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November 16, 2019

Kennst du dieses schlechte Gefühl, nachdem du dich deinen Kindern gegenüber nicht so verhalten hast, wie du es eigentlich möchtest? Vielleicht nagen viele kurze Situationen an dir oder du gibst " Kind angeschrien schlechtes Gewissen " in deine Suchmaschine ein, weil du selbst geschockt von deinem Verhalten bist.

Manchmal liege ich nachts wach im Bett und kann nicht einschlafen. Ich bin traurig und habe ein schlechtes Gewissen, weil es einer der Tage war, an denen ich absolut nicht so auf meine Kinder reagiert habe, wie ich es tun möchte. Ich erinnere mich daran, wie ich meine Tochter angemotzt habe, weil ich unter Strom stand oder wie ich den Haushalt fertig machen wollte und dabei ungeduldig mit meinem Sohn war. Einfach viele Kleinigkeiten, die mich in ihrer Gesamtheit einfach traurig machen und mein schlechtes Gewissen aktivieren.

Kind anschreien - als Erzieherin und Nanny passiert dir das doch nicht!

Ich wüsste es doch eigentlich besser, bin schließlich „vom Fach“! Ich denke über die Situationen nach, reflektiere mich und weiß meistens sofort, was ich hätte anders machen können. Und trotzdem - es gibt sie, diese Stunden, in denen ich mich als Rabenmutter fühle.

Sätze anderer Mütter schießen mir durch den Kopf: „Du als Erzieherin und Nanny weißt natürlich, was du machen musst“ oder „das passiert dir bestimmt nie“.

Geständnis:

Tja, was soll ich sagen, ich wüsste es besser, ich hätte viele Methode im Hinterkopf, ich habe als Erzieherin und Nanny so gut wie immer souverän gehandelt und trotzdem gibt es Tage wie diesen, an dem ich in vielen Situationen nicht so reagierte, wie ich es hätte tun wollen.

Ja, selbst Kind anschreien ist schon vorgekommen - wenn auch noch nicht oft, weil das einfach nicht meinem Naturell entspricht.

Meine Vernunft schafft es dann meine aufgebrachten Gefühle zu beschwichtigen: „Du bist auch nur ein Mensch. Fehler machen ist normal, du kannst daraus lernen. Du kannst und musst nicht perfekt sein.“

Mein schlechtes Gewissen ist beschwichtigt, die Traurigkeit über die Folgen meines Verhaltens jedoch bleibt. Ich bin traurig darüber:

  • dass ich einen Tag vergeudet habe, die wertvolle Zeit mit meinen Kindern zu genießen
  • weil ich die Uhr nicht zurückdrehen kann, um in den Situationen des vergangenen Tages anders zu reagieren
  • weil ich meine Kinder liebe und ich das Gefühl habe, dass ich ihnen das heute überhaupt nicht gezeigt habe.

Ich habe mein Kind angeschrien - ein Perspektivenwechsel ist jetzt nötig!

Wie es bei mir am nächsten Morgen - also nach dem nicht so toll gelaufenen Vortrag - passierte:

Am nächsten Morgen schaut meine Welt schon wieder fröhlicher aus:

Ein „Mami?“ ertönt aus dem Kinderzimmer – mein Sohn ist aufgewacht. Ich gehe zu ihm und er streckt mir seine Arme lächelnd entgegen, dass ich ihn aus dem Bett hebe. Vertrauensvoll kuschelt er sich an mich und legt seinen Kopf in die Beuge zwischen Hals und Schultern.

Kurze Zeit später tappt meine Tochter zu uns in die Küche – noch ganz verstrubbelt vom Schlaf und holt sich ihre Kuscheleinheit nach dem Aufwachen bei mir ab.

Ich sehe strahlende Kinderaugen hier und ein zauberhaftes Lächeln dort.

Mein Herz schwillt über mit Liebe zu meinen Kindern und ich bin unendlich dankbar, dass ich diese zwei wundervollen Kinder habe. Ich liebe sie und sie lieben mich und meine Kinder haben mir meine Unzulänglichkeiten des Vortags ohne wenn und aber schon längst verziehen.

Ein neuer Tag hat begonnen, den möchte ich heute dazu nutzen ganz bewusst (die Gefühle des letzten Abends schwingen noch in mir) folgendes zu tun:

  • Ich nehme ich mir heute mehr Zeit für meine Kinder
  • Ich lasse mich auf meine Kinder ein und genieße die Zeit mit ihnen
  • Ich mache vermehrt lustige und schöne Sachen wie Kitzeln und Kuscheln

In diesem Sinne hatte mein schlechtes Gewissen vom Vorabend etwas Positives erreicht, weil ich mich erinnerte:

  • dass meine Priorität bei den Kindern liegt und ich möchte, dass sie an meinem Verhalten erkennen können, dass ich sie liebe
  • dass ich die Zeit, die ich mit meinen Kindern habe auch genießen möchte und deswegen auch mal ein Auge zuzudrücken kann
  • dass die Zeit mit kleinen Kindern so schnell vergeht und es passieren kann, dass ich mich an diese intensive Zeit bald mit einem wehmütigen Lächeln zurückerinnere.

Dass man sein Kind nicht anschreien soll, ist dir klar. Wenn es dir jedoch trotzdem hin und wieder passiert, dann kannst du das wie eine Warn-Sirene nutzen, die dir sagt: Achtung, Achtung es ist Zeit für deinen Perspektivenwechsel.

Wie kannst du jetzt aus dem Blickwinkel von  "Ich habe mein Kind angeschrien" umschwenken?

Bei mir war der erste Schritt das Gefühl der Liebe für meine Kinder am nächsten Morgen.

