Bist du mit deinem Alltag mit Kind - so wie er jetzt läuft - nicht zufrieden?

Dann klicke auf den Button und finde heraus, wie du deinen Alltag mit Kind Monat für Monat verbessern kannst:

Dein Kind provoziert dich und du möchtest daran gerne etwas ändern? In diesem Artikel erfährst du, wie du vorgehen kannst, um die Situationen in denen Provokation auftritt zu verringern.

Kind provoziert bis aufs Blut

Manchmal hast du vielleicht sogar das Gefühl dein Kind provoziert bis aufs Blut. Und das lässt dich natürlich auch nicht kalt. Machtkämpfe, unschöne Worte und/oder verletzte Gefühle auf beiden Seiten sind die Folge.

Warum?

Wenn du dich Provoziert fühlst, hast du wahrscheinlich das Gefühl die Kontrolle zu verlieren. Die willst du wiedererlangen und schon steigst du in einen Machtkampf mit deinem Kind ein.

Außerdem löst das Gefühl des Provoziert werdens oft alte, eingespielte, ungeliebte Verhaltensmuster in Menschen aus wie z.B. laut werden, schimpfen, scharfe Kritik oder Sarkasmus, die dann im Nachhinein wieder leid tun.

Was du dagegen tun kannst?

Wie ruhig bleiben wenn Kind provoziert

Wie ruhig bleiben, wenn Kind provoziert? Das ist die 100 Millionen Dollar Frage.

Meiner Erfahrung setzt diese Frage zum falschen Zeitpunkt an:

Wenn dein Kind schon provoziert und deine ärgerliche Reaktion bereits startete, dann ist es unheimlich schwer, noch ruhig zu bleiben - weil alte Verhaltensmuster dich einfach überrollen.

Deshalb setze ich woanders an, wenn ein Kind provoziert:

Was kann ich tun, um mit diesen Provokationen anders umzugehen, bzw. solche Situationen erst gar nicht entstehen zu lassen?

Dafür nutze ich diese 4 Schritte:

Mein Kind provoziert mich: 4 Schritte damit umzugehen

Schritt 1: In welchen situationen provoziert dich dein kind?

Notiere dir zuerst einmal alle Situationen in Stichpunkten, in denen du dich von deinem Kind provoziert fühlst. Leg dir für die nächsten Tage einen Zettel und Stift bereit und fange an, dir Situationen zu notieren.

Schritt 2: Situationen in denen dein kind provoziert analysieren

Im zweiten Schritt analysierst du die notierten Situationen:

  • Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen den Situationen? Einen gemeinsamen Nenner? (Gleiche Tageszeit, Bei Hausaufgabe, Geschwisterkommunikation...)
  • Schau dir die notierten Situationen genau an: Was provoziert dich daran am meisten. (Lautes Schimpfen deines Kindes, Ausdrücke sagen...)
  • Was ist deiner Meinung nach der Auslöser, der das provozieren deines Kindes in diesen notierten Situationen gestartet hat?

Schritt 3: Was brauchst du und dein kind?

Im dritten Schritt überlegst du dir, was du in den von dir notierten Situationen brauchst - aber auch was dein Kind von dir braucht - damit die Anzahl der Situationen, in der dein Kind provoziert abnehmen kann:

