Bist du mit deinem Alltag mit Kind - so wie er jetzt läuft - nicht zufrieden?

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Kommt dir das Folgende irgendwie bekannt vor? Dein Kind spielte Memory und ließ die Karten auf dem Boden verteilt liegen. Es zog sich aus und genau dort liegen die Kleidungsstücke jetzt immer noch. Die Bücher, die dein Kind vor einer Stunde anschaute, liegen überall auf dem Sofa herum. Und in der letzten Stunde war dein Kind noch kreativ und davon kann der gesamte Mal-und Bastelbereich zeugen, weil der Inhalt der Bastelkiste auf dem Schreibtisch und drumherum verteilt ist. " Kinder Aufräumen ", rufst du, aber deine Kinder haben dazu keine Lust oder keine Zeit.

Für viele Kinder ist es ein Leichtes innerhalb kürzester Zeit ein oder mehrere Zimmer in ein heilloses Durcheinander zu versetzen.

Wenn du nicht ständig hinter deinen Kindern her sein willst, um sie zu ermahnen, ihre benutzten Gegenstände sofort wieder aufzuräumen, dann kommt dieses Durcheinander wahrscheinlich öfter vor.

Bei uns entsteht es häufig an Wochenenden, wenn meine Kinder längere Zeit und ganz versunken zusammen oder alleine spielen. Sie kommen von einem Spiel in das nächste hinein - mit fließendem Übergang. Gedanken an Aufräumen finden dort keinen Platz.

Welche Methode ich einführte, um nicht im vollen Chaos zu versinken und meine Kinder trotzdem nicht zu sehr in ihrem kreativen Spielprozess zu hindern, erfährst du in diesem Artikel:

"Zimmer aufräumen Kinder!" oder: Mein Weg mit dem Spielzeugchaos umzugehen


Anstatt ständig ans Aufräumen erinnern zu müssen (puh, das wäre echt anstrengend!) habe ich bei uns vorher angekündigte Aufräumzeiten eingeführt:

Wir nennen dies das 5  Minuten schnell Aufräumen (manchmal auch 10 Minuten - je nach vorhandenem Chaos!) in der jeder 5 Minuten lang (solange der Küchenwecker tickt) so viele herumliegende Sachen wie nur möglich aufhebt und dorhin verräumt, wo es hingehört. Unser Ziel ist es, fertig zu werden, bevor der Wecker klingelt.

Beim Einführen der Methode habe ich mit meinen Kindern besprochen, dass in diesen 5 Minuten nur aufgeräumt wird. Kein Quatschen miteinander, kein Spielen mit gefundenem Spielzeug, keine Diskussion, wer welches Spielzeug aufräumen muss. Es geht bei dem Aufräumen einfach nur darum, gemeinsam die Zimmer aufzuräumen, bevor der Wecker klingelt.

Die Abmachung ging noch weiter: Es werden wirklich nur 5 Minuten (oder 10 Minuten - je nach der jeweiligen Abmachung) aufgeräumt. Wenn wirklich alle in diesen Minuten aufräumen - ohne sich ablenken zu lassen - und wir innerhalb der 5 Minuten nicht fertig werden, dürfen die restlichen Spielsachen bis zu nächsten 5 Minuten Aufräumaktion liegen bleiben.

Öfter schaffen wir es innerhalb der 5 Minuten das größte Chaos zu beseitigen, manchmal auch nicht. Das ist okay so - wir haben ja die Abmachung, dass nach 5 Minuten Schluss ist.

Danach ist wieder Spielzeit und die nächste 5-Minuten-Aufräumaktion muss dann halt schon etwas früher angesetzt werden als an Tagen, an denen das Aufräumen innerhalb der 5 Minuten geschafft wurde.

Das ist momentan unser Weg, der am besten für alle funktioniert - ohne den Spielfluss meiner Kinder zu stören und ohne dauerndes ermahnen.

Grundvorraussetzung beim Aufräumen mit Kindern, damit dieser Weg auch klappen konnte

Meine Kinder sind jetzt im Vorschul- und Grundschulalter und haben mit mir das Aufräumen und die Motivation zum Aufräumen schon sehr viele Jahre eingeübt, da ich sie von Anfang an spielerisch ans Aufräumen herangeführt hatte. Deshalb schaffen sie es jetzt auch (solange sie gut gelaunt sind...) konzentriert und effektiv aufzuräumen, solange der Wecker tickt.

Willst du diesen 5 Minuten Aufräumen Weg auch einsetzen - hast aber ungeübte Aufräum Kinder?

Dann musst du deine Kinder unbedingt zuvor ans Aufräumen heranführen und auch wie man systematisch aufräumt (dafür eignen sich themenbasierte Behälter, sodass dein Kind schnell weiß, wo etwas hingehört!) In dieser Zeit ist es notwendig, dass du mit deinen Kindern zusammen aufräumst - sie also beim Aufräumen geduldig begleitest.

Diese Einüben-Phase dauert je nach Alter deiner Kinder ein bis mehrere Monate. Wie du Routinen einführst, erfährst du in diesem Artikel.

Bei dieser Einüben-Phase hilft dir

 das E-Buch "Aufräumen mit Kind" ausgezeichnet, solange deine Kinder zwischen 1,5 und 6 Jahren sind. Das Buch hilft deinen Kindern ungemein mit der Aufräummotivation, weil das Aufräumen spielerisch gemacht wird und somit mehr Spaßfaktor hat. Nebenbei üben sie sich im effektiven Aufräumen und lernen, wo die Dinge hingehören. Zusätzlich (oder wenn dein Kind schon im Grundschulalter ist) helfen dir die Aufräum-Routine-Karten, um deinem Kind zu helfen, den Überblick beim Aufräumen zu behalten.


Aufräumen Kinder: Die 5-Minuten-Aufräum-Methode einführen

Wenn deine Kinder dann genau wissen, wo die Spielsachen hingehören und diese auch selbständig aufräumen können, dann ist es soweit und du kannst das 5 Minuten Aufräumen mit Kindern einführen.

Zu Beginn erklärst du deinem Kind, dass du das 5-Minuten-Aufräumen machen willst. Sage auch, warum du es machen willst, wie es abläuft (siehe oben die Beschreibung) und wie oft das täglich stattfinden wird. 

In den ersten Woche(n) bist du noch dabei und hilfst beim Aufräumen des Kinderspielzeugs. Beobachtest du, dass deine Kinder auch alleine schon gut vorankommen, dann kannst du dazu übergehen, dass du während dem 5-Minuten-Aufräumen auch deine eigenen Sachen aufräumst, eine Haushaltstätigkeit machst oder z.B. eine Schublade aussortierst.

Sollen deine Kinder nicht nur beim Aufräumen, sondern auch im Haushalt mehr helfen? Dann ist dieser Artikel interssant für dich.

Wenn du noch weitere Artikel zum Alltag mit Kind verbessern haben willst, wirst du hier fündig: Alltag mit Kind

Wie steht es bei euch mit dem Aufräumen? Musst du deine Kinder noch ans Aufäumen heranführen oder fängst du gleich mit der 5 Minuten Methode an? Schreibe mir gerne einen Kommentar dazu!

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