Autorin: PetraErzieherin • Nanny • Mama • 20 Jahre Alltagserfahrung in und mit Familien

Juli 30, 2017

Zweifelst du manchmal an dir als Mutter oder Vater und sehnst dich nach mehr innerer Zufriedenheit im Alltag mit deinen Kindern, ohne ständige Selbstkritik oder Erschöpfung?


Viele Eltern fühlen sich so, doch es gibt Wege heraus aus diesem Kreislauf von innerer Unzufriedenheit, die dazu führt, dass man unausgeglichen ist und nicht die Mutter, der Vater ist, die/der man sein könnte, wenn man in sich ruhen würde.


In diesem Blogartikel findest du Tipps, die dir helfen, wieder mehr innere Zufriedenheit zu spüren, indem du von innen heraus arbeitest und kleine Veränderungen umsetzt.

Warum ist zufrieden sein mit sich selbst (als Mutter oder Vater) so schwer?

Eltern wechseln Windeln, kochen das Essen, waschen die Wäsche und machen den Haushalt. Sie versuchen Ordnung in das Chaos zu bringen, Streit zu schlichten, den Alltag zu organisieren und beschäftigen noch nebenbei die Kinder - das alles tagein tagaus - ohne dass am Abend viel von der ganzen Arbeit sichtbar wäre. Da ist es nicht verwunderlich, wenn dir das zufriedener sein mit dir selbst schwer fällt.


Darüber hinaus hast du als Elternteil meist wenig Zeit für dich selbst, oft auch wenig Schlaf und häufig stellst du deine Bedürfnisse hintenan. 


Wenn es dann noch keine oder wenig Wertschätzung dafür gibt, was du alles an einem Tag so leistest, dann ist es nicht verwunderlich, wenn du keine innere Zufriedenheit verspürst.

Innere Zufriedenheit finden: Die Grundvoraussetzung

Wenn man seine innere Zufriedenheit findet durch äußere Begebenheiten bist du abhängig von diesen Begebenheiten.


Beispiele:

  • Ich finde innere Zufriedenheit, wenn die Kinder glücklich spielen und der Haushalt fertig ist.
  • Ich bin zufrieden mit mir selbst, wenn ich es schaffe, meine To-do-Liste abzuarbeiten.
  • Ich bin zufrieden, wenn andere meinen wertvollen Beitrag erkennen.

Sobald es jedoch ein Tag ist, an dem deine Kinder sich langweilen oder streiten, bzw. du es nicht schaffst, deine To-do´s zu erledigen und dein Partner, deine Partnerin deine Arbeit nicht wertschätzt, gerätst du in eine innere Schieflange.


Deine innere Zufriedenheit schmilzt dahin...

Innere Zufriedenheit, die von innen kommt

Innere Zufriedenheit, die wirklich aus deinem Inneren kommt und nicht von äußeren Begebenheiten abhängig ist, kann dir nicht so schnell abhanden kommen! Außerdem hast du auf dein Inneres viel mehr Einfluss als auf die äußerlichen Begebenheiten.

Innere Ruhe und Zufriedenheit finden - von innen nach außen

Die Frage wie man im oft stressigen Alltag innere Zufriedenheit haben kann, stellte ich mir immer wieder. Mir wurde klar, dass innere Ruhe und Zufriedenheit finden etwas mit Fokus zu tun hat. Ein Fokus, worauf man seine Aufmerksamkeit richtet.

Worauf richtest du deine Aufmerksamkeit

Richtest du deinen Fokus eher auf das aus, was gut läuft, oder eher auf das anstrengende, nervende, frustrierende im Alltag mit Kind?


Wenn du deinen Fokus veränderst, wirst du andere Dinge in deinem Alltag wahrnehmen, die dir ansonsten mit einem Fokus auf das Nervige sehr wahrscheinlich entgangen wären.

Glückliche Mutter oder glücklicher Vater werden durch einen Fokuswechsel

Was fällt dir schneller auf – dass deine Kinder streiten oder dass sie schön miteinander spielen?


Mir ist aufgefallen, dass ich an manchen Tagen – den anstrengenden Tagen mit Kindern – meine Aufmerksamkeit fast ausschließlich auf das ausrichte, was nicht gut läuft: Die Kinder streiten schon wieder, die Spielsachen liegen überall herum, die Krümel liegen immer noch auf dem Boden und eine Verschnaufpause hatte ich auch noch keine.