  • Hast du z.B. als gemeinsamer Nenner der notierten Situationen festgestellst, dass das Provozieren immer direkt nach der Schule passiert und danach abnimmt. Dann überlegst du dir dazu, was du brauchst (z.B. ein freundliches Hallo, wenn Kind zur Türe herein kommt), aber auch was dein Kind in diesem Moment brauchen könnte (z.B. erst mal ein paar ruhige Minuten, bevor irgendetwas von ihm erwartet wird). Du kannst dir auch überlegen, wie du die Situation selbst verändern könntest, damit es gar nicht mehr zu diesem Provozieren kommt.
  • Wenn du nicht genau weißt, was du in diesen Situationen brauchst: Du hast dir in Schritt 2 schon notiert, was dich an den Situationen provoziert. Jetzt kannst du es umformulieren (ins Gegenteil setzen) zu dem was dir wichtig ist: z.B. wertschätzende Sprache
  • Und zuletzt hast du dir in Schritt zwei Gedanken zum Auslöser der Situation gemacht. Was könntest du an dem Auslöser der Situation vorab verändern - für dich aber auch für dein Kind - dass die gleiche Situation morgen nicht wieder so provozierend verläuft? 
  • Wenn du nicht genau weißt, was sich dein Kind in dieser Situation wünscht oder es von dir braucht, dann es es der beste Weg, es zu fragen in einem Gespräch. Dieses sollte jedoch fernab einer provozierenden Situation stattfinden - dann wenn alle Gemüter ruhig sind! 
  • Es könnte dir auch helfen, dir folgende Artikel durchzulesen: Verhaltensauffälliges Kind um hinter das Verhalten zu blicken. Und vielleicht steckt hinter dem provozierenden Verhalten auch ein Entwicklungsschub? Mehr darüber erfährst du hier.

Schritt 4: Umsetzung

Jetzt nimmst du dir deine Notizen aus Schritt 3 und probierst sie NACH UND NACH aus. Nur ja nicht alle auf einmal! Das übt nur Druck auf dich aus und ist kontraproduktiv beim Ruhig bleiben.


Beispiele:

  • Du hast gemerkt, dass es immer eine Situation ist, die das provozierende Verhalten deines Kindes auslöst: Du veränderst etwas an dieser EINEN Situation und beobachtest ein paar Tage lang, ob sich dadurch etwas am provozierenden Verhalten verändert. Wenn nicht, nimmst du deine nächste Idee auf deinem Notizblatt, wie du die Situation noch verändern könntest.
  • Du könntest mit einem Grundschulkind ein Gespräch in einer ruhigen Minute beginnen und sachlich über die Situation sprechen. Auch darüber, was du dir in der Situation wünschst oder was du brauchst (das hast du dir ja in Schritt 3 notiert). Und dann kannst du deine Vermutungen (auch aus Schritt 3) äußern, was denn dein Kind von dir oder in der Situation braucht. Und dann könnt ihr euch austauschen - vielleicht liegst du auch falsch mit deinen Vermutungen und dein Kind braucht etwas ganz anderes? Im Gespräch könnt ihr dann gemeinsame Veränderungen der Situation oder auch eures Verhaltens festlegen.
  • Du hast beim Analysieren der Situationen bemerkt, dass der Auslöser immer der provozierenden Situation häufig das kleine Geschwisterkind war, dass etwas vom Kind kaputt gemacht hat. Dann achtest du in der nächsten Woche stark darauf, dass du dein älteres Kind vor solchen Situationen schützt - z.B. krabbelndes Kind regelmäßig weg von Bauwerken des Kindes bringen und ihm anderes interessantes Spielzeug zu geben.


Willst du noch mehr Schritt für Schritt Anleitungen für deinen Alltag mit Kind?

Dann klicke auf den Button und erfahre mehr über die Schritte zum Erziehen ohne Schimpfen:

Exkurs Leserfrage: Wenn mein größeres Kind das kleinere ärgert und ich eingreife, dann streckt mir mein Kind (4) die Zunge raus. Wie soll ich reagieren? 

Dein Kind ist wahrscheinlich wütend auf dich, wenn du schützend für das jüngere Geschwisterkind eingreifst.

Den Ärger darüber will es irgendwie abreagieren und streckt dir deshalb vielleicht die Zunge raus.

Desweiteren will dein Kind wahrscheinlich mit dem Ärgern und Zunge rausstrecken auf sich aufmerksam machen. Jeder Mensch handelt, um sich Bedürfnisse zu befriedigen. Welches Bedürfnis mag sich dein Kind damit erfüllen?

Vielleicht möchte es mehr gesehen werden?

Deshalb empfehle ich dir, wenn dir dein Kind die Zunge herausstreckt, zuerst einmal die vermuteten Gefühle deine Kindes widerspiegeln. So kann sich ein Gespräch entwickeln.

