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Dezember 27, 2021

Wird deinem Kind schnell langweilig oder gibt es beim Spielen sofort auf, wenn etwas nicht klappt? In diesem Artikel habe ich Elternfragen beantwortet zum Thema: Kleinkind beschäftigen

Elternfragen zum Thema: Kleinkind beschäftigen

Frage zu Spielen mit Kleinkind: Mein Kind ist 2 Jahre alt. Ihm wird sehr schnell langweilig und es ist eine Herausforderung ihn zu beschäftigen, weil das Interesse für egal was in ein paar Minuten weg ist. Was kann ich tun? 

Ich möchte dir zwei Überlegungen an die Hand geben, die dir weiterhelfen, um das Spielen mit Kleinkind zu entspannen.

1) Damit dein 2-jähriges Kind sich länger mit einem Spielzeug beschäftigt, braucht es zu allerest etwas, das es interessiert und meistens auch einen Spielpartner, der das Spiel weiterhin interessant hält.

Mit zwei Jahren können sich viele Kinder noch nicht länger als ein paar Minuten auf eine Sache konzentrieren. Wenn du oder ein Geschwisterkind jedoch immer einmal wieder einen neuen Spielimpuls setzt, kann die Aufmerksamkeit für eine längere Zeit aufrecht erhalten bleiben. (Muss es jedoch nicht!)

Beispiele wie das Spielen mit Kleinkind klappt, indem du Spielimpulse, die das Interesse am Spiel erhalten, vorgibst:

Wie du mit Kind spielen kannst, um sein Spielinteresse auf einen Gegenstand zu lenken:

Wenn du Zeit hast, dich mit deinem Kind zu beschäftigen, dann hole eines seiner momentanen Lieblingsspielzeuge und spiel mit deinem Kind. Wenn du merkst, dass es das Interesse verliert, varierst du das Spiel:

Beispiel: Spiel mit Ball

  • Ball hin und her rollen
  • Ball zuwerfen und fangen probieren
  • den Ball vom Sofa runterrollen lassen
  • den Ball unter dem Stuhl durchrollen...

Wenn dein Kind immer noch gerne mit dir weiterspielen möchte, kannst du das Spiel mit dem Ball weiter ausbauen, indem du einen weiteren Gegenstand dazu holst und das Spielinteresse am Ball dadurch weiterhin bestehen bleibt:

  • du könntest ein Brett holen und eine Rollbahn bauen
  • oder eine Decke und den Ball darunter versteckt rollen lassen bzw. den Ball auf die Decke legen und die Ecken der Decke leicht anheben, sodass sich der Ball von alleine bewegt

2) Eine zweite Überlegung ist folgende:

Ist dein Kind sehr wissbegierig und entdeckungsfreudig und braucht die Stimulation von unterschiedlichen Spielsituationen? Vielleicht ist es gerade deswegen so schnell von einer Spielsituation gelangweit?

Oder ist ganau das Gegenteil der Fall: Machen die vielen Spielmöglichkeiten dein Kind unruhig und verhindern, dass es sich auf ein Spiel wirklich einlässt?

Das kannst du am besten durch Ausprobieren herausfinden:

Stelle einmal eine Auswahl von 5-6 Spielsachen bereit und ein anderesmal nur eine Spielsache (und achte darauf, dass andere Spielsachen nicht zu nahe sind und ablenken könnten). Gibt es einen Unterschied im Spielverhalten deines Kindes?

Frage: Mein Kind (3) gibt sofort auf, wenn etwas nicht klappt - wie kann ich es unterstützen?

Ich würde seine Erfahrung in eigenen Worten widergeben.

Beispiel: "Du wolltest den Stift spitzen und es klappt einfach nicht. Das hat dich so geärgert, dass du den Spitzer weggeschubst hast."

Danach kannst du deinem Kind deine Hilfe anbieten (NICHT einfach helfend eingreifen!) oder den Vorschlag machen, es gemeinsam zu tun oder es auf eine andere Art und Weise zu probieren.

Dadurch erfährt dein Kind, dass es mit seinem Problem nicht mehr alleine dasteht, dass es Hilfe in Anspruch nehmen und auch verschiedene Wege versuchen kann. Es kann in sich horchen, ob es diese eine Sache noch einmal alleine versuchen möchte oder lieber deine Hilfe in Anspruch nehmen will.

Du kannst deinem Kind auch von einer deiner Erfahrung erzählen, als einmal etwas nicht klappen wollte (Jedoch erst, wenn dein Kind nicht mehr frustriert vor sich hin schimpft, sondern sich schon wieder etwas beruhigt hat):

Frage dein Kind, ob es hören möchte, wie es dir mit einer schwierigen Sachen erging.

  • erzähle von einer Situation, als etwas nicht klappen wollte und wie du dich geärgert hast (evtl. wie sich der Ärger bei dir ausdrückte)
  • erzähle von deinen wiederholten Versuchen, es zu schaffen
  • erzähle, wie du darüber nachgedacht hast, wie du es anders angehen könntest, sodass es doch noch klappt
  • erzähle, wie du so lange ausprobiert hattest, bis du einen Weg der funktionierte gefunden hattest

Dein Kind kann dadurch miterleben, wie du mit deinen Frustrationen umgegangen bist und dass es ganz normal ist, wenn man mehrere Anläufe für eine Sache braucht.

