mich als Kind auch manchmal hilflos den Erwartungen meiner Eltern ausgesetzt gefühlt habe und wie lange das Wissen, nicht gut genug für meine Eltern gewesen zu sein, an mir genagt hat.

Deshalb stärkst du das Selbstwertgefühl deines Kindes jedes Mal, wenn du es in seinen Leistungen so annimmst, wie es ist.

Das bringt uns gleich zum nächsten Punkt:

3

Kinder Selbstwertgefühl stärken: Nicht mit Leistungen anderer Kinder vergleichen

Jedes Kind ist einzigartig, hat bestimmte Fähigkeiten und tut sein Bestes - seinen Umständen entsprechend. Deshalb ist es nicht fair, es mit den Leistungen anderer Kinder zu vergleichen, 

Dem einen Kind fällt Lesen lernen leicht, beim anderen Kind tanzen die Buchstaben vor den Augen und ergeben keinen Sinn. Dafür fällt es diesem Kind leicht, Rechenaufgaben zu lösen, was dem ersten Kind schwerer fällt.

Somit stärkst du das Selbstwertgefühl deines Kindes immer dann, wenn du nicht nach den Noten oder dem Können anderer Kinder fragst.

4

Kinder Selbstwertgefühl stärken: Der Umgang mit Fehlern

Beim Umgang mit Fehlern - an denen man im normalen Schulsystem leider nicht vorbei kommt - sind mir zwei Dinge wichtig, meinen Kindern mitzugeben:

  • Ein Fehler ist nur ein Hinweis, der dem Kind zeigt, dass ihm noch etwas fehlt in diesem Thema
  • Auch wenn in jedem Test die Fehler rot angestrichen sind, die mein Kind nach Hause bringt, lege ich meinen Fokus auf das Richtige.

Beispiel:
Als mein Kind sagte: "Mama, ich habe in der Nachschrift 5 Fehler gemacht" antwortete ich:
"Schau mal auf dein Blatt hier. Siehst du wie viele Wörter hier stehen, die du alle richtig geschrieben hast?"
Mein Kind darauf: "Wow, das sind ja richtig viele!"
Daraufhin ich: "Genau, sehr viel mehr als die paar wenigen Wörter, die du noch lernen musst, richtig zu schreiben."

Du stärkst das Selbstwertgefühl deines Kindes immer dann, wenn du deinen Fokus auf das legst, was dein Kind richtig gemacht hat!

5

Kinder Selbstwertgefühl stärken: Der Weg ist das Ziel

Man könnte denken, dass gute Leistungen zu loben, das Selbstwertgefühl stärkt. 

Klar ist es schön und fühlt sich gut an, gelobt zu werden, aber was dein Kind noch viel mehr in seinem Selbstwertgefühl stärkt, ist dein Wahrnehmen und Benennen seiner Bemühungen. Gerade auch in Situationen, in denen die Bemühungen nicht zum Erfolg geführt haben!

Das etwas nicht Schaffen oder eine schlechte Noten geben dem Selbstwertgefühl deines Kindes schon einen Dämpfer, da braucht es von dir das Wertschätzen seiner Bemühungen.

In den folgenden Beispielen kommt erst die Wertschätzung der Bemühungen und in Klammern steht der fehlende Erfolg:

  • Ich habe gesehen, wie du 30 Minuten ganz konzentriert an deinen Hausaufgaben gearbeitet hast (auch wenn dein Kind in der Zeit nicht fertig geworden ist)
  • Ich habe gesehen, wie du 3 Nachmittage für diesen Test gelernt hast und dich voll angestrengt hast (wenn dein Kind im Test eine schlechte Note bekommen hat)

Nun habe ich dir 5 Wege aufgezeigt, wie du das Selbstwertgefühl deines Schulkindes stärken kannst.

Willst du noch mehr solche 
Schritt für Schritt Anleitungen?:

Weitere Lesetipps für das Selbstwertgefühl stärken:

Wenn du angespannt bist oder genervt und du dein Kind zu häufig anschreist, dann ist das nicht gut für das Selbstwertgefühl des Kindes. Dafür hilft dir dieser Artikel weiter: Ich schreie mein Kind oft an

Auch zu viele oder unangemessene Konsequenzen, geben dem Selbstwertgefühl der Kinder einen Dämpfer. Mehr über das Thema Konsequenzen findest du hier.

Um generell entspannter als Mutter zu sein und somit entspannter mit deinem Kind umzugehen, findest du hier weitere Artikel: Entspannt Mutter sein

Willst auch du deinen Kindern helfen, ihren Selbstwert zu erhalten oder wieder aufzubauen?

Dann mache doch mit! Nutze die nächsten Wochen und teile deinen Kindern vermehrt mit, was du an ihnen und ihrem Verhalten schätzt.

Hinterlasse mir bitte einen Kommentar, dass du mitmachst. Ich freue mich riesig, wenn es ganz viele sind!


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  1. Hallo Petra,
    das was Du über die Schule schreibst stimmt total. Meine Tochter ist durch den Unterricht im Lockdown sehr demotiviert und die Lehrerin spricht über Rückstellung, sodass mein Kind wahrscheinlich die Klasse wiederholen wird. Was für uns die beste Lösung ist, da sie dann hoffentlich merkt wieviel sie doch schon kann und weiss und wie sehr sie vielleicht den jüngeren Kindern dann helfen kann.
    Die Schule schafft den Selbstwert teilweise wirklich ab.

    Danke für Deine Tipps, das haben echt viele Eltern nötig – ich auch :-)
    LG, Kati

  2. Ich bin auch dabei!!! Finde deine Themen toll und möchte probieren den Monatsfokus Juni umzusetzen . Lg Melanie

  3. Vielen Dank für diese Thema, habe schon oft festgestellt, dass sich mit Ermahnungen die Situation oft noch verschlimmert und man nicht schneller voran kommt, weil man z.B. Pünktlich zu einem Termin kommen möchte. Danke für Deine Anregungen 😘

  4. Liebe Petra,

    was für eine wunderbare Idee! Da mache ich doch gleich mal mit! Ich bin sehr gespannt, auf die Reaktionen und auf mein eigenes Befinden dabei. :-)
    Liebe Grüße, Britta

  5. Ich bin mit dabei, denn in diesem Artikel finde ich mich wieder. Ich habe ein Kind knapp 4 Jahre und ein Kleinkind 1,5 Jahre und ich ertappe mich sehr oft dabei, dass ich an manchen Tagen sehr viel ermahne, damit der Alltag einfach funktioniert. Gleichzeitig ist das frustrierend für alle. Ich habe auch immer wieder so Gedankenmuster im Hinterkopf “Wenn ich ihr das jetzt durchgehen lasse ohne zu schipfen, dann”… Ich freue mich auf die hilfreichen Tipps

  6. Bin dabei – für mich ein ganz wichtiges Thema – ich bin leider oft kritisch und ungeduldig mit meinen Mädchen und die große steckt das nicht so leicht weg… bzw ihr Selbstbewusstsein leidet tatsächlich…
    danke für dieses Fokus-Thema!!

  7. Ich mache auch mit. Ein ganz wichtiger Punkt, kann mich daran erinnern, dass mich das in meiner Kindheit auch gestört hat – gut, dass du da den Fokus drauf legst, Petra!

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