Beispiel: "Streckst du mir deine Zunge raus, weil du dich über mich ärgerst?"

Dann beobachtest du die Reaktion deines Kindes, ob du mit deiner Vermutung richtig liegst. Oft nickt es oder dein Kind sagt dir etwas über seine wahren Gefühle und du kannst daran anknüpfen. Versuche im Gespräch herauszufinden, was die Ursache dieser Konflikte ist.

Beispiel: Was ärgert dich denn am meisten? Dass du nicht ärgern darfst oder dass ich deinen Bruder schützend auf den Arm nehme?

Wenn du die Ursache entdeckt hast, kannst du im Gespräch darauf eingehen, was sich denn dein Kind wünschen würde, damit seine Bedürfnisse erfüllt werden.

Erst wenn sich dein Kind verstanden und von dir angenommen fühlt, kannst du mit ihm über sein Verhalten sprechen: Teile ihm mit, dass es für dich nicht in Ordnung ist, wenn es das Geschwisterkind ärgert und dir die Zunge rausstreckt und danach sucht ihr gemeinsam nach Lösungen.

Sammelt Ideen, wie dein Kind anders reagieren kann und es trotzdem seine Bedürfnisse erfüllt bekommt, aber auch Ideen, was du schon im Vorfeld tun könntest, damit es erst gar nicht zu dieser Situation kommt.

Ein gutes Hilfsmittel für die Lösungsfindung ist die vorherige Beobachtung, in welchen Situationen dein Kind ärgert und die Zunge rausstreckt. Was ist diesem Moment vorrausgegangen? An diese Momente kannst du im Gespräch anknüpfen und fragen, was es sich denn in dem Moment gewünscht hätte. 

Bist du mit dabei?

Willst du auch herausfinden, was du tun kannst, damit die Situationen des Provozierens wieder abnehmen? Willst du dadurch dich und deinen Alltag mit Kindern um ein Vielfaches entspannen?

Dann mache doch mit! Nutze die nächsten Wochen und gehe durch die vier Schritte hindurch.

Hinterlasse mir bitte einen Kommentar, dass du mitmachst. Ich freue mich riesig, wenn es ganz viele sind! 

Weitere interessante Artikel:

Was tun, wenn Hausaufgaben zum Streitthema werden?

Tobsuchtsanfall: Warum du dich dabei nicht auf einen Machtkampf einlassen solltest

Konflikte mit Kindern entspannen - eine Übersichtsseite


Hinterlasse einen Kommentar

Deine Emailadresse wird nicht veröffentlicht!

  1. Hallo Petra.
    Sehr aktuelles Thema bei uns. Meine Tochter denkt sich immer wieder neue Sachen aus nur um mit mir zu kämpfen.
    Mache also gerne mit. Bin aber auch neugierig was Du am Ende des Monats für Tipps noch gibst.
    LG. Ina

  2. Hallihallo
    Mega interessantes Thema…wie funktioniert das mitmachen?

    Liebe Grüße aus dem Burgenland
    Michelle

    1. Hallo Michelle,
      das freut mich sehr, dass du mitmachen willst. Das Mitmachen ist einfach: Du nutzt den gesamten Juli, um den Monatsfokus in deinem Familienalltag umzusetzen. Bei diesem Fokus könntest du auch jede Woche einen der 4 Schritte nacheinander machen. Wenn du willst kannst du am Ende des Monats gerne einen weiteren Kommentar hinterlassen, wie es dir ergangen ist. Für den August kommt dann wieder ein neues Thema…LG Petra

  3. Genau mein Thema. Ich mache mit. Meine Tochter liebt den Machtkampf. Ich will raus da.
    Jetzt sind auch noch Ferien. Eh schon eine große Herausforderung.
    Liebe Grüße

{"email":"Email address invalid","url":"Website address invalid","required":"Required field missing"}

Erhalte diese Emailserie mit dem Newsletter

wertvolle Tipps, wie du deinen Alltag mit Kind entspannst