Eines führt zum anderen und jedes Aufregen führt dazu, dass ich noch mehr finde, was mir nicht gefällt. Das ist ein Beispiel dafür, wie mein Fokus immer nur das findet in meiner Umgebung, worauf ich meine Aufmerksamkeit richte.


Wenn mein Fokus auf das gerichtet ist, was mich nervt, registriere ich das Schöne nur unterschwellig oder gar nicht. Wie zum Beispiel: Meine Kinder haben sich heute gegenseitig beim Anziehen geholfen, wir schafften es pünktlich außer Haus zu kommen, beim Mittagessen gab es keine Sauerei und am Nachmittag haben die beiden eine halbe Stunde ruhig miteinander gespielt.


(Anmerkung: Um als Mutter oder Vater zufriedener zu sein, kannst du auch den Fokus darauf legen, dass du daran arbeitest, die beste Mutter (Vater) zu werden, die du sein kannst. Das erfordert zwar Energie und Zeit von dir, ist aber sehr lohnend und macht dich zufriedener mit der Art und Weise, wie du erziehst und dein Kind behandelst!)

Wäre es nicht schön, wenn wir Eltern uns größtenteils auf das konzentrieren würden, was gut läuft in unserer Familie?

Stell dir vor, was für eine glückliche Mutter oder Vater du wärst und wie zufrieden und ausgeglichen du dann sein könntest, wenn du das Streiten der Kinder und das Spielzeug-Chaos zwar wahrnimmst, aber dich danach wieder auf das ausrichtest, was gut bei euch läuft.


Klar ist, dass das nicht immer zu schaffen ist. Aber ein wenig in diese andere, zufriedenere Richtung zu gehen, ist schon möglich. Auch wenn das vielleicht erst geschieht, wenn du schon in genervten Gedanken geschwelgt hast.


Trotzdem bewirkt es eine Veränderung, wenn du nach dem schwelgen in negativen Gedanken deinen Blick wieder dem zuwendest, was heute gut gelaufen ist.


Je mehr du dich auf das Schöne konzentrierst, desto leichter fällt es dir, das Schöne auch im Alltag überhaupt zu bemerken.


Wenn du deine Wahrnehmung auf die positiven Aspekte des Familienlebens ausrichtest, dann wirst du zufriedener sein, weil du dich nicht gleichzeitig auf Ärger und auf das Schöne in deinem Leben konzentrieren kannst. Wenn du jedoch auch die negativen Gefühle wirklich auflösen, loslassen (um diese nicht einfach wegzudrücken und dich auf Positives auszurichten) möchtest, dann lege ich dir den Videokurs GefühlsRaum wärmstens ans Herz. 


Und mit dieser neu gewonnenen inneren Zufriedenheit kannst du anders auf die Herausforderungen des Alltags reagieren. Gelassener, ruhiger und freundlicher.


Es ist also eine Aufwärtsspirale, wenn es dir gelingt deinen Blick zu heben und das Schöne im Alltag mit Kind wieder wahrzunehmen und gleichzeitig negative Gefühle loszulassen.

Zufrieden sein mit sich selbst - ein Beispiel

Zufrieden sein mit sich selbst ist Gedanken-Kontroll-Arbeit. Um dir dabei zu helfen, deinen Fokus neu auszurichten, kommt jetzt ein Beispiel aus meinem Leben:


Wenn:

  • mich das ständige Saubermachen nervt und dass man davon ein paar Stunden später schon gar nichts mehr sieht oder
  • ich mir wünsche, einfach mal eine halbe Stunde Ruhe zu haben und das gerade nicht möglich ist oder
  • ich mich einfach ärgere oder schlecht fühle

dann ist es an der Zeit, meinen Fokus zu verändern!

Ich beginne mich darauf auszurichten,

  • was heute gut gelaufen ist,
  • was heute Schönes passiert ist,
  • worüber ich mich heute schon Freuen konnte.

