Kennst du diese Momente oder manchmal sogar Stunden, in denen deine Kinder dich nerven und du dich frustriert, genervt oder am Ende deiner Kräfte fühlst – und du dir nichts mehr wünschst, als wieder entspannter zu sein?
Viele Eltern erleben das, besonders im hektischen Familienalltag, und es löst oft Schuldgefühle aus, weil du eigentlich liebevoll reagieren möchtest.
Das lässt sich ändern. In diesem Blogartikel erfährst du, was du tun kannst, wenn deine Kinder dich nerven, und ich gebe dir drei einfache, alltagstaugliche Übungen an die Hand – mit Dankbarkeit, Achtsamkeit und Wertschätzung – die dir helfen, dich schnell wieder zu regulieren, inneren Frieden zu finden und entspannter mit deinen Kindern umzugehen.
Warum ist das so schwer entspannter zu werden - was steckt dahinter?
Es ist ein Freitagabend und ich bin genervt vom Tag. Meine Kinder hatten nämlich schon den ganzen Nachmittag schlechte Laune. Dann kamen noch verschiedenste Streitigkeiten dazu und auch die Abendroutine verlief sehr schleppend. Puh, endlich sind die Kinder im Bett und ich kann durchatmen. Du kennst bestimmt auch solche Tage, oder?
Wenn ich an einem solchen Abend über die vergangenen Stunden mit meinen Kindern nachdenke, dann bin ich traurig über die Art und Weise, wie ich mit meinen Kindern gegen Abend hin gesprochen habe (als die Nerven zum Zerreißen gespannt waren).
Ein genervter Tonfall, ein Befehl hier und dort, ein tiefer Seufzer. Alles Kommunikationsweisen, die ich als verletzend empfinden würde, wenn das jemand mit mir machen würde.
Falscher Fokus
Die Einstellung "Kinder nerven mich" lässt mich den Alltag nicht genießen, weil mein denkender Teil mit dieser Einstellung immer auch nach Bestätigung sucht, dass das auch wirklich so ist. Also nehme ich durch diesen Wahrnehmungsfilter immer mehr nervige Dinge wahr.
Ein Teufelskreis entsteht.
Was steckt hinter meinen (nicht so netten) Verhaltensweisen?
Wenn ich länger über die Situation nachdenke, dann sind es nicht die Streitigkeiten meiner Kinder oder andere anstrengende oder stressige Momente im Tagesablauf, die mich so unzufrieden, unentspannt oder genervt werden lassen.
Der falsche Fokus verstärkt es nur. Aber was wirklich hinter meiner Unzufriedenheit und Genervtheit steckt, ist, dass ich aus meiner inneren Mitte herausgerutscht bin und nur noch im Außen versuche, Gegebenheiten zu verändern.
Wie ich wieder zurück in meine Mitte komme
Deshalb habe ich mich schon vor Längerem auf die Suche gemacht, was mir (und anderen Eltern) helfen könnte, um generell mehr in der eigenen Mitte zu bleiben - auch bei einem Nachmittag voller Geschwisterstreit oder mit mehreren Wutanfällen.
Bei meiner Suche bin ich bei 4 Dingen hängen geblieben (die im Verlauf des Artikels folgen) und ich merke, dass ich immer mal wieder gelassener reagiere - gerade auch in "Trigger-Situationen".
Entspannter werden: Mit Hilfe der Dankbarkeit
Das Üben von Dankbarkeit hilft, den Fokus auf etwas anderes als das genervt sein zu setzen.
Es ist nicht gerade leicht, sich dankbar zu fühlen, wenn man schon schwer genervt ist. Deshalb empfehle ich dir, schon mit dem entspannter werden mit Hilfe der Dankbarkeit zu beginnen, wenn du einen Hauch von Ärger oder Frust verspürst. Zu diesem Zeitpunkt ist es viel leichter, einen positiveren Fokus zu setzen.
Da man nicht zwei gegensätzliche Gefühle gleichzeitig fühlen kann, wirst du schnell merken, ob du noch von genervt sein auf Dankbarkeit umschwenken kannst. (Wenn nicht, kannst du noch eine der anderen Übungen ausprobieren oder dein Gefühl durchfühlen und loslassen, was du hier lernen kannst.)
Wenn es dir gelingt, dann wird das Gefühl der Dankbarkeit dein genervtes oder unentspanntes Gefühl beruhigen, deinen Stress reduzieren und deine Perspektive verändern.
Auf längere Sicht hilft dir Dankbarkeit, mehr in deiner eigenen Mitte zu ruhen.
Es gibt mehrere Dankbarkeitsübungen, die dir dabei helfen können, generell mehr Ruhe, Gelassenheit und Zufriedenheit in deinen Alltag zu bekommen:
Mit Hilfe der Achtsamkeit im Hier und Jetzt ankommen und entspannter werden.
Schon länger begleitet mich das Thema Achtsamkeit – das im Moment sein und ihn mit allen Sinnen wahrnehmen.
Wenn man immer wieder ein paar kleine Momente im Tagesablauf damit verbringt, ganz im Hier und Jetzt zu verbringen, verringert das den inneren Stress und hilft somit entspannter zu werden und sich weniger vom Alltag mit Kind stressen zu lassen.
Die typische Achtsamkeitsübung läuft folgendermaßen ab:
Update:
Mich hält diese Übung jedoch oft viel zu sehr im Kopf, im Denken. Meine Achtsamkeitsübung ist jetzt, dass ich mich vom Kopf ins Herz sinken lasse und so in diesem Moment bin. Wenn ich wieder in die Gedanken rutsche, gehe ich zurück in den Jetzt Moment.
