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Dein Kind will nicht schlafen? Finde heraus was du tun kannst, damit es mit dem zu Bett gehen, Einschlafen und Durchschlafen wieder besser klappt.

In diesem Artikel habe ich Elternfragen und meine Antworten dazu gesammelt.


Folgende "Kind will nicht schlafen" Fragen kommen in diesem Artikel vor (Klick auf Pfeil öffnet das Inhaltsverzeichnis):
 

Fragen und Antworten zum Thema: Kind will nicht ins Bett oder will nicht Einschlafen:

Frage 1: Mein Kind (3) will plötzlich nicht mehr alleine einschlafen, weil es Angst hat. Hast du mir hierzu ein paar Tipps?

In diesem Alter können verstärkt Ängste auftauchen, die mal schneller und mal langsamer wieder verschwinden.

Kleinkinder sind in der magischen Phase und sehen alles mit "anderen auf sich bezogenen Augen" - alles passiert für sie bzw. wegen ihnen und Ursache-Wirkung wird oftmals ignoriert. Daraus können plötzlich entstehende Ängste resultieren.

Mein Kleiner hat mit 2 Jahren bis 3,5 Jahre so eine Phase gehabt:

Angefangen haben seine Ängste mit so etwas Kleinem wie das Blinken des Feuermelders, der zuvor immer schon in großen Abständen geblinkt hat. Das hat ihm urplötzlich Angst gemacht und danach hatte er Angst, alleine im Zimmer zu sein - obwohl ich das blinkende Licht abgeklebt hatte.

Als Tipps kann ich dir Folgendes mit auf den Weg geben:

  • Nimm die Ängste deines Kindes an, nimm sie ernst und spiele sie nicht herunter - für dein Kind sind seine Ängste real. Schenke deinem Kind in der Einschlafsituation Nähe und Geborgenheit, um ihm wieder ein Gefühl der Sicherheit zu vermitteln. Diese Nähe und Geborgenheit schenken geht am einfachsten mit deiner Anwesenheit. Kann aber auch mit Kuscheltieren oder anderen "Aufpassern" funktionieren. Denn: Nur wenn sich dein Kind sicher fühlt, kann es auch einschlafen
  • Vor dem Schlafengehen kannst du eine extra Kuschelzeit einplanen, dass hilft deinem Kind sich zu beruhigen und seine Müdigkeit wahrzunehmen. Manche Kinder kämpfen regelrecht mit Bewegung gegen ihre Müdigkeit an. Erst wenn ihr Körper zur Ruhe kommt, spüren sie ihre Müdigkeit und können einschlafen
  • Zeige Verständnis für die Ängste deines Kindes und sag deinem Kind, dass du es und seine Ängste verstehst und dass es ok ist, Angst zu haben und dass du für es da bist bzw. im Raum bleibst, bis es eingeschlafen ist

Frage 2: Mein Kind will nicht in seinem Bett schlafen. Es hat lange in seinem Bett durchgeschlafen. Jetzt plötzlich wacht es nachts auf und will bei uns schlafen. Warum? Wie soll ich darauf reagieren?

Dein Kind will nicht in seinem Bett schlafen, wenn es nachts aufwacht? Das ist überhaupt keine Seltenheit und kommt sehr häufig vor. Beide meiner Kinder kamen nachts regelmäßig ins Elternbett.

Dass dein Kind plötzlich bei euch schlafen will, wenn es nachts aufwacht, hat mit Angst zu tun. Diese Angst ist ganz normal, da ein Schatten schnell zum Monster, ein Geräusch zur Einbrecher-Bedrohung wird und dein Kind dies noch nicht verstandesmäßig als "nicht möglich - muss andere Erklärung geben" einstufen kann. Es kann natürlich auch sein, dass ein schlimmer Traum dein Kind aufgeweckt hat und es deswegen nicht mehr in seinem Bett einschlafen kann:

Dein Kind hält in diesen Situationen die innere Anspannung nicht mehr aus und will zu seinen Eltern - will sich beschützt und geborgen fühlen, sodass es zurück in den Schlaf finden kann. Gerade nachts braucht das Kind die Sicherheit und Geborgenheit, die ihm Mama und Papa schenken können.

