Autorin: PetraErzieherin • Nanny • Mama • 20 Jahre Alltagserfahrung in und mit Familien

Juni 16, 2023

Wandern mit Kindern wird schnell zur Geduldsprobe, wenn die Motivation nachlässt.

Dein Kind bleibt stehen, jammert, dass es müde ist. Die letzte halbe Stunde mit müden Beinen wird zur Tortur. Vielleicht fragst du dich, wie du die Strecke überbrücken sollst, ohne Tragen oder Überreden.


Spielerische Elemente während des Wanderns halten dein Kind bei Laune und sorgen dafür, dass es gerne weiterläuft.


In diesem Artikel bekommst du Suchspiele, Sprechspiele und Zählspiele für unterwegs, Ideen für spielerische Pausen, und Tipps für die letzte halbe Stunde mit müden Beinen – damit Wandern mit Kindern wieder Freude macht.

Suchspiele beim Wandern mit Kindern: Motivation und Spaß unterwegs

Mit Suchspielen kannst du dein Kind während einer längeren Wanderung bei Laune halten:

  • ansagen, was als Nächstes gesucht werden soll: "Wer findet eine Margarite am Wegesrand?", "Wer sieht als erstes einen Raben?" "Wer findet einen großen glitzernden Stein während dem Gehen?"
  • (mit Vorbereitung vor der Wanderung): vorher einen Plan der Dinge machen, die gefunden werden sollen (für kleinere Kinder diese Dinge aufmalen) und dann eine Tüte mitgeben, in die die gefundenen Dinge gelegt werden können. Beispiele: einen Feuerstein, einen Kiefernzapfen, einen Grashalm, der bis zum Knie reicht...
  • das bekannte Spiel: "Ich sehe was, was du nicht siehst" hat bei geh-müden-Kindern schon oft gute Dienste geleistet

Wandern mit Kindern interessanter gestalten mit Hilfe von Sprechspielen

Mit Sprechspielen kannst du dein Kind während einer längeren Wanderung bei Laune halten:

  • das bekannte Spiel: "Ich packe meinen Koffer" hat bei geh-müden-Kindern schon oft gute Dienste geleistet
  • "Kocht" eine Quatschsuppe während des Gehens. Kreiert Rezepte für die gruseligste Suppe, für die widerlichste Suppe, für die lecherste Suppe usw. Es dürfen alle Gegenstände als Zutaten in die Suppe geworfen werden, die sich dein Kind nur einfallen lassen kann
  • Bleibt kurz stehen und schaut kurz in den Himmel hoch und lasst euch von den Wolkenformen inspirieren. Welche Figuren oder Formen könnt ihr erkennen? Fordere deine Kinder auf, Geschichten darüber zu erfinden, während ihr weitergeht. Das regt ihre Fantasie an und lenkt sie von der Anstrengung ab.
  • Sucht gemeinsam - während des Wanderns - nach Gegenständen in der Natur, die mit jedem Buchstaben des Alphabets beginnen.
  • Singt gemeinsam Lieder, um die Stimmung aufzuhellen. Kinder lieben es zu singen, und es macht das Wandern zu einer fröhlichen und weniger anstrengenden Aktivität.
  • Fordere deine Kinder dazu auf, die Geräusche von Tieren nachzuahmen, die sie in der Natur hören. Das sorgt nicht nur für Lachen, sondern auch für Abwechslung.

Mit Zählspielen das Wandern mit Kindern abwechslungsreich machen.

Ich möchte dir noch ein Zählspiel der Schritte vorstellen, um geh-müde Kinder doch nochmal zu motivieren, weiter zu laufen:

  • "Und eins, und zwei, und drei...." so weiter zählen bei jedem Schritt, dass das Kind macht, bis man bei 10 angekommen ist. 
    "...und zehn, ein Hut, ein Stock, ein Regenschirm...." (dabei einfach im Takt weitergehen)
    "...und vorwärts, rückwärts, seitwärts, rein..." (dabei mit einem Fuß nach Vorne, nach Hinten, zur Seite tippen und dann zurück an den normalen Platz stellen)
    "...Hacke, Spitze, hoch das Bein"  (den Fuß mit der Ferse auf den Boden tippen, dann mit den Zehenspitzen tippen und dann das Bein so weit hoch schwingen, wie man es schafft.)
    Und dann von Vorne wieder anfangen.
  • Fordere deine Kinder dazu auf, die Tiere zu zählen, die sie während des Wanderns sehen. Das können Vögel, Insekten oder sogar Schmetterlinge sein. Ihr könnt das jeder für sich machen und schauen, wer beim Wandern die meisten Tiere entdeckt oder ihr zählt gemeinsam und alle Tiere die jeder sieht, werden zusammen gezählt.