Was mir hilft, im Hier und Jetzt und in meiner Mitte zu sein
Den kompletten Ablauf, wie ich in meine Mitte komme und dabei meine Gefühle reguliere, sodass ich im Alltag mit meinen Kindern fast immer ruhig und gelassen umgehen kann, findest du hier.
Entspannter werden: Mit Hilfe der Wertschätzung
Es ist schön, wenn man Wertschätzung von anderen Menschen bekommt – nur kann man das nicht beeinflussen.
Was man jedoch beeinflussen kann, ist die Wertschätzung, die man sich selbst gibt und auch die Wertschätzung, die man anderen Menschen gibt bzw. für sie empfindet.
Wertschätzung, die man sich selbst schenkt, hilft dabei, entspannt zu werden und mehr in sich selbst zu ruhen und von seinem Wert überzeugt zu sein.
Das wiederum hilft, dass man nicht nur gibt, um Anerkennung zu bekommen, sondern weil man es aus ganzem Herzen tun möchte. Oder man sagt auch einmal "nein".
Übungen zur Selbstwertschätzung
Übungen zur Wertschätzung von anderen Menschen
Wertschätzung, die man für andere empfindet, hilft "unbeschadet" durch stressige Momente oder Stunden mit diesem Menschen zu kommen. Diese Übung machst du immer zu einem Zeitpunkt, zu dem du gerade nicht genervt bist. Es ist sozusagen als Prophylaxe gedacht :-) - sodass du dich nicht so schnell wieder genervt fühlst von dieser Person.
Ist der Punkt überschritten, in dem es dir möglich ist, Wertschätzung zu empfinden, ist es an der Zeit, deine Gefühle zu fühlen und dann loszulassen. Der GefühlsRaum Videokurs begleitet dich dabei Schritt für Schritt.

Hallo Petra,
vielen Damk für die Anregungen und Tipps. Das ist genau das, wonach ich gesucht habe ;)
Nach dem langen Wochenende mit viel Regen und viel Ärger mit den Kindern, muss hier unbedingt mehr Enntspannheit rein. Ich wünsche mir für mich vieeel mehr Gelassenheit in stressigen Situationen.
Liebe Grüße
Ich wünsche Dir viel Erfolg mit den Übungen und freue mich, dass du genau das gefunden hast, nachdem du gesucht hast. LG Petra
Danke für deine tollen Artikel, sie sind wirklich hilfreich für mich…und auch für andere Eltern, denen ich den Tipp gab, mal hier zu lesen!
Seit ich zufällig mal hier landete, schaue ich ganz oft vorbei und finde immer wieder etwas, das uns den Alltag erfreulicher macht. Danke!
Vielen herzlichen Dank für deine lieben Worte und die Weiterempfehlung meines Blogs! Habe mich sehr darüber gefreut. LG Petra
Vielen Dank, in meiner Natur bin ich ein dankbarer Mensch und trotzdem verliere ich in solchen turbulenten Moneten manchmal die Nerven und brülle drauf los! Danke für diese wertvolle Erinnerung :)
Gern geschehen. Nerven verlieren passiert – sich öfters dankbar fühlen hilft nur, sie nicht mehr so oft zu verlieren ;-) LG Petra
Liebe Petra,
danke dir vielmals für den Beitrag.
Ich kann mich an vielen Tagen der Woche mit meinen beiden Kindern (8 1/2 und 4 1/2) darin wiederfinden, und bin eherlich gesagt oft am verzweifeln, weil ich fühle, dass ich die dauernden Launen, Streiteren und Wutausbrüche – je nach einener Tagesverfassung – immer schlechter abpuffern kann…..
Ich werde mal probieren, mir deine Worte und Tipps zu Herzen zu nehmen,
danke dir,
Andrea
Liebe Andrea,
das kann ich gut verstehen! Fang die Übungen an, wenn du zur Ruhe gekommen bist – nicht wenn du mitten in den Streitigkeiten drin steckst – dann ist es leichter, wieder Dankbarkeit und Wertschätzung zu fühlen. Wenn du dies über einen längeren Zeitraum machst, dann passiert es MANCHMAL, dass man sich in der herausfordernden Situation daran erinnert und augenblicklich ein wenig ruhiger wird. Alles Gute, Petra
Seit ich deine Seite entdeckt habe stöbere ich regelmäßig wenn ich Zeit habe in deinen Artikeln. Vielen Dank für diesen tollen!
Ich bekomme in 4 Wochen wieder Nachwuchs. Den Alltag mit der großen zu genießen fällt mir manchmal schwer, sie spürt die nahende Veränderungen und ist manchmal sehr schwierig… Ich versuche es mal mit mehr Dankbarkeit Achtsamkeit und Wertschätzung. ?
Vielen herzlichen Dank für deine netten Worte! Alles Gute für euch! LG Petra
Oh das klingt passend. Danke für die Anregungen.
Liebe Grüße von der Mo
Freut mich! LG und viel Erfolg damit!
Hallo,das trifft so zu! Es hilft mir immer, hier auf deiner Seite zu lesen.
Mir fällt die Achtsamkeit immer am Schwersten. Daran muss ich noch arbeiten. Im Moment Leben und fühlen fällt mir schwer.
Danke für deine Unterstützung, Regina
Liebe Regina, danke für deine Worte. Ich finde es auch oft schwer, im Moment zu bleiben und nicht 100 Schritte voraus zu denken, deshalb helfen mit bewusste „Übungseinheiten“, um wieder zurück ins Hier und Jetzt zu kommen! LG Petra