Du hast nun zwei Möglichkeiten:

  1. Entweder du stehst auf, beruhigst dein Kind und wahrscheinlich musst du bei ihm bleiben, bis es wieder einschläft.
  2. Oder dein Kind darf zu dir ins Bett und dort weiter schlafen.

Je nach deiner eigenen Einstellung bzw. der Häufigkeit des nächtlichen Aufwachens deines Kindes kannst du für dich abwägen, wie du es handhaben möchtest.

Es gibt dabei kein richtig oder falsch!

Wenn das Kind schon zum Einschlafen im Elternschlafzimmer sein möchte, muss das jede Familie für sich abklären. Schlafen dann alle gut ein oder fühlt sich jemand gestört?

Es ist vollkommen in Ordnung das Kind auch bei sich einschlafen zu lassen, wenn alle gut schlafen.

Ansonsten könnte Folgendes eine gute Alternative sein:

Ich habe meinen Kindern immer gesagt, dass, wenn sie nachts aufwachen und Angst haben, sie jederzeit zu mir ins Bett kommen dürfen, weil ich mir nichts Schlimmeres vorstellen konnte, als ein Kind, dass vor Angst in seinem Bett zittert.

Von diesem Angebot wurde auch rege Gebrauch gemacht. Dafür schliefen meine Kinder auch sehr oft in ihren Betten ein, weil sie die Sicherheit hatten, dass, wenn sie schlecht träumten oder Angst hatten, sie jederzeit zu mir kommen dürfen oder ich sie hole, wenn sie rufen.

Trotzdem gab es auch Phasen, in denen eins der Kinder nur bei uns einschlief, weil Ängste oder innere Unruhe einfach zu groß waren.

Frage 3: Mein Kind will nicht ins Bett! Abends will mein 14 Monate altes Kind seit einer Woche nicht mehr gewickelt werden und auch keinen Schlafanzug anziehen. Merkt es, dass es ins Bett geht?

Ich denke schon, dass dein Kind weiß, dass es ins Bett geht (es erkennt die Routine) und mit 14 Monaten wäre es eine typische Zeit, dass dein Kind seinen eigenen Willen entdeckt und dir mit seinem Widerstand vielleicht mitteilen will, dass es noch keine Lust hat auf Schlafen (auch wenn es müde ist - der Reiz des Spielens ist einfach zu groß).

Es kann der Beginn der Autonomiephase (Trotzphase) sein, in der dein Kind schaut, mit welchen Strategien es das bekommt, was es sich vorstellt.

In dieser Zeit ist es wichtig, auf dein Kind einzugehen, seine Wünsche anzuhören und eine kleine Abmachung zu treffen ("ich habe dich verstanden, du willst noch nicht deine Windeln wechseln lassen - du darfst jetzt noch ein Mal spielen und dann gehen wir zum Wickeltisch, o.k.?").

Das "o.k.?" nutze ich aus folgenden Grund:

Damit eine Kommunikation entstehen kann (z.B. ein "Nein" oder Kopfschütteln auf Seiten des Kleinkindes) darüber, welche Bedürfnisse das Kleinkind hat.

Dann kannst du wiederum mitteilen, was du willst und ihr trefft euch in der Mitte - ein Kompromiss ist geboren. (Und ja, das geht mit einfachen Sätzen auch schon bei Kleinkindern!)

Wenn du das Verhandeln noch nicht möchtest oder gerade keine Zeit dafür hast, dann darfst du das "o.k.?" nicht an dein Satzende anhängen!

Frage 4: Nach der Abendroutine quatschen meine beiden Kinder ewig oder turnen herum. Sie wollen jedoch, dass man im Raum bleibt, bis sie einschlafen. Mir dauert das dann zu lange. Was kann ich tun?