Wenn das schwierig ist, weil ich noch zu verärgert bin, dann konzentriere ich mich auf mein Leben an sich:

  • Was läuft gut in meinem Leben,
  • was ist schön,
  • wie viel Freude bereiten mir meine Kinder generell (wenn auch nicht gerade jetzt in diesem Aufgenblick oder an diesem Tag)
  • ich denke einfach an das Lachen von meinen Kindern

Wenn ich mich wirklich darauf einlasse, das Schöne in meinem Leben zu sehen, passiert es ganz automatisch, dass ich mich wieder besser fühle und denke, dass es mir wirklich gut geht. Innere Zufriedenheit stellt sich ein.


Meine Perspektive hat sich verändert. Nun kann ich wieder gelöster, lockerer, ausgeglichener und geduldiger im Alltag interagieren…….bis die nächste Herausforderung kommt.

Update: Ich löse negative Gefühle durch loslassen

Seit ich diesen Artikel geschrieben habe, ist viel Zeit vergangen. Seitdem habe ich viel dazugelernt - auch wie man eigene Gefühle fühlt und loslässt, was unglaublich dabei hilft, innere Zufriedenheit zu erlangen. 


Wenn du dich auch auf diese spannende Reise begeben willst, dann schau unbedingt beim GefühlsRaum vorbei.

Auf die Frage: Wie kann ich zufriedener sein, gibt es also folgende Antwort:

Das schaffst du am leichtesten, indem du schon beim ersten Ärgern oder dem Anflug von schlechter Laune damit beginnst, deine negativen Gefühle zu fühlen und loszulassen und danach deinen Fokus neu ausrichtest. Je früher du deiner schlechten Laune "entgegensteuerst", desto einfacher ist diese Vorgehensweise für dich.


Es gibt auch Momente, da wirst du so schnell genervt und gestresst sein, dass du den Fokus-Wechsel nicht mehr schaffst oder gar keine Lust mehr darauf hast. Dann ist es auch okay, einfach mal bei geschlossener Tür und ganz für dich, deinem Frust und Ärger freien Lauf zu lassen. Einfach alles mal raus damit und dann fühlst du dich wieder leichter. Und dann ist es auch wieder einfacher, das Schöne wahrzunehmen - deinen Fokus neu auszurichten.

Hinweise:

Die Übung, die du hier als Download bekommst, hilft dir, ins innere Gleichgewicht zu kommen.


Wenn deine Unzufriedenheit daher stammt, zu wenig Zeit für dich zu haben, dann schaue mal, ob diese Mini-Auszeiten dir zu Pausen verhelfen können.


Und wenn deine Unzufriedenheit daher kommt, dass es einfach zu viel Unordnung gibt und deine Kinder nie aufräumen wollen und nicht im Haushalt mithelfen wollen, dann empfehle ich dir, hier vorbeizuschauen.

Magst du in den nächsten Wochen deinen Fokus verändern?

Dann schreibe mir doch einen kurzen Kommentar unter den Artikel!

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Hallo, ich bin Erzieherin, langjährige Nanny und zweifache Mutter. Seit über 20 Jahren begleite ich Familien durch den Alltag mit Kindern.

Auf „Klein wird GROSS“ zeige ich dir, wie du Wutanfälle, Geschwisterkonflikte, Routinen und all die anderen Herausforderungen im Familienalltag mit mehr Gelassenheit, Leichtigkeit und wertschätzender Verbindung meisterst. Meine Tipps verbinden eigene Mama-Erfahrung mit fundiertem Wissen aus Pädagogik und Selbstregulation.

Meine Mission: Gelassenheit und Freude im Familienalltag schaffen – damit Kinder Liebe und Wertschätzung in die Welt tragen und unsere Erde schöner wird.

Leserfeedback

„Danke für deine grossartige Arbeit. Ich fühle mich verstanden durch deine Texte. Ich fühle mich an die Hand genommen. Danke für deine grossartige Arbeit.“
Brigitte


„Deine Artikel über Selbstzweifel, Ärger, Stress und Wut waren sehr toll! Zu wissen, dass ich nicht alleine überfordert bin, ist eine grosse Hilfe. Ich hab deinen Blog bereits weiter empfohlen.“
Ines


„Ich muss Dir einfach mal eine grosse Umarmung schicken! Tausend Dank für Deine tollen Beiträge. Ich fühle mich verstanden und nicht alleine mit meinen Muttersorgen!“
Leserin von Klein wird GROSS


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