Dein Kind lernt von dir, dass Dinge manchmal nicht so klappen, wie man sich das vorstellt und dass es auch andere Wege gibt, erfolgreich zu sein. Ob man nun um Hilfe bittet, eine andere Art und Weise ausprobiert oder im Internet nach Lösungen sucht, ist egal - es zeigt einfach den Weg aus Frustration heraus und hin zur Eigenverantwortung.

Frage: Mein Kind (4) kann sich nicht alleine beschäftigen. Es langweilt sich lieber als alleine zu spielen. Was kann ich tun?

Ich finde Langeweile ist keine schlechte Sache. Wenn sich ein Kind nämlich lange genug gelangweilt hat, steigt im Normalfall eine kreative Idee oder Spielimpuls im Kind hoch, welche dein Kind dann voller Begeisterung umsetzt.

Manchmal greifen Eltern in diesen Prozess wohlmeinend ein, weil sie die Langeweile ihres Kindes als negativ empfinden. Dadurch hindern sie ihr Kind daran zu erfahren, dass es aus eigener Kraft und mit einer neuen Idee aus dem Gefühl der Langeweile herausfinden kann.

Beim nächsten Mal wenn deinem Kind langweilig ist, lehne dich zurück und beobachte es:

  • Kommt es selbst aus der Langeweile heraus mit einer neuen Spielidee?
  • Kommt es zu dir gelaufen und erwartet Unterhaltung oder Ablenkung durch dich?

Im zweiten Fall kannst du deinem Kind sein Gefühl der Langeweile widerspiegeln und es gleichzeitig in die Eigenverantwortung zurück führen: "Dir ist langweilig. Ich bin noch eine halbe Stunde beschäftigt. Was könntest du jetzt alleine tun?"

Frage:  Mein Kind (1,5) wirft Spielzeug gegen die Möbel. Wie kann ich es davon abhalten?

Wenn dein Kind das Werfen gerade voll interessant findet, dann kannst du versuchen zu erklären, dass du das nicht möchtest, wirst jedoch sehr wahrscheinlich nicht viel Erfolg damit haben.

Anstatt nun in einen Machtkampf mit deinem Kind zu treten, indem du oft "nein" oder "höre auf damit" sagen musst, empfehle ich dir, deinem Kind etwas anzubieten, was es noch mehr fasziniert, als das Werfen von Spielzeug.

Das könnte ein anderes Spiel, ein Lied oder ein Buch sein (etwas, das dein Kind liebt).

Die andere Variante wäre, dass du versuchst einen Spielzeugtausch zu machen, damit dein Kind etwas Weiches zum Werfen benutzt. Es könnte zum Beispiel mit einem kleinen Softball werfen.

Oder du holst große Kissen - oder noch besser eine Matratze - lehnst diese an die Möbel und machst ein richtiges Spiel daraus: Du holst Dinge, die beim Werfen gegen die Matratze nicht kaputt gehen. Vielleicht wollt ihr noch große Kartons vor die Matratze stellen und versuchen, dort hinein zu treffen?

Frage:  Mein  Kind (1) ist wahnsinnig ungeduldig, sobald es nicht sofort das bekommt, was es will und dann kann man es kaum noch beruhigen. Hast du dafür Tipps?

Meine Kinder hatten auch Phasen, da waren sie wahnsinnig ungeduldig, sobald sie mal nicht sofort das bekamen, was sie wollten (das ging schon beim Essen, Trinken, etc. los).

Ein Kind lebt im Hier und Jetzt und wenn es etwas nicht gleich bekommt, dann denkt es, es bekommt die Sache, die es haben möchte, gar nicht mehr.

Deshalb setzt sich dein Kind auch so vehement für seine Wünsche ein.

Was ich dir empfehle: Sprich mit deinem Kind darüber, dass du um seinen Wunsch weißt und was du noch tun musst, bis sein Wunsch erfüllt werden kann.

In etwa so, wenn dein Kind hungrig ist und voller Unmut darauf wartet, etwas zu Essen zu bekommen:

"Ich weiß du hast Hunger. Jetzt schneide ich eine Scheibe Brot ab. Nun hole ich die Butter aus dem Kühlschrank, mache die Verpackung weg (immer in dem Tempo sprechen, wie du die Schritte machst!), schneide Butter ab und verstreiche sie auf deinem Brot. Fertig, schau, jetzt kannst du es essen."

Dieser Prozess "Tun und sagen, was du gerade tust" kann deinem Kind helfen, die Zeit zu überbrücken und zu sehen, dass du für die Erfüllung seiner Bedürfnisse arbeitest und ihn nicht vergessen hast. 

Bei noch nicht sprechenden Kindern habe ich zusätzlich das Babyzeichensprache-Zeichen für Warten eingesetzt.

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