Vielleicht versuchst du es damit:

Sage deinen Kindern, dass du gerne bei ihnen im Zimmer bleibst, sodass sie in Ruhe einschlafen können, aber dass du lieber noch etwas für dich machst, solange sie noch Reden oder andere Dinge nach dem Abendritual im Schlafzimmer machen.

Entweder sie sind wirklich müde und sind dann leise oder sie sind noch zu wach und du gehst etwas anderes machen und lässt dich dann rufen, wenn sie wirklich schlafen wollen.

Falls sie einschlafen wollen und ruhig sind, es dir aber (gefühlt) zu lange dauert und du unruhig wirst und du hin- und hergerissen bist zwischen "ich will Zeit für mich" und "ich will meinen Kindern zum Einschlafen Sicherheit und Geborgenheit mit meiner Anwesenheit schenken", dann könnte es eine gute Idee sein, dass du etwas für dich liest, während du im Zimmer deiner Kinder sitzt. Ob du ein Buch mit Taschenlampe liest oder ein E-Buch-Reader hernimmst oder bei geöffneter Türe mit Licht im Flur liest, ist egal.

Es ist wichtig, dass Einschlafbegleitung für beide passt! 

Nach dem Kuscheln und Einschlaflied singen, war das Lesen für mich sehr wichtig, da ich dann auch innerlich ruhig blieb, wenn es manchmal etwas länger dauerte mit dem Einschlafen der Kinder.

Wenn das unruhig sein der beiden Kinder abends zu groß ist, dann könntest du in Erwägung ziehen, zuerst das jüngere Kind zum Schlafen zu legen und dann das ältere. Das muss nicht unbedingt länger dauern, weil dann das Reden der Kinder untereinander wegfällt und schneller geschlafen wird.

Frage 5: Wie schaffe ich es meine beiden Kinder  (5 und 1) gleichzeitig alleine ins Bett zu bringen?

Ich machte es so:

Beide Kinder wurden gleichzeitig fertig gemacht zum Schlafen gehen. Danach durfte mein älteres Kind sich entscheiden, ob es sich noch eine Weile alleine und leise beschäftigte, bis der Kleine schlief, oder ob es zuerst ins Bett gebracht werden wollte.

Das half meinem älteren Kind des öfteren (nicht immer), um am Abend nicht mehr aufzudrehen und das zu Bett bringen des Kleinen zu sabotieren, weil sie Mitentscheiden durfte, was sie gerne tun möchte.

Wenn sie sich für selbstständig beschäftigen entschied, war sie oft sehr konzentriert bei der Sache (es ist auch mal schön, wenn kein kleiner Bruder ablenkt oder stört).

Und sie genoss die ungestörte Kuschelzeit danach mit mir.

Schlafen beide Kinder in einem Zimmer:

Dann kann sich das Kind sogar entscheiden zwischen

  • selbstständig leise beschäftigen (in einem anderen Zimmer)
  • gleichzeitig einschlafen und beide Einschlafroutinen mitmachen (z.B. das Gute-Nach-Lieder singen des einen Kindes und das Gute-Nacht-Geschichte vorlesen des anderen Kindes)

Frage 6: Mein Kind (7) will nicht schlafen steht immer wieder auf und albert abends viel herum, ist laut, ärgert und lässt sich nur schwer beruhigen. Was kann ich tun? 

Dein Kind erlebt ganz viel Neues jeden Tag - vor allem in der Schule. 

Es muss ruhig sitzen, bekommt sehr viele Lernimpulse und muss sich auch noch mit den Mitschülern auf dem Pausenhof auseinandersetzen.

Es ist oft eine Zeit der Überforderung, Überreizung und Verunsicherung, aber auch eine Zeit des sich neu Endeckens und zu merken, was man schon alles kann.

Diese Gefühle stauen sich den Tag über in deinem Kind an und müssen sich irgendwann entladen.

Das kann entweder schon am Nachmittag sein und äußert sich dann in Wutausbrüchen, Bewegungsdrang oder Unruhe.