Beim Wandern mit Kindern sind Pausen wichtig: Ideen für spielerische Pausen

Spielerische kreative Pausen:

  • Einen Troll gestalten: Eine größere Baumwurzel eines abgesägten (oder umgefallenen) Baumes suchen und mit gesammelten Blättern, Zapfen, Gräser kann man dann ein Gesicht und Haare gestalten.
  • Eine Burg bauen (größeres Projekt). Auch mit einer Baumwurzel als Burg. Mit Steinen kann man Wege zur Burg legen. Mit einem Ast einen Burggraben um die Wurzel graben. Mit Ästchen eine Brücke über den Graben bauen..
  • Zwergenhäuschen bauen: Mit Ästen, Rinden und Zweigen ein Häuschen bauen. Ein Rindenstück eignet sich gut als Dach. Mit Moos oder Blättern kann man dann den Boden darin auspolstern, damit es die Zwerge oder auch kleine Tiere gemütlich darin haben.
  • Mit Naturmaterialien ein Naturmandala legen.

Letzte halbe Stunde Wandern mit Kindern: Müde Beine überbrücken

Beim Wandern mit Kindern kann man in der letzten halben Stunde Blumen, Gräser, Blätter, Steine, Moos, kleine Ästchen und Kieselsteine sammeln.


Das lenkt die Kinder von ihren müden Beinen ab und sie haben Motivation zurück zu wandern, um dann die gesammelten Naturmaterialien zu Hause weiterzuverarbeiten. Ein paar Beispiele dazu:

  • Blumen und Gräser pressen und mit Hilfe des Internets bestimmen - ein kleines Heftchen mit gepressten Blumen und Gräsern binden und die Informationen aus dem Internet dazuschreiben. Eine schöne Erinnerung an eure Wanderung.
  • Wer nicht ganz so ambitioniert ist, der kann die gepressten Schätze einfach auf ein grünes Tonpapier aufkleben - als Blumenwiese.
  • Als Kind baute ich gerne einen Mini-Garten. Ich gab Erde in eine kleine Obstkiste und dann legte ich das gesammelte Moos aus, pflasterte mit Steinen und Kieselsteinen Wege und die gesammelten Ästchen wurden zu Bäumen.

Das könnte dich auch interessieren:

über

Hallo, ich bin Erzieherin, langjährige Nanny und zweifache Mutter. Seit über 20 Jahren begleite ich Familien durch den Alltag mit Kindern.

Auf „Klein wird GROSS“ zeige ich dir, wie du Wutanfälle, Geschwisterkonflikte, Routinen und all die anderen Herausforderungen im Familienalltag mit mehr Gelassenheit, Leichtigkeit und wertschätzender Verbindung meisterst. Meine Tipps verbinden eigene Mama-Erfahrung mit fundiertem Wissen aus Pädagogik und Selbstregulation.

Meine Mission: Gelassenheit und Freude im Familienalltag schaffen – damit Kinder Liebe und Wertschätzung in die Welt tragen und unsere Erde schöner wird.

Leserfeedback

„Danke für deine grossartige Arbeit. Ich fühle mich verstanden durch deine Texte. Ich fühle mich an die Hand genommen. Danke für deine grossartige Arbeit.“
Brigitte


„Deine Artikel über Selbstzweifel, Ärger, Stress und Wut waren sehr toll! Zu wissen, dass ich nicht alleine überfordert bin, ist eine grosse Hilfe. Ich hab deinen Blog bereits weiter empfohlen.“
Ines


„Ich muss Dir einfach mal eine grosse Umarmung schicken! Tausend Dank für Deine tollen Beiträge. Ich fühle mich verstanden und nicht alleine mit meinen Muttersorgen!“
Leserin von Klein wird GROSS


Hinterlasse einen Kommentar

Deine Emailadresse wird nicht veröffentlicht. 

{"email":"Email address invalid","url":"Website address invalid","required":"Required field missing"}