27. Juli 2018

Was du tun kannst, wenn dein Kind deine Aufforderungen und Bitten ignoriert

Dein Kind ignoriert Aufforderungen und Bitten

Im vergangenen Monat haben wir (einige Leser/innen und ich) uns darauf konzentriert, das Gefühl provoziert zu werden, loszulassen und in diesen Situationen anders zu denken und zu reagieren.  

Nun ist es Zeit für ein neues Fokus-Thema für den Monat August (und auch den September, da es eine Blogpause bis Mitte September geben wird).

In allen Monatsfokus-Themen geht es darum, dass jeder, der mitmachen möchte, sich einfach einen Monat lang darauf konzentriert, dieses Thema so gut wie möglich in seinem Familienalltag umzusetzen.

Meine Beobachtungen im vergangenen Monat:

Im Juli habe ich mir die Situationen notiert, in denen ich mich von meinen Kindern provoziert fühlte und beim Analysieren stellte sich klar heraus, dass die Situationen alle eines gemeinsam hatten:

Eine für mich stressige Situation, in denen meine Kinder meinen Aufforderungen und Bitten nicht nachkamen. Sie entweder meine Bitten ignorierten oder meine Aufforderungen abtaten mit „ich habe keine Lust (oder Zeit)“.

Danach überlegte ich mir, was ich in diesen Situationen brauchen würde, um ruhig bleiben zu können und um dadurch nicht in den Provokation-Machtkampf einzutreten:

Ich brauche in diesen Situationen die Gewissheit, dass meine Kinder das tun, worum ich sie bat, ohne dass ich nörgelnd daneben stehen muss.

Soweit so gut, nur wie bekomme ich das hin? Kinder sind nun mal Kinder und funktionieren nicht auf Knopfdruck.

Während ich darüber nachdachte, wie ich diese Situationen anders meistern könnte, schoss mir ein Satz durch den Kopf: „Verantwortung übertragen, anstatt Gehorsam zu fordern!“

Meine Erkenntnisse:

Das ist es, dachte ich mir. Das kann die für mich stressigen Situationen auf lange Sicht entspannen und mir die Gewissheit geben, dass die Dinge auch ohne mein Drängen oder Nörgeln gemacht werden.

Dass Verantwortung übertragen nicht von heute auf morgen geschehen wird, ist mir klar. Ich werde also noch viele stressige Situationen durchlaufen, in denen mein Vorhaben nicht fruchten wird und ich mich womöglich wieder provoziert fühle.

Trotzdem möchte ich diesen Weg des Verantwortung abgebens weitergehen und damit in eine bessere gemeinsame Zukunft investieren. Denn ich will meine Kinder lieber zu einem verantwortungsvollen als einem gehorsamen Menschen erziehen.

Neuer Monatsfokus:

Im August und September will ich mir zuerst einmal überlegen, in welchen Situationen oder Teilbereichen ich meinen Kindern Verantwortung übertragen, bzw. ich sie ihnen zurück geben möchte.

Dann finde ich einen oder mehrere Wege, wie ich das Umsetzen könnte, dass mein Kind in dieser Situation oder diesem Teilbereich selbst verantwortlich sein kann.

Beispiele könnten sein: Erinnerungsstütze für Kinder machen oder mehr auf Augenhöhe der Kinder anbringen, damit sie es selbst tun können.

Danach werde ich mit meinen Kindern sprechen und ihnen erklären, was ich verändern möchte und was ich mir überlegt habe. Ich werde sie fragen ob die Umsetzung so für sie passt oder sie noch einen besseren Vorschlag haben, wie das Verantwortung übernehmen gelingen könnte.

Bist du (wieder) mit dabei?

Willst du deinen Kindern auch Verantwortung übertragen, um in Zukunft stressige Situationen zu entspannen und aus der Provokationsfalle herauszukommen?

Dann mache doch mit! Nutze den August und September, um dir Wege zu überlegen, wie du deinen Kindern Verantwortung in stressigen Situationen übertragen kannst und setze es um.