Oder der Druck entlädt sich am Abend und Albern, Lautstärke, Ärgern und nicht hören wollen sind die Folge.

Um den Prozess des Entladens anders zu gestalten, braucht dein Kind deine Hilfe:

  • Frage dein Kind, ob es etwas weiß, dass es abends beruhigen könnte. Wenn ihm das schwer fällt, kannst du Vermutungen aussprechen, die du aus deinen Beobachtungen hast. Z. B. ein Buch vorlesen, Spiel spielen, kuscheln... oder noch eine Abend-Rennrunde-im Garten drehen. Alles ist möglich und erlaubt, was dein Kind beruhigt und es danach entspannt ins Bett gehen lässt.
  • Du kannst die Abendsituation über 2 Wochen beobachten und schriftlich festhalten, an welchen Tagen es besonders schlimm war am Abend und was dein Kind den Tag über gemacht hat. So findest du wahrscheinlich heraus, was das Entladen verstärkt und kannst daraus deine Konsequenzen ziehen. Beispiel: Nach Nachmittagsaktivitäten ist es abends viel schlimmer. Konsequenz könnte sein: Für die nächsten 4 Wochen verringerst du die Aktivitäten auf ein Minimum und schaust, ob sich die Lage beruhigt.
  • Auch Versuch und Irrtum ist eine gute Herangehensweise. Du veränderst den Abend jeden Tag ein wenig und notierst dir in Stichpunkten, was du anders gemacht hast und ob es das Albern und Laut sein verringert hat oder nicht. Daraus kannst du nach einer Weile deine Konsequenzen ziehen und die Abendroutine so verändern, dass du die Punkte, die deinem Kind gut getan haben, in die Routine einbaust.

Frage 7: Mein Kind will nicht schlafen, sondern mit mir Kuscheln, bis es einschläft. Hast du einen Tipp, wie ich mein Kind (4) sanft dazu heranführen kann, auch alleine einschlafen zu können?

Kinder lieben Routinen, sie geben ihnen Sicherheit. Deshalb will dein Kind seine gewohnte Routine nicht aufgeben und sträubt sich gegen Veränderung.

Und natürlich auch deswegen, weil es einfach schön ist, in deinem Arm zu liegen und dort einzuschlafen.

Wenn es nun jedoch an der Zeit ist, etwas zu verändern, weil das Einschlafritual für dich nicht mehr stimmig ist, dann ist das ein längerer Prozess. Nur so kannst du dein Kind sanft an eine Veränderung heranführen.

Zuerst besprich mit deinem Kind, dass du dir eine Veränderung der Einschlafsituation wünschst. Du kannst mit ihm ausmachen, dass ihr jetzt noch 3 Abende zum Einschlafen kuschelt und du danach nur noch auf seinem Bett sitzt und deine Hand auf seinen Rücken legst.

Gib deinem Kind Zeit und zeig Verständnis wenn es traurig oder wütend wird, wenn du nur noch auf dem Bett sitzt und die Hand auf seinen Rücken legst. Streichel sanft seinen Rücken, wenn es dein Kind beruhigt.

Hat sich dein Kind an diese neue Einschlafsituation gewöhnt, kannst du zum nächsten Schritt übergehen. Besprich mit deinem Kind, dass du noch 3 Mal auf dem Bett sitzt zum Einschlafen und danach nur noch auf einem Stuhl neben dem Bett. Dass du da bist, aber es alleine im Bett einschlafen darf.

Weitere Schritte in diesem Prozess könnten sein (muss aber nicht sein - manche Kinder akzeptieren Veränderungen schneller als andere):

  1. 1
    du rutscht mit deinem Stuhl immer weiter in Richtung Türe bis du vor der Türe bist und die Tür offen bleibt
  2. 2
    damit es dir nicht zu lange dauert und du ungeduldig wirst, kannst du dir gerne etwas zum Lesen mitnehmen, wenn dein Kind nicht absolute Dunkelheit zum Einschlafen braucht. Je näher du mit deinem Stuhl zur Türe wanderst, desto mehr Licht kann vom Flur durch die halboffene Türe fallen.
  3. 3
    Hat sich dein Kind daran gewöhnt mit dir vor der Türe einzuschlafen, kannst du mit ihm ausmachen, dass du immer 10 Minuten dort liest, dann z.B. den Abendbrottisch abräumst und dich dann nochmal auf den Stuhl setzt. Diese ich-bin-kurz-weg-Phasen dehnst du dann langsam immer länger aus. Irgendwann schläft dein Kind in dieser Phase ein und dein Kind hat es zum ersten Mal geschafft!


Frage 8: Wie schaffe ich es, eine Balance hinzubekommen zwischen schöner Bett-geh-Routine und Kinder zu einem vernünftigen Zeitpunkt im Bett zu haben, bevor ich genervt werde?

Diese Balance kann sehr schnell ins Wanken geraten. Das kenne ich und die meisten Eltern bestimmt auch.

Mein Weg, eine bessere Balance hinzubekommen, ist, viel früher mit der Bett-geh-Routine zu beginnen, sodass ich auch für das Vorlesen, Kuscheln und vom schönen Tag erzählen noch Zeit habe, ohne ständig auf die Uhr zu schauen, weil ich auch noch Zeit für mich haben möchte.

Es gibt Tage, da schaffe ich es aus zeitlichen Gründen nicht früher anzufangen. An diesen Tagen beobachte ich jedoch bei mir, dass ich tendenziell schneller genervt reagiere.

Wenn ich es voraussehen kann, dass ich an einem Abend erst später mit der Abendroutine beginnen kann, dann bereite ich meine Kinder darauf vor:

Ich teile ihnen mit, dass die Bett-geh-Routine heute kürzer ausfallen muss, weil es sonst zu spät wird, bis sie schlafen. Ich sage ihnen, welcher Teil der Routine heute wegfällt, damit sich die Kinder darauf einstellen können.

Ich gebe meinen Kindern an solchen Tagen aber auch die Möglichkeit, dass sie die gesamte Bett-geh-Routine mit Vorlesen, Kuscheln und Erzählen noch machen können, wenn sie unerwartet schnell mit dem Umziehen, Waschen und Zähne putzen fertig sind - bis zu einer abgemachten Zeit (mit Wecker oder Sanduhr arbeiten!).

Wie du die Bettgehroutine verbessern kannst:

Du kannst Bettgehroutine Karten malen (oder dir hier ausdrucken), sodass deine Kinder immer den gleichen Ablauf durchlaufen und dadurch schneller werden und du weniger erinnern und ermahnen musst.

Frage 9: Mein Kind (2 Jahre) isst abends sehr wenig bis gar nichts und wacht nachts hungrig auf. Was kann ich dagegen tun?

Ich habe es so gehandhabt:

Wenn meine Kinder zum Abendessen schlecht gegessen hatten, habe ich ihnen kurz vor dem Zähne putzen und Schlafen gehen noch einmal etwas zum Essen angeboten, was sie gerne mögen (keine Süßigkeiten!) und schnell zu essen geht. Im Falle meiner Kinder waren das Banane oder Joghurt.

Lehnt dein Kind das Essen jedoch ab, kannst du ihm ein Getränk anbieten, das ein paar Kalorien hat wie Milch oder Saft(schorle) - aber zwingen würde ich dein Kind auf keinen Fall.

Ich bin überzeugt davon, dass Kinder ein sehr gutes Gespür dafür haben, wieviel Essen sie am Tag benötigen.

Dass ein Kind nachts hungrig aufwacht, muss nicht unbedingt daran liegen, dass es tagsüber zu wenig gegessen hat. Mein Kleiner war immer ein sehr guter Esser und trotzdem hatten wir immer wieder einmal ein paar Nächte, in denen er mit Hunger aufgewacht war und nicht mehr einschlafen konnte. 

Da half uns eine Banane, die leicht und schnell zu essen war und keiner Vorbereitung meinerseits benötigte. Danach schlief er schnell wieder ein. Ich nehme an, dass das Wachstumsphasen waren, in denen er mehr Nahrung brauchte.