Aus dieser Liebe heraus entstand der Wunsch, heute extra Energie aufzuwenden, um sicherzustellen, dass ich mir heute extra Zeit mit meinen Kindern nehme und dadurch mehr Geduld als gestern habe und somit schöne Stunden mit ihnen verbringen kann.

Eine weitere Art die Perspektive zu ändern:

Deine Kinder anders wahrzunehmen. Anstatt den Fokus auf das anstrengende, frustrierende, nervende im Alltag mit Kind zu haben, kannst du auch dort deine Perspektive wechseln.

Ein Beispiel:

Im Alltag mit Kindern ertappe ich mich des öfteren, dass ich genervt oder verärgert bin. Klar, ist ja ganz normal. Aber irgendwie habe ich keine Lust mehr darauf, dass ich meine Stimmung abhängig davon mache, wie sich meine Kinder verhalten.

Deshalb habe ich in diesen Momenten damit begonnen, im Geiste aufzuzählen, warum meine Kinder wunderbar sind, was ich an ihnen Liebe oder mich zum Lachen bringt.

Manchmal gelingt es mir, damit meine Perspektive erfolgreich zu ändern. Dadurch hatte ich die Chance, Verantwortung für meine eigene Gefühle zu übernehmen. 

Und wenn es nicht gelingt?

Dann hast du nichts verloren, selbst Gedanken an wunderbare Eigenschaften deiner Kinder zu haben, ist keine verschwendete Zeit! Gelingt es dir jedoch hin und wieder, hast du ganz viel gewonnen!

Probier es also aus.

Leseempfehlung für weitere Artikel, wenn Kind anschreien bei dir ein Thema ist:

Wenn du dein Kind öfter anschreist aus einer Wut heraus, dann hilft dir dieser Artikel weiter.

Falls dir das Kind anschreien zu oft passieren sollte, dann hilft dir dieser Artikel weiter: Ich schreie mein Kind oft an - 6 Schritte um das zu ändern.


Kind anschreien kann passieren - deine Fehler akzeptieren lernen

Letztendlich musste ich noch lernen zu akzeptieren, dass auch wenn ich Erzieherin gelernt habe, eine professionelle Nanny war, ich nun eine Mutter bin, die ihren Kindern so nahe ist und so mit der Familiendynamik verstrickt ist, dass die Professionalität manchmal oder auch öfter auf der Strecke bleibt.

Trotzdem bin ich eine gute Mutter, die ihre Kinder von Herzen liebt und

  • auf sie eingeht und ihr Bedürfnisse beachtet
  • mit ihnen spielt und Bücher vorliest
  • mit ihnen redet und ihnen zuhört
  • sie tröstet, wenn sie traurig sind oder sich weh getan haben
  • einfach für sie da ist, wenn sie mich brauchen

Genauso bist du auch eine gute Mutter für deine Kinder. Fehler machen gehört einfach dazu - es ist wirklich okay, Fehler in der Kindererziehung zu machen. Ich sage immer: 

Im Wort "Fehler" steckt das Wort "fehlen". Das bedeutet dir fehlt in dieser Situation noch etwas. Was also könnte das sein?

  • Brauchst du vielleicht zwischendurch mehr Pausen, damit du ruhig und gelassen bleiben kannst?
  • Brauchst du Unterstützung für den Alltag mit Kind, um dich zu entlasten? Wer könnte dich Unterstützen? Oma, Freundinnen, dein Mann? Oder brauchst du eher Unterstützung, wie du im Alltag mit Kind besser reagieren kannst? Dann könnte "Erziehen ohne Schimpfen" für dich von Interesse sein!

Kinder brauchen keine perfekten Eltern, es reicht, gut genug zu sein!

Wann bist du gut genug für deine Kinder? Erstelle dir eine Liste wie diese hier:

Ich bin gut genug

  • wenn ich versuche herauszufinden, warum etwas nicht so rund läuft und mit Versuch und Irrtum erst zur Lösung finde
  • wenn ich mich bemühe, ruhig zu bleiben
  • wenn ich abends trotz eigener Müdigkeit oder Erschöpfung - so geduldig es noch geht - die Kinder ins Bett bringe

Und oft bin ich sogar mehr als gut genug, ich bin supergut, wenn:

  • ich es schaffe, einen Wutanfall liebevoll zu begleiten
  • ich trotz emotionaler Beteiligung geduldig bleibe
  • ich Stärke zeige und mich bei einem meiner Kinder für eine Verhaltensweise entschuldige

Weitere Artikel zum Thema "Entspannt Mutter sein" findest zu noch hier.

Wann bist du gut genug (oder supergut) für deine Kinder? Schreibe deine Liste und wenn du willst, hinterlasse mir und den anderen Lesern doch einen kurzen Kommentar dazu!

Willst du noch weiter an dir als Mama arbeiten, um die beste Mama zu werden, die du sein kannst?


Falls du dir eine Begleitung wünscht, um deinen Alltag mit Kindern liebevolller und wertschätzender werden zu lassen, dann hilft dir mein Emailkurs: "Werde die Mama, die du immer sein wolltest".


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  1. Hallo Petra,

    ich glaube ich bin gut genug für meine Kinder, wenn ich sehe und fühle, dass meine Kinder glücklich sind. Wenn sie selbstständig und aufgeschlossen durchs Leben gehen, sie viel lachen. Wenn sie sie selbst sein dürfen, genau wie ich ich selbst sein darf. Wir sind ehrlich und offen zueinander. Wir vertrauen uns und zeigen unsere Gefühle.
    Dann ist alles gut, auch wenn man mal nicht so optimal reagiert hat.
    LG
    Beatrice

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