Natürlich werden uns immer wieder „Ausrutscher“ passieren. Das ist nicht schlimm! Den Alltag mit Kind zu verbessern ist immer ein Prozess –und Prozesse brauchen Zeit. Außerdem gehören Fehler zum Lernprozess dazu!

Spring an Bord unserer Monatsfokusse und sei (wieder) mit dabei! Hinterlasse mir bitte einen Kommentar, dass du mitmachst. Ich freue mich riesig, wenn es ganz viele sind! 

 

Hinterlasse einen Kommentar

Monika - 28. September 2018 Kommentiere

Hallo!
Mir kommt das Thema bekannt vor, und wusste gerne wie und was ihr eurem Kind übertragen habt?

Mein Sohn ist 3 1/2. Womit wieder ihr in dem Alter beginnen?

Lieben Dank!
VG, monika

    Petra - 9. Oktober 2018 Kommentiere

    Liebe Monika,
    ich habe meinen Kindern mit 3,5 Jahren kleine Dinge übertragen wie Tisch abräumen (Teller und Besteck – nicht die Töpfe) und nach dem nach Hause kommen ihre Dinge verräumen. Das habe ich mit Hilfe von Erinnerungsbildern gemacht, die man nach Beendigung der Tätigkeit mit Hilfe von Klettverschlüssen wieder zukleben kann. Am nächsten Morgen öffne ich sie wieder. Ansonsten habe ich mit meinen Kindern mit 3 Jahren auch einen Abendroutine-Plan gemalt, sodass meine Kinder selbstverantwortlicher am Abend mitmachen können.
    Ich hoffe, das hilft dir weiter.
    LG Petra

Reo - 25. September 2018 Kommentiere

Ich mache auch mit, denn diese Situationen sind derzeit dauergadt bei uns

    Petra - 27. September 2018 Kommentiere

    Super, dass du mitmachst. LG Petra

Karin - 30. Juli 2018 Kommentiere

Hallo da mache ich mit. Dieses Problem habe ich auch
Liebe Grüße
Karin

    Petra - 31. Juli 2018 Kommentiere

    Hallo Karin, schön, dass du auch mitmachst! LG Petra

Regina Dounas - 27. Juli 2018 Kommentiere

Hallo Petra,
ich lese gern deine Artikel und lass mich inspirieren.

Viele Grüße
Regina

    Petra - 31. Juli 2018 Kommentiere

    Hallo Regina, dass freut mich sehr! LG Petra

Nicole - 27. Juli 2018 Kommentiere

Ja, ich mache mit! Denn ich möchte nicht mehr nörgeln, sondern positiv sein. Guter Punkt, dem Kind Verantwortung zu übertragen!
Nicole

    Petra - 27. Juli 2018 Kommentiere

    super, dass du mit dabei bist! Viel Erfolg bei der Umsetzung. LG Petra

Monika Koch - 27. Juli 2018 Kommentiere

Hallo,

ich lese gerne deine Beiträge, bin aber „nur“ die Oma von fast dreijährigen Zwillingen, d.h. die Haupterziehungsarbeit liegt bei den Eltern. Ich gebe aber manchmal gerne deine Tipps und Ideen weiter. Als meine Kinder klein waren, gab es leider diese Art des Gedankenaustauschs nicht, also kann ich vielleicht auch noch etwas lernen.
Vielen Dank für deine Arbeit,

Monika

    Petra - 27. Juli 2018 Kommentiere

    Danke dir für deine Worte liebe Monika! Das freut mich sehr, dass du auch meinen Blog liest! LG Petra

Michaela - 27. Juli 2018 Kommentiere

Hallo Petra,
Da bin ich dabei. Das Problem mit dem ignoriert werden habe ich auch häufiger 🙄. Mir ist schon klar, dass das nicht bösartig ist, er ist einfach gerade vertieft in was auch immer, aber ich unterbreche ihn ja auch nicht, wenn es unwichtig ist… 😊. Also euch ganz wichtiger monatsfokus!

Liebe Grüße,
Michaela

    Petra - 27. Juli 2018 Kommentiere

    Hallo Michaela,
    super, dass du mit dabei bist! Viel Erfolg bei der Umsetzung. LG Petra

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