Frage 10: Meine Tochter (8) wacht müde auf und ist am Morgen lange sehr schlecht gelaunt. Früher zum Schlafen bringen ist echt schwierig. Und ich weiss nicht, wie ich sie da sinnvoll begleiten soll. Hast du eine Idee?

das kommt mir so bekannt vor! Bei meiner Tochter hat das schon mit 6 Jahren angefangen, dass sie abends trotz ruhiger Abendroutine und Einschlafbegleitung ewig nicht eingeschlafen ist und morgens müde war.

Mir ging es auch so, dass ich alles versucht habe, damit sie früher einschlafen kann

  • verschiedene Abendroutinen ausprobiert
  • verschiedene Bettgehzeiten
  • im Zimmer sein zum Einschlafen
  • mit ruhiger Musik einschlafen
  • Lavendelduft zum Einschlafen

Aber das Ende vom Lied bei uns war, dass sie einfach viel später ins Bett geht wie Gleichaltrige. Wenn es früh ist, geht sie um 21.30 Uhr - 22 Uhr ins Bett und dann muss sie erst noch einschlafen!

Wenn du also alles, was ich aufgezählt habe auch schon versucht haben solltest, dann hilft es wahrscheinlich nur, anzunehmen, dass deine Tochter vom Typ her eine Eule ist (schläft spät ein und würde gerne lange schlafen...)

Falls du noch nicht alles ausprobiert hast, dann würde ich es auf jeden Fall empfehlen. Manche Kinder reagieren auf Musik oder Düfte mit ruhig werden oder brauchen jemanden im Zimmer, der "auf sie aufpasst" bis sie einschlafen.

Meiner Tochter hatte ich erklärt, dass der Körper Müdigkeitssignale aussendet und wenn man diese nicht beachtet, weil z.B. das Buch gerade so spannend ist, dass dann der Körper wieder wacher wird für die nächsten 1,5 Stunden und somit das Einschlafen danach viel schwieriger ist.

Deshalb bin ich dazu übergegangen abends immer wieder nach ihrem Müdigkeitsbefinden zu fragen und wenn sie zugab, müde zu sein, dann habe ich sie daran erinnert, dass das ein guter Einschlafzeitpunkt ist. Und das Einschlafen auch schneller geht und sie sich dann nicht genervt von links nach rechts drehen muss, weil sie nicht einschlafen kann.

Das hat bei uns einen Unterschied gemacht! Zwar nicht unbedingt, dass sie früher einschläft :-) aber schon dass sie schneller einschläft, wenn es der richtige Zeitpunkt für SIE ist.

Das braucht auch ein bisschen Zeit, bis sie ihren Körper und seine Signale kennenlernt. Da hilft es auch darüber zu sprechen, wie dein Körper dir zeigt, dass er müde ist!

Was sich zum Glück über die Jahre bei meiner Tochter verbessert hat, ist das Aufstehen am Morgen - ohne schlechte Laune und 10x wecken. Das hat jedoch schon einen längeren Zeitpunkt gedauert!

Ich hoffe, es waren nun trotzdem ein paar Dinge dabei, die du ausprobieren kannst oder die dir helfen - auch wenn es keine Patentrezepte gibt.

Bei meinem Sohn war es anders mit dem nicht einschlafen können:

Mein Sohn hatte auch einmal Einschlafschwierigkeiten, weil er an Räuber und Einbrecher beim Einschlafen dachte und dann Ängste entwickelte. Vielleicht ist dein Kind auch gerade wegen irgendetwas verunsichert oder verängstigt?

Meinem Sohn half es in dieser Situation, wenn er Körperkontakt mit mir hatte (z.B. eine Hand auf Rücken) oder ich zumindest im Zimmer war. Dann ging das Einschlafen relativ gut (innerhalb von 20-30 Minuten - auch hier hatte ich zum Buch gegriffen, damit ich nicht ungeduldig